Zwei, die Brüder sein könnten

Sachsen heute
Einen Galgen trugen sie in den ausgestreckten Händen, hoch über ihren Köpfen. Dresden, Pediga, Galgen. Monströs, absurd? Mit uns geläufigen Erfahrungswerten nicht fassbar, somit unmöglich, ab damit in die Ecke der Spinner und der Ewig zu kurz Gekommenen. Das verführt dazu, dieses Bündnis nicht ernst zu nehmen. Besser wäre es, diese Leute genau im Auge zu behalten. An die 9000 aktive Anhänger soll Pediga auf die Beine bringen. Die wären kein Problem. Ihre unzähligen Sympathisanten sind es, um die sich die Politik kümmern sollte. Die kämen im Traum nicht auf die Idee, einen Galgen aufzustellen. Solches Ansinnen würden sie weit von sich weisen, sind aber der Überzeugung, dass die Galgenträger recht haben. Diese Sympathisanten müssen überzeugt werden, dass sie sich auf einen gefährlichen Weg begeben. Dem harten Kern sollte die Grundlage entzogen werden sein Unwesen zu treiben. Für solche Galgen-Demonstrationen darf es keine Erlaubnis mehr geben.

damals im Deutschen Reich
Am 17. August 1935, fordert SS Obergruppenführer Heydrich von den örtlichen Gestapo-Stellen Material für eine zentrale Judenkartei.
Am 24. Oktober 1934 ordnete die Geheime Staatspolizei in einem Telegramm die „reichsweite Erfassung“ aller homosexuellen Personen an.

Thüringen heute
Im Herbst 2015 möchte die AfD Thüringens Homosexuelle zählen lassen. Die AfD Abgeordnete Corinna Herold stellte eine dementsprechende Anfrage im Thüringer Landtag. Die Liste soll aufzeigen, wie viele Homo, Bi- und Transsexuelle in dem Ländle leben. Obendrein möchte sie wissen, warum dieser Personenkreis als besonders schutzbedürftig eingestuft wird.
Vom Zählen bis zum Registrieren ist es nur noch ein klitzekleiner Schritt. Kommt danach vielleicht der Wunsch nach einer Sittenpolizei?

Zukunft
Lassen die Wölfe die Masken fallen?

  1. petruschka

    Wie wahr, man könnte Angstbekommen, wenn man diese Leute sieht. Egal welche Meinung man zu den vielen Flüchtlingen hat, das was sich in Dresden zusammenbraut ist fürchterlich. Die Schilder, die Kommentare, au weia

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