Sozialausschuss April 2017 – Teil 2; Vereinsförderung, Sommerfest

Punkt 8: Beratung/Diskussion über eine mögliche Sportförderung in der Gemeinde Woltersdorf
Stefan Grams frate nach Meinungen und Vorschläge zu diesem Thema.
Monika Kilian fing mit der Vereinsförderung des Sportvereins an. Diese Förderung wäre nur zustande gekommen, da der Sportverein immer gejault habe, dass er keine Förderung bekomme. Früher wurden die Sportstätten gefördert. Monika Kilian fand, dass auf dieses System wieder zurückgegangen werden sollte.

Michael Hauke fand, dass der SV 1919 die Sportstätten pachten sollte, da er ja der Hauptnutzer wäre. Stefan Grams empfahl, auch darüber nachzudenken. Sebastian Meskes fand daran nicht so recht gefallen, da alle Sportstätten öffentlich sein müssten.

Steffen Niedersätz fand die Idee von Monika Kilian nicht schlecht. Der Verpachtung aller Sportstätten stand er skeptisch gegenüber, konnte sich aber vorstellen, dass der Sportplatz an den Sportverein verpachtet werden könnte. Stefan Grams gab zu bedenken, was passieren könnte, wenn der Verein nicht bezahlen kann, dann müsse die Gemeinde einspringen oder die Vereine zahlen einen Jahresobolus. Eine andere Möglichkeit wäre, dass vielleicht 50 TE für den Sportverein und 10 TE für das Kulturhaus „Alte Schule“ von Hause aus im Haushalt eingeplant werden. Den Vorschlag von Monika Kilian fand er allerdings auch spannend. Der sollte in Zusammenarbeit mit Synke Altmann mal durchgerechnet werden.

Punkt 7. Planung Sommerfest 2018
Jenny Loponen meinte, dass das Thema Finanzierung der weiteren Sommerfeste wichtig wäre. Sie stellte zur Diskussion, ob die Gemeinde einen Betrag für das Sommerfest in den Haushalt einstellt. Ohne eine Summe durch die Gemeinde wäre das Interesse von Veranstaltern an dem Sommerfest gering. Auch würde dadurch die Qualität des Sommerfestes steigen, da bessere Künstler gebucht werden könnten. Jenny Loponen kam bei einer Grobkalkulation für ein dreitägiges Sommerfest auf rund 24.700 Euro. Nach Abzug von Einnahmen blieben bei dieser Kalkulation 11.200 Euro offen. Die Gemeinde könnte 11 TE in den Haushalt einstellen. Zusätzlich sollten Spenden eingeworben werden, die dann mit den 11 TE verrechnet würden, sodass am Ende die Gemeinde nur zwischen 4.500 Euro und 5.000 Euro zugeben müsste. Margitta Decker bestätigte, dass das so gemacht werden kann, der Ausrichter habe dann eine Ausfallgarantie.

Monika Kilian plädierte dafür, erst einmal abzuwarten, wie das Fest dieses Jahr auf der Maiwiese finanziell abschließt und erst danach sollte überlegt werden, wie es weitergeht.

Michael Hauke fragte, ob die Firma Reich das Sommerfest für dieses Jahr nur gemacht habe, weil ihm vielleicht ein Haushaltsposten in Aussicht gestellt wurde. Jenny Loponen widersprach, es ginge dieses Jahr nur mit den eventuell eingehenden Spenden. Michael Hauke fand, da das Sommerfest auf der Maiwiese stattfindet, könnten doch die Gastronomie an der Schleuse auch etwas veranstalten. Jenny Loponen fand, dass das nicht angemessen wäre, eine Parallelveranstaltung an der Schleuse zu machen.

Sebastian Meskes erkundigte sich, wie lang die Vorlaufzeit für die Ausrichtung solch eines Festes wäre. Jenny Loponen meinte zwischen einem Dreiviertel bis einem Jahr. Allerdings sollte so ein Fest auch mit einem Ausrichter gestaltet werden, der so etwas schon öfter gemacht habe.

Silke Schindler fand, dass das Fest doch auf zwei Tage gekürzt werden könnte, das käme dann allen billiger. Jenny Loponen meinte nur dazu, dass der Freitag und Samstag die teuersten Tage wären. Der Sonntag, als Familientag, dagegen wäre sehr günstig.
Margitta Decker drängte auf ein Votum, das wäre sehr hilfreich bei den weiteren Verhandlungen.
Monika Kilian betonte noch einmal, dass sie erst das Sommerfest abwarten möchte.

Stefan Grams fasste zusammen und ließ über vier Fragen abstimmen.
1. Frage: Summe in den Haushalt als Ausfallbürgschaft einstellen. Es gab 4 Ja und 4 Nein-Stimmen also patt.
2. Frage: Konstrukt Sommerfest 2 Tage oder 3 Tage. Es wurde zuerst über 2 Tage abgestimmt. Die 2 Tage wurden mit 3 Ja und 5 Nein abgelehnt. Es bleibt bei dem alten Konstrukt.
3. Frage: Abwarten, wie das Sommerfest läuft und danach erst entscheiden. Dafür gab es 8 Ja-Stimmen, also einstimmig.
4. Frage: SV 1919 Woltersdorf soll das Sommerfest ehrenamtlich unterstützt und damit etwas zurückzahlt an die Gemeinschaft. 1 Ja, 5 Nein, 2 Enthaltungen.

Punkt 9. Wohnungsmarkt in der Gemeinde Woltersdorf/Mietkostenvergleich
Jenny Loponen trug vor, dass die Verwaltung beauftragt wurde, den Wohnungsmarkt der Gemeinde Woltersdorf zu begutachten und einen Mietkostenvergleich zu den anliegenden Gemeinden herzustellen. Da die Stadt Erkner in ihrem Konstrukt nicht zur Gemeinde Woltersdorf passe, wurde als Vergleichspartner die Gemeinde Schöneiche mit ähnlicher Struktur genommen. Für Schöneiche existiert schon ein öffentlicher Mietspiegel.
Die hier vorliegenden Zahlen wurden von der GWG für Woltersdorf geliefert. Sie beziehen sich auf 84 Wohnungen im geförderten Wohnungsbau und 142 frei Wohnungen in der Verwaltung der GWG. Die Kaltmiete im geförderten Wohnungsbau beträgt im Durchschnitt 6,10 Euro pro qm, im freien Wohnungsbau bei 20 Wohnungen 6,22 pro qm und bei 132 Wohnungen zwischen 5 – 7 Euro pro qm je nach Ausstattung.

Es wurde nachgefragt, ob sich ein Mietspiegel für Woltersdorf lohnen würde. Jenny Loponen vertrat die Ansicht, dass sich ein Mietspiegel immer lohnen würde, schaffe er doch Rechtssicherheit bei Miet-Streitigkeiten vor Gericht. Darüber müsse in der Gemeindevertretung entschieden werden, denn so ein Mietspiegel muss auch ständig fortgeschrieben werden. Silke Schindler und Sebastian Meskes fanden es sinnvoll, dass so ein Mietspiegel für Woltersdorf erstellt wird. Michael Hauke verstand nicht, dass für 152 freie Miet-Wohnungen so ein Aufwand betrieben werden soll. Jenny Loponen belehrte ihn, dass es sich bei den hier aufgeführten Wohnungen lediglich um Wohnungen in der Verwaltung der GWG handeln würde, in Woltersdorf gebe es viel mehr Wohnung, die privat vermietet werden.

Stefan Grams fragte wer so ein Mietspiegel erstellt, studentische Hilfskräfte, ein Büro oder die Verwaltung anhand der Unterlagen. Jenny Loponen verwies darauf, dass es ein qualifizierter Mietspiegel sein müsse, der auch vor Gericht bestand habe.

Teil 2/2