Was macht den Hannes Langen?

Ohne Datum, ohne Gruß, ohne Namen, so kam der Brief dieser Tage bei mir an. Das Schreiben zitiere ich einmal und versuche darauf einzugehen.

Zitat: „Ist Ihnen nicht aufgefallen, das der Langen schon seit über 4 Monaten nicht mehr da ist. Wer zahlt das eigentlich? Die Gemeinde zahlt doch Krankengeldausfall.

Warum berichtet die Bürgermeisterin darüber nicht?

Denke mal, da wird die Gemeinde Woltersdorf wieder über den Tisch gezogen und einer lacht sich ins Fäustchen. Da sollten Sie mal schreiben und recherchieren. Keiner und nichts fällt auf, da hat doch keiner Arbeit.“

Antwort
Hannes Langen ist schon viel länger krank, schon als sich Anfang 2015 Rainer Vogels Krankheit abzeichnete, die den Ärmsten zielgenau in den Ruhestand schleuderte, litt Langen wohl darunter. Seit der Zeit freute sich die Gemeinde, wenn es der Gesundheitszustand unseres (damals) Doppel-Amtsleiters ihm erlaubte, sporadisch seine Dienststelle aufzusuchen. Schon 2014 hoffte ich bei Langen auf ein gesundmachendes Wunder.
Wer zahlt das alles? Nun ja, wie es so üblich ist der Arbeitgeber und die Krankenkasse. Schauen Sie einmal in die Besoldungsliste, wie so ein Amtsleiter eingestuft ist, dann können Sie sich ausrechnen, wie teuer das der Gemeinde zu stehen kommt.
Die Bürgermeisterin berichtet nichts darüber, weil Personalsachen nicht öffentlich verhandelt werden.
„Nicht öffentlich“, das sind die Angelegenheiten, die den Bürger einen feuchten Kehricht angehen, wie beispielsweise Grundstücke. Oder kennen Sie ein gemeindeeigenes Grundstück, das öffentlich angeboten wurde? Nein! Ich auch nicht. Das ist aber durchaus richtig und gerecht, die Bürger von Woltersdorf hievten ja ihre Kumpels in die Gemeindevertretung, von denen sie sich etwas erhofften. Klappt’s nicht, hilft kein Klagen, immer dran denken, ihr habt es so gewollt, es gab auch andere Optionen.
Nein, die Gemeinde wurde zu keinem Zeitpunkt über den Tisch gezogen. Rainer Vogel wurde als Bürgermeister von Woltersdorf gewählt, nebenbei, der kostet uns nach den paar Jährchen auch eine richtige Stange Rente. Bitte nicht klagen, den wolltet ihr ja auch haben, auch hier gab es andere Optionen, wenn auch nichts Gescheites.
Zurück zum Thema über den Tisch ziehen. Rainer Vogel wurde die, von der Gemeindevertretung, in einem Anfall von Hellsichtigkeit entzogene Erlaubnis Personal einzustellen in einem Moment tiefster Umnachtung wieder erteilt. Damit wurden bei dem unerfahrenen Vogel die Zügel losgelassen. In Folge der verwünschten Entscheidung der Gemeindevertreter konnte Rainer Vogel den Bewerber Hannes Langen einstellen. Hier kommt der Knackpunkt, Hannes Langen gab in einem Interview einer Regionalzeitung klar und deutlich zu verstehen, das er keine Ahnung von dem Job habe. Trotz seiner Warnung wurde er eingestellt. Wegen Unfähigkeit kann er also nicht entlassen werden, die Gemeindevertreter wurden ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht.
Wegen seiner unendlich langen Krankheit kann Langen auch nicht abgeschoben werden, schließlich hat ihn der Bürgermeister und die Gemeindevertretung, trotz seines Unvermögens, eine zweite Amtsleiterstelle aufgehalst. Ein Arbeitgeber, der so etwas macht, mischt sich selber das schlechteste Blatt, jedenfalls vor dem Arbeitsgericht. Da hat die Gemeinde jede Chance selbst verspielt.
Was bleibt? Langen hat einen Festvertrag, er ist einige Jahre im Amt. Da kann unsere Gemeindevertretung nur hoffen, dass es einem guten Anwalt gelingt, einen für beide Seiten genehmen Auflösungsvertrag auf den Tisch zu legen.

  1. Theo Mütze

    Der eine tanzt und der andere lässt sich auf der Nase herumtanzen – das passt zu unserer Gemeinde.

    Der Herr Langen muss mal dringend zum Amtsarzt geschickt werden- der Doc macht sogar müde Männer munter oder schickt sie endgültig in den Ruhestand.

    Oder liegt der Herr Langen bei dem Dr. Vogel auf der Couch ? – dann besteht tatsächlich keine Hoffnung mehr für den Ärmsten.

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