Sondersitzung Hauptausschuss Juli 2015; Kita Weinbergkids


Der Vorsitzende Sebastian Meskes stellte fest, dass die Abgeordneten nicht vollzählig waren, Wilhelm Diener (FDP) fehlte, aber aufgrund der Mehrheit beschlussfähig sind.

Stefan Grams wollte die Tagesordnung noch um einen Punkt erweitern, da er über das Sommerfest reden möchte. Das wurde abgelehnt und Sebastian Meskes machte den Vorschlag, dass nach der Sitzung öffentlich darüber gesprochen werden könne, sodass die Gäste auch dabei bleiben können. Dem wurde so zugestimmt.

Punkt 4. Diskussion und Bestätigung der Entwurfsplanung für die bauliche Erweiterung der bestehenden Kindertagesstätte „Weinbergkids“ (U-3-Förderung)

Gebäudemanager Siegfried Wendt erklärte, warum über diesen Punkt beraten werden muss. Das Planungsbüro Lippert und Neumann wurde am 23. Juni mit der Planung des Erweiterungsbaus für 30 Kinder unter 3 (U 3) auf dem Gelände der Kita „Weinbergkids“ beauftragt. Es wurde daran in Abstimmung mit der Kita und dem Landratsamt in Beeskow gearbeitet. Es kristallisierte sich dabei eine Variante heraus, von der, er, Siegfried Wendt hofft, dass die Abgeordneten dieser zustimmen werden. Es wurden dazu bisher keine Unterlagen verteilt, da Zwischenstände nur zu Irritationen geführt hätten.

Sebastian Meskes beantragte Rederecht für die Herren Lippert und Herrn Neumann vom Planungsbüro. Thomas Neumann erklärte nun anhand der mit dem Beamer an die Wand geworfenen Bilder die einzelnen Varianten.

In der Variante 1 wurde das zusätzliche Gebäude in dem hinteren Teