Artikel-Schlagworte: „Arbeit“

Sozialhilfe – Hartz IV

Mittwoch, Februar 17th, 2010 von Bernd

Mit seinen Sprüchen zur Sozialhilfe hat Guido Westerwelle eine große Welle angeschoben. Seine Frage, wer soll das bezahlen, ist richtig und muss von Parteien, die immer mehr Geld für die Hartzer fordern, beantwortet werden. Von unseren Steuern werden für soziale Leistungen pro Jahr ungefähr eine Billon Euro ausgegeben, das macht pro Person an die 12.500 Euro im Jahr. Das ist ein schöner Batzen Euros und die, die Zahlemann sind, wollen wissen, warum sie immer mehr blechen sollen.

Der Mensch der arbeitet, findet immer weniger in seiner Lohntüte. Steuern, Abgaben, Krankenkassen, Mieten, Nebenkosten, Preissteigerungen an allen Ecken und Kanten fressen immer neue Löcher in das Einkommen. Immer mehr Arbeiter, die Steuern zahlen, sehen am Zahltag, es hat sich nicht gelohnt dafür aufzustehen. Vergleicht der Arbeiter sein Einkommen mit dem eines der vom Sozialamt lebt, sieht er, er ist der Dussel. Er verdient, wenn er Glück hat vielleicht 100 Euro mehr als der, der den ganzen Monat zu Hause bleibt. (weiterlesen…)

Die Frikadellen des Bauverbands Westfalen

Dienstag, Oktober 13th, 2009 von Bernd

Es war einmal vor langer Zeit, da gab es ein Boss und eine Praktikantin – Bill Clinton und Monika Lewinski und eine Geschichte.

Der Geschäftsführer des Bauverbands Westfalen ist erst seit einer gut übersehbaren Zeit im Dienst. Er wurde in der Zeit von der alten Sekretärin eingearbeitet und wie ich aus einem Kommentar erfahren habe, arbeitete er eine  Praktikantin ein. (weiterlesen…)

Frikadellen Kündigung zurückgezogen

Montag, Oktober 12th, 2009 von Bernd

Dem Bauverband Westfalen müssen wohl die Wellen der Empörung nicht bekommen sein. Spiegel-Online berichtet, dass Magdalena H. offensichtlich weiter beim Bauverband jobben darf. Mein Rat, sie sollte in Zukunft immer leicht überfressen zur Arbeit gehen, mit vollem Bauch jucken einem Bouletten nicht.

Was passiert eigentlich mit dem Chef des Bauverband Westfalen, der seinen Laden für Jahrzehnte lächerlich gemacht hat? Sein Verhalten sollte mit einem HartzIV Ticket belohnt werden, meine ich.

Nachtrag 17.15 Der Boss hat sich in einem offenen Brief entschuldigt und sucht nach einer verträglichen Lösung, denn die Kündigung bleibt bestehen. Meine Lösung steht einen Absatz höher.

Weitere Artikel zum Thema:
Die Frikadellen des Bauverbands Westfalen
Gekündigt vom Bauverband Westfalen und unter dem Tag “Arbeit”

Gekündigt vom Bauverband Westfalen

Freitag, Oktober 9th, 2009 von Bernd

Die Kündigungsgründe werden immer grotesker, widerlicher. Nicht einmal Lächerlichkeit ist den Unternehmern peinlich, wenn sie die Möglichkeit haben im Betrieb grau gewordene Mitarbeiter vor die Tür zu setzen. Über einige habe ich hier berichtet. Bauverbands-Geschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop hat nun alle getopt.

Da gibt es in Deutschland zwei Frauen denen soll der Stuhl vor die Tür gesetzt werden; ihr Verbrechen, sie haben am kaltem Buffet genascht. Eine von den beiden, mit 25 Jahren beim “Bauverband Westfalen” angefangen, nun lasten 59 Jahre auf ihrem Buckel, (weiterlesen…)

Emmely und kein Ende

Mittwoch, Juli 1st, 2009 von Bernd

Emmely kann ihren Fall vielleicht vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt verhandeln lassen. Sie hatte Beschwerde eingereicht gegen einen Beschluss des Landesarbeitsgerichts. Das Landesarbeitsgericht Berlin hatte keine Revision dagegen zugelassen. Ganz tolle Rechtsprechung kann man da nur sagen, was die Richter sich wohl dabei gedacht haben? Emmely soll 1.30 Euro Pfandbons bei Kaiser’s geklaut haben, nach 30 Jahren Betriebszugehörigkeit. Das war Kaiser’s eine fristlose Kündigung wert, da fragt man sich, haben die sich was dabei gedacht? Das werde ich wohl nie erfahren, geh ich doch seit dem nicht mehr bei Kaiser’s einkaufen.

Unter dem Titel “ich, du, er-sie-es, wir, ihr, sie haben geklaut” habe ich hier davon berichtet.

Lohnverzicht macht konkurrenzfähig

Montag, April 20th, 2009 von Bernd

Englische Manager wiesen ihre Bergleute auf deren belgische Kollegen hin, die nicht mehr Lohn verlangten und nicht mehr Lohn erhielten, als gerade nötig, um für ihre Masters zu leben. Die englischen Grubengesellschaften müßten nun ihre Arbeiter auf deren Lohnniveau drücken, um konkurrenzfähig bleiben zu können.

