Abrechnung Sommerfest 2012

Anhang zum Sozialausschuss Januar 2013:

Sommerfeste werden in Woltersdorf grundsätzlich aus Spendengeldern finanziert. Auch das letzte Fest, das erste Sommerfest, das der Bürgermeister auf die Reihe bekommen hat. Ob es ein gutes oder schlechtes Fest war, ist Geschmackssache und so mag es jeder für sich selbst entscheiden.

Keine Geschmackssache sind jedoch die Finanzen, die sollten in einer Gemeinde klar und offen dargestellt werden. Da hapert es aber bei Rainer Vogel, Bürgermeister von Woltersdorf, kräftigst. Schon die Spenden für das 2011 ins Wasser gefallene Sommerfest auf der Maiwiese, wurden von Vogel nicht dargestellt, eine mündliche Aussage ohne Nachweise war alles, was er brachte. Ebenso verhielt es sich mit dem Sommerfest 2012, auch hier brauchte es unzählige Ermahnungen der Gemeindevertreter doch endlich eine Abrechnung auf den Tisch zu legen. Bis zum Abend des 22. Januar 2013, ein halbes Jahr brauchte es, bis sich der Bürgermeister von Woltersdorf in der Lage sah, so etwas wie eine Rechnungslegung zu fabrizieren.

Hier des Bürgermeisters Rechnungslegung:

Abrechnung Sommerfest 2012:
Einnahmen: Bis 17.12.2012
Spendeneinnahmen Konto Rathaus
16.295,00
Nachgeschobene Rechnung der GWG vom Kämmerer überwiesen 3.200,00
Summe 19.495,00
Ausgaben: über Konto bezahlte Rechnungen
Bis 11.12.2012
19.416,27
Rest Kassenbestand 78,73
Ausgaben, die als Sachspende abgerechnet worden sind
(Gagen für die Bands, Technik, Feuerwerk, Essen und Trinken
für die Helfer, Container, Material u.ä.) Stand 17.1.2013
6.849,40
Gesamtkosten
Sommerfest
26.265,47

Schon bei den Einnahmen keine Klarheit, wie setzen sich die Spendensummen zusammen? Was bedeutet nachgeschobene Rechnung, was steht in der Rechnung alles drin? Was soll uns der Satz sagen: Ausgaben, die als Sachspenden abgerechnet worden sind? Waren die Bands, das Feuerwerk, die Technik, Essen usw. alles Sachspenden?

Die Abrechnung ist keine Abrechnung, das ist buchhalterisches Niemandsland. Mit der Addition liegt unser Bürgermeister Vogel wohl auch auf Kriegsfuß. Er kommt auf 26.265,47 €, richtig kommt 26.265,67 € heraus. Das sind nur 20 Cents, aber ein Beweis für die unsaubere Arbeit unseres Hauptverwaltungsbeamten und wirft doch die Frage auf, ist der Bürgermeister überhaupt fähig Abrechnungen zu gestalten?

Dieses Sommerfest ist immer wieder ein Reibungspunkt in der Gemeinde. Vogel versuchte wieder einmal, zum ungezählten Male zusätzliche 4000 Euro zu ergattern. Das Ansinnen des BM wurde zurückgewiesen. Was ihm, wie immer veranlasst zu behaupten, es gäbe keine weitere Gemeinde weit und breit, die sich nicht an ihrem Sommerfest beteilige. Hier unterliegt der Bürgermeister einem Irrtum, unsere Gemeinde beteiligte sich, laut Abrechnung für 2012 mit 3.200 Euro von der GWG einem Eigenbetrieb der Gemeinde Woltersdorf. Es wird wohl noch mehr gewesen sein, denn so Vogel, laut Werkvertrag bekommt er von der GWG 6000 Euro fürs Sommerfest und auf die wird er nicht verzichtet haben, da kommen wir schon auf über 9.000 Euro.

Das Fest 2013 wurde vom Bürgermeister ausgeschrieben, es gäbe geringes Interesse. Erst auf Nachfrage gab er zu, dass es einen Interessenten gibt. Jens Mehlitz meinte, er habe so erfolgreich Spenden gesammelt, dass er davon ausgehe, dass es dieses Jahr wieder so wird. Vogel erwiderte, er brauche das Geld von der GWG und die 4000 Euro, Spenden sind keine Finanzierungsbasis. Monika Kilian (SPD) fragte, was streichen wir dafür im Haushalt? Dieter Gresse (WBF) beglückwünschte den Bürgermeister für seine Ausdauer, die geforderte detaillierte Abrechnung zu verschieben. Dass, was jetzt vor ihm liege, sei eine Frechheit, daraus können wir nichts ableiten. Holger Dymke (SPD) sagte, es sei sein Wunsch gewesen, eine differenzierte Aufrechnung zu bekommen. Vogel frech, die können Sie bei mir einsehen. Jens Mehlitz meinte, diese Abrechnung sei ein Horror, damit fühle er sich verkackeiert. (Anmerkung: Die letzten Redner brachten es auf den Punkt, wir alle fühlen uns auf den Arm genommen.