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Choriner Musiksommer 2010

Sonntag, August 29th, 2010 von Angelika

Chorin Musiksommer 2010Der Choriner Musiksommer ist für dieses Jahr zu Ende. Wir waren noch einmal da, Samstag Abend zum vorletzten, dem 14. Konzertes, wollten uns noch einmal mit klassischer Musik pur and live verwöhnen lassen.

Das Brandenburgische Staatsorchester unter Leitung des Dirigenten Howard Griffiths spielte auf. Es startete flott mit der Ouvertüre zum “Babier von Sevillan” von Gioacchino Rossini. (weiterlesen…)

Stasi Vortrag in St. Michael

Sonntag, August 29th, 2010 von Angelika

Wie kommen Sie nur auf die Idee, ein Spitzel zu sein? Nein, wir vom Ministerium für Staatssicherheit tun uns niemals mit Spitzeln zusammen. Wir arbeiten immer nur mit ehrlichen Menschen, niemals mit Lügnern und Denunzianten. So beantwortete ein Stasi Offizier die Frage eines neu angeworbenen Informellen Mitarbeiters (IM): Nun bin ich wohl ein Spitzel? Die Antwort zeigt deutlich das verquastete Weltbild derjenigen, die für den einst weltweit größten Geheimdienst alles und jeden bespitzelten.

In der gutbesuchten Woltersdorfer St. Michael Kirche (weiterlesen…)

Credo für den Baum

Montag, August 9th, 2010 von Angelika

In den letzten Tagen lese ich ständig von riesigen Bränden und verheerenden Flutkatastrophen. Es brennen Russlands Wälder und Moskau versinkt im giftigen Smog von Schwellbränden der umliegenden Moore. Einst trockengelegt, um Torf stechen zu können, sind sie jetzt eine ständige Gefahr. Das Elend würde Moskau nicht heimsuchen, wären die zundertrocknen Moore geflutet worden, Zar Putin stemmte sich dagegen, wirtschaftliche Interessen gingen vor Vernunft. Die Moskauer bezahlen jetzt die Rechnung mit ihrer Gesundheit

Wie immer gehts schief, wenn der Mensch massiv in die Ökosysteme (weiterlesen…)

Konsequenz, ein schwierig Ding

Sonntag, Juli 18th, 2010 von Angelika

Es war heiß und ich war unterwegs, versuchte meine wöchentliche Einkaufstour zu bewältigen. Bei Schlecker stieß ich auf ein junges Paar, das zwischen den Regalreihen mit ihren zwei kleinen Kindern kämpfte. Der junge Vater hielt die Hand des Jüngsten, um die zwei Jahre, fest umklammert und versuchte lautstark den Zweiten, gut doppelt so alten, freilaufenden Bruder im Zaum zu halten. Bekam er für einen kurzen Moment den Großen in Griff, streckte der Kleine die andere, ungebändigte Hand in ein Regal und wuselte durch das dortige Warensortiment.

Vater hielt nicht lange durch, er kapitulierte (weiterlesen…)

Hitze, Brunch, Kloster Chorin

Montag, Juli 5th, 2010 von Angelika

Jule, die Freundin von Benjamin meinen Sohn, wurde 18 und volljährig. Wenn ich so zurückdenke als ich 18 wurde. Was hatte man damals noch für Vorstellungen und Ideen. Toll! Volljährig, Erwachsen, die Realität brachte uns schnell auf den Teppich zurück. Da hat sich nichts geändert, auch Jule und Benjamin schweben heute in höheren Sphären, dürfen sie auch, dass gehört dazu. Wir wurden für den Vormittag zum Brunch geladen. Jule arbeitete sich an einer kurzen Rede ab, während wir uns an einem Glas Rotkäppchen festhielten. Irgendwie hat sie die Tücken der freien Rede gemeistert und kam zum Ende, wir, die um sie im Kreis standen, klatschten und schwitzten. (weiterlesen…)

Choriner Konzert

Sonntag, Juni 20th, 2010 von Angelika

Endlich war es wieder so weit. Wir fuhren heute nach Chorin. Unser Einstieg in den Musiksommer begann mit dem 6. Konzert. Im frisch gekauftem Programmheft konnte ich lesen, dass dieses Jahr erstmals Oberstufenschüler aus dem Landkreis Barnim eingeladen waren. Das Ziel dieser Aktion ist es, Schüler an klassische Musik heranzuführen. (weiterlesen…)

Verrat

Mittwoch, Juni 9th, 2010 von Angelika

Zwei Nachbarn habe ich, der Eine ist mir Freund, der Andere ist mir Feind. Die Feindschaft habe ich geerbt, der, der mir das Haus verkaufte, gab sie mir umsonst dazu. Es gab bis heute ein Geheimniss: Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß. Der geerbte Feind konnte sich in zehn Jahren den Namen meines Partners nicht merken. Das war bisher ein Glück, so gingen seine letzten Anzeigen gegen ihn ins Leere.

Seit heute ist das Geheimnis kein Geheimnis mehr, (weiterlesen…)

Hornbachs Todesfalle

Montag, Mai 10th, 2010 von Angelika

Heute war ich bei  Hornbach in Vogelsdorf. Grünzeug für den Garten stand auf meinen Einkaufszettel. Suchen, finden, bezahlen, raus. Aufgeregtes Gepiepse und Flattern drang an mein Ohr. Ein Blick nach oben und da sah ich die Bescherung. Unter dem Vordach war ein feinmaschiges Netz gespannt, genau dort wo bis zum letzten Herbst Spatzen und Schwalben ihre Quartiere hatten. Jetzt zappelten die Vögel in der Falle, sie hüpften hilflos piepend auf Maschendraht und Dachträgern und versuchten der tödlichen Bedrohung zu entkommen. Ein Spatz hats nicht geschafft, er lag tot im Netz – verhungert, verdurstet,  ich weiß es nicht.

Besonders übel finde ich es, dass Hornbach (weiterlesen…)

Papa weg, was nun?

Sonntag, Mai 9th, 2010 von Angelika

Gehen Beziehungen auseinander, leiden auch die in der Gemeinschaft lebenden Kinder darunter. Solch einen Familien-Zusammenbruch gab es jetzt in unserer Familie. In Dresden kollabierte die kleine Familie meiner Tochter Janina. Sie kam mit ihren beiden Kindern Étienne (4) und Felicite (1) zurück nach Berlin, während Erik, der Vater, an der Elbe zurückblieb.

Angekommen im neuen Zuhause ergab sich schnell ein neues Problem. Étienne wollte wissen, wann kommt der Papa, (weiterlesen…)

Erste Frühlingstage

Montag, April 19th, 2010 von Angelika

Jedes Jahr am Samstag nach dem 12. April ist bei mir traditionell Grillen angesagt. So auch dieses Jahr. Der Termin rückte immer näher. Es war richtig kalt, so kalt, dass ich meine dicke Winterjacke aus dem Schrank kramte. Am Freitag Morgen waren die Autos mit Raureif überzogen. Na, dachte ich, dass kann ja heiter werden. Optimistisch, wie ich nun einmal bin, kaufte ich das Fleisch zum Einlegen und die anderen Kleinigkeiten, die zu einem Fest gehören. Es wurde Samstag Morgen. Ein Blick nach draußen, wieder waren die Autos leicht gezuckert. Oh je, nun müssen wir den Schuppen als Festsaal vorbereiten. Allerdings hat der den Charme eines Betonbunkers, seufzend schickte ich meinen Sohn los, Wärmestrahler zu besorgen. Er sorgte dann auch noch für ein bisschen Deko und meinte, es wird schon gehen.

Es wurde Mittags und das Wunder geschah. Mit der Sonne kam die Wärme und der Wind legte sich schlafen. Schnell schafften wir wieder alles nach draußen, der Grill wurde angeworfen. Meine restlichen Kinder mit Anhang trudelten bald ein und meine Enkelkinder rannten voller Begeisterung durch den Garten. Bald roch es verführerisch nach frisch Gegrilltem. Es wurde kräftig zugegriffen und dabei genoss man in vollen Zügen den Sonnenschein. Am Abend wurde dann unten am Wasser noch die Feuerschale angeheizt und in unseren Köpfen verbreitete sich Frühlingsstimmung. Es war mal wieder ein gelungenes Fest.

Es wurde so warm, dass mein mein Kirschbaum, der am Freitag noch kahl war, am Sonntag in voller Blüte dastand. Ein herrliches Bild.