(weiterlesen…)

Oh,Weh! Mein Brotaufstrich ist weg

Dienstag, März 10th, 2009 von Bernd

Da wird einer Kassiererin wegen zweier Pfandbons gekündigt, die sie vielleicht genommen hat, vielleicht auch nicht. In Italien ist letztens eine Arbeiterin entlassen worden, weil sie beim werkeln zu laut gesungen hat. Nun sollen sich zwei Mitarbeiter einer Bäckerei-Kette auf ihre Schrippen den Brotaufstrich ihres Brötchengebers gekratzt haben. Mann, oh Mann was für ein Verbrechen! Den Leuten müsste man doch glatt die Pfoten abhacken, treiben sie doch einen, der sein Vermögen in einem Menschenleben nicht mehr verprassen kann, fast in den Ruin. Pfui Spinne! (weiterlesen…)

ich, du, er-sie-es, wir, ihr, sie haben geklaut

Sonntag, März 1st, 2009 von Bernd

Da soll eine Frau, die bei der Lebensmittelkette Kaiser’s seit über 30 Jahren beschäftigt war, geklaut haben, sage und schreibe 1,30 Euro. Die Betonung liegt auf soll, Beweise gibt es nicht, nur einen Verdacht. (weiterlesen…)

Ick geh zum Arbeitsamt

Montag, Februar 16th, 2009 von Bernd

Also ich bin ohne Arbeit, brauche dringend einen Job. Das kann ja nu nich so schlimm sein, denke ich. Schließlich habe ich ja einen Beruf, bin Maler und kann meins. In der Zeitung stand nich viel drin, ist ja jetzt auch Winter. Ick hab aber einen Computer und so dauert es nich lange und ich habe die Seite vom Arbeitsamt gefunden. Die nennen sich ja nu vornehm – Agentur für Arbeit. So tippe ich denn frohgemut und voller Erwartung meinen Wunsch ein, Maler sucht Arbeit. Baff vor Freude sah ich unzählige Stellenangebote auf dem Bildschirm auftauchen. Nun denn, Kugelschreiber und Bleistift gesucht und dann kann das Aussuchen losgehen. Meine Nase wurde immer länger, da war nicht eine einzige Stelle, die von dieser komischen Agentur direkt angeboten wurde. Die vielen Angebote wurden alle von privaten Arbeitsvermittlern auf den Seiten der Agentur angeboten. Da stand’s denn Schwarz auf Weiß, bring mir einen Vermittlungsgutschein über 2500 Euro und du kannst von mir einen Job vermittelt bekommen. Komisch, denke ich noch, früher haben die Angestellten des Arbeitsamtes das alleine gemacht, die brauchten keine teuren Zwischenhändler. Naja, geht es mir durch den Kopf, alles ändert sich mit der Zeit. So machte ich mich denn auf den Weg zu meiner Agentur für Arbeit, die war auch leicht zu finden, hatten sie doch das protzigste Gebäude weit und breit. Massenhaft quirlten dort emsige Bienen durcheinander und schleppten Akten von einem Zimmer zum nächsten. Nach einer erträglichen Wartezeit wurde ich dann verarztet, anders kann man es wohl nicht nennen. Zuerst klärte man mich mal auf, die Agentur für Arbeit ist nicht dazu da, um jemanden einen Job zu vermitteln, sie sollen dem Arbeitssuchenden dabei nur behilflich sein. Das reichte mir, mehr als ihre Hilfe wollte ich ja auch nicht. Nun kam aber der Hammer, sagt der Kerl doch glatt zu mir, um einen Vermittlungsgutschein zu bekommen, muss ich erst einmal zwei Monate arbeitslos sein. Da bin ick erst mal raus und musste mich ganz schnell hinsetzen und nachdenken. (weiterlesen…)

Praktikum zu vergeben!

Dienstag, Februar 10th, 2009 von Bernd

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Sklaverei abgeschafft. Das war eine der großen Leistungen in der Menschheitsgeschichte. In unserem schönen Ländle dagegen wurde sie wieder eingeführt. Sie hat nur einen anderen Namen erhalten, einen klangvolleren – Praktikum.

Einst haben große und kleine Betriebe Lehrlinge gesucht, ausgebildet und für die Ausbildung wurde vom ersten Tag an eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Das hat sich geändert, heutzutage verlangen fast alle Firmen zuvor ein Praktikum. In der Zeit können sie die Kandidaten für eine Lehrstelle erst einmal auf Herz und Nieren testen. “Drum prüfe, wer sich ewig bindet”, so lautet ja auch ein Sprichwort und daran halten sie sich, die Unternehmer. Natürlich kann man für eine solche Testphase kein Gehalt oder Taschengeld zahlen, aber das versteht sich ja wohl von selbst, oder? So schuften denn Landauf – Landab unzählige Praktikanten, für Firmen aus allen Branchen, für Null Euro im Monat. (weiterlesen…)