Schlagwort-Archive: Denkmale

Eine Partei mit geschichtlichem Defizit

Unsere Roten haben endlich ihren Widerstandskämpfer, in dem Fall – Karl Holzfäller. Endlich können sie alle Welt, bis an Woltersdorfs Grenzen, zeigen, die Kommunisten haben gegen die Nazis gekämpft und Die Linke als seelenverwandter Nachfolger würdigt das gebührlich. Leider mit Schönheitsfehler, Karl Holzfäller wurde am 5. Januar 1945 zum Tode verurteilt und nicht wie Die Linke auf ihrer Webseite ganz allgemein schreibt 1943, kein Monat, kein Tag. Irgendwie sieht’s hingeklatscht aus, als wenn’s dem Schreiber sonstwo vorbeiging. Weiterlesen

Gedenken an Karl Holzfäller

130 Jahre Karl Holzfäller
Heute, vor 130 Jahren, am 5. Februar 1884 wurde Karl Holzfäller im pommerschen Köslin geboren. Er führte ein bewegtes Leben in einer bewegten Zeit, die der Welt zwei große Kriege bescherte. Politisch betätigte er sich bis 1928 in der KPD. Holzfäller kam 1931 nach Woltersdorf und lebte hier bis zum 11. Novemver 1943, wo er wegen Abhören von Feindsendern verhaftet wurde. Im Januar 1945 verurteilte der Volksgerichtshof Potsdam Karl Holzfäller zum Tode. Weiterlesen

Die Akte Karl Holzfäller

Karl Holzfaeller WoltersdorfWarum wurde die Andreas-Hofer-Straße in Karl-Holzfäller-Straße umbenannt? Mit der Frage endete mein erster Artikel über Holzfäller. Die Antwort fand ich in öffentlichen Archiven. Karl Holzfäller hat bis zu seiner Verhaftung am 11. November 1943 durch einen Woltersdorfer Gendarm in der Andreas-Hofer-Straße 5 gelebt. Es fanden sich noch die Anklageschrift, das Todesurteil und ein Fotos von ihm an. So scheint es mir notwendig die Geschichte, soweit mir bis jetzt bekannt, fortzuschreiben.

Holzfäller war von 1915 bis 1918 Soldat und wurde mit dem EKII ausgezeichnet. Er trat 1918 der neu gegründeten KPD bei und blieb Mitglied dieser Partei bis 1928. Er hatte dort die Funktion eines Zellenleiters inne. In den Jahren von 1924 bis 1932 war er Stadt- und Bezirksverordneter in Berlin und wohnte am Markgrafendamm. Nach Woltersdorf zog er 1931. Weiterlesen

Karl Holzfäller

Karl Holzfaeller Woltersdorf
Es gibt in Woltersdorf eine Straße, die seinen Namen trägt und es gibt im Ort ein Grab mit seinem Namen. Am 12. Dezember bekam die Grabstelle einen neuen Grabstein aus dunklen Stein von der Kriegsgräberfürsorge. In weißen Druckbuchstaben steht darauf, Karl Holzfäller von 1884 bis 1945. Wer war der Mann, der dort beerdigt wurde? Gehen wir in der Zeit zurück bis Anfang Januar 1945, dem letzten Monat seines Lebens. Am 5. Januar 1945 wurde er vom Volksgerichtshof (VGH) Potsdam zum Tode verurteilt:

Zitat aus dem Urteil: „Der Angeklagte Holzfäller hat im Oktober 1943 dem Wehrmachtsangehörigen Niendorf gegenüber Äußerungen kommunistischer Prägung getan, Weiterlesen

Gemeindevertretung Teil 2 – Dezember 2013

Punkt 6. Wahl der Gemeindevertretung Woltersdorf am 25. Mai 2014 – Einteilung des Wahlgebiets. Sigrid Weber erläuterte, dass vor jeder Wahl ein Beschluss über die Anzahl der Wahlkreise gefasst werden müsse. Sie plädierte für einen Wahlkreis, weil sie damit in der Vergangenheit gute Erfahrungen machte. Der Antrag wurde angenommen.

Punkt 7. Wahl der Gemeindevertretung Woltersdorf am 25. Mai 2014 – Berufung der Wahlleiterin und ihrer Stellvertreterin. Frau Weber wurde wieder zur Wahlleiterin gewählt und Frau Wolf zu ihrer Stellvertreterin.

Punkt 8. Diskussion und Beschlussfassung über Zahlungen (Erfrischungsgeld) an Mitglieder der Wahlvorstände anlässlich der Wahlen im Jahr 2014. Sigrid Weber erklärte, sie möchte das Erfrischungsgeld erhöhen. Das schlüsselt sich wie folgt auf. Weiterlesen

Rüdersdorf zeigt Verantwortung für seine Denkmale

Denkmal Rüdersdorf
Vor zwei Jahren stieß ich auf das Kriegerdenkmal in Alt-Rüdersdorf. Schlimm sah es aus und die Rüdersdorfer machten sich Gedanken, wie sie das Denkmal retten können. Der Bürgermeister und die Gemeindevertreter unserer Nachbargemeinde haben zwischenzeitlich den Entschluss gefasst, Nägel mit Köpfen zu machen, heißt das Denkmal für die Nachwelt zu restaurieren. 65.000 Euro sind bereitgestellt, Weiterlesen

Der beschämende Streit ums Fidusdenkmal

Ehrenhain konnte ich da lesen und weiter zitiert aus Die Welt vom 13. 0. 2013: „Wir waren und sind als militärische Führer verantwortlich für die Einsätze, in denen unsere Kameraden ums Leben kamen“, sagt der Kommandeur Generalleutnant Hans-Werner Fritz. „Deshalb sehen wir es jetzt auch als unsere Aufgabe, einen würdigen Platz für das Gedenken zu schaffen.“ Weiter kann ich dort lesen: …Dort sollen auch Angehörige von Soldaten, die im Dienst in der Heimat gestorben sind, die Möglichkeit bekommen, Erinnerungsorte zu schaffen. Die Gedenkstätte ist aber nicht nur für Hinterbliebene. „Zugleich soll für die Öffentlichkeit ein Ort der Erinnerung an jene entstehen,…“

Da wird in Geltow bei Potsdam für rund zwei Millionen Euro Weiterlesen

Bauausschuss Teil 1 – August 2013

Die Tagesordnung wurde geändert, Punkt 9, für die Krokodilsbucht sollte nun kein Beschluss gefasst werden.

Punkt 4. Bericht des Amtsleiters. Hannes Langen fasste sich kurz. Es gab auch nichts Neues zu berichten. Geben wir’s im Telegrammstil wieder. Der Stolperweg soll im nächsten Bauausschuss vorgestellt werden, die Mehrzweckhalle ist im Plan, Richtfest soll am 20.09 sein. Die Regenentwässerung Schulhof ist fertig. Renovierungsarbeiten an den Treppenhäusern in den bunten Häusern der Grundschule erledigt. Die neue Reinigungsfirma für die Schule arbeitet gut. Elektriker – Netzentflechtung Maiwiese und Aussichtsturm sind am 12. August angelaufen. Weiterlesen

Volkstrauertag am Fidusdenkmal

Volkstrauertag – erstmalig seit 67 Jahren bekommt das aus seinem Dornröschenschlaf erwachte Kriegerdenkmal, auch Fidusdenkmal genannt, Besuch. Der Verschönerungsverein, der am Volkstrauertag die Gräber bekannter Woltersdorfer und das dem Denkmal für die Gefallenen auf dem Friedhof schmückt, legte vertreten durch Gisela Schuldt, Norgard Kreiser und Brigitta Viethe einen Blumenstrauß nieder.

Das Denkmal für die Gefallenen Weiterlesen

Wieder ein Jahr vergangen und nichts geschehen

Am 9. September wurde in der Bundesrepublik der „Tag des offenen Denkmals“ begangen. Gehofft habe ich, dass sich unsere Gemeindeverwaltung unseres Denkmals in der Schleusenstraße annimmt. Es sollte ja noch dieses Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Man sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, hier in Woltersdorf ist es anders, hier wird sie gar nicht erst geboren. Für dieses Denkmal fühlen sich weder Verwaltung noch Gemeindevertretung zuständig, ab und zu ein paar hohle Worte, mehr kommt nicht rüber. Bloß keinen Cent für das Denkmal ausgeben, mag dabei ruhig das Gedenken an die Deutschen, die ihr junges Leben für auf Befehl hingeben mussten, unter den Tisch fallen.