Weinbergkids – Garderobe im Container

Ungefähr seit Juli 2012 wird die Kita „Weinbergkids“ mit 106 Kindern von der Gemeinde Woltersdorf ohne Betriebserlaubnis betrieben. Die hat es nie gegeben, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist. Es gilt als wahrscheinlich, dass 2012 nicht einmal eine Brandschutzabnahme für die wilde Kita erfolgte. Die Gemeinde hat damit, im Falle eines Brandes, die Gesundheit und das Leben von weit über 100 Menschen gefährdet. Eine Einsichtnahme meinerseits in das angeblich vorhandene Brandschutzgutachten wurde vom Bürgermeister und dem Landkreis torpediert, wobei es beide Behörden nicht störte, dabei ein anderes Gesetz (AIG) zu missachten. Das muss jetzt der Datenschutzbeauftragte des Landes klären.

Jedenfalls gab es in diesem Jahr eine Brandschutzabnahme und die Androhung die Kita zu schließen, womit 106 Kinder keinen Betreuungsplatz mehr hätten. Von den Mitarbeitern ganz zu schweigen. Der Landkreis gab eine Gnadenfrist bis zum 31. Juli 2014. Um die offenliegenden Mängel abzustellen, werden 25.305,00 Euro gebraucht. Für die Bauantragsunterlagen zur Nutzungsänderung veranschlagt das Planungsbüro 11.305 TE, die Prüfung des Brandschutzkonzeptes schlägt mit 2.000 Euro zu Buche. Für die Auslagerung der Garderoben sollten zwei Container für 9.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren angemietet werden. Die Installation einer geforderten Hausalarmanlage kostet 3.000 Euro.

Mit dem Bauantrag und den dann beginnenden Umbauarbeiten kommen neue Kosten in noch nicht bekannter Höhe auf die Gemeinde zu. Sicher scheint zu sein, dass die Kita „Weinbergkids“ dann nur noch eine Betriebserlaubnis für 85 Kinder bekommt. Nach den bisher bekannten Zahlen müssen dann 21 Kinder einen anderen Betreuungsplatz bekommen. Wo, unsere anderen Kitas sind schon jetzt ausgebucht. Da kommt ein weiteres Problem auf Woltersdorf zu.

Die Container sind inzwischen da, sie werden als Garderobe genutzt und es wird in der Kita gewerkelt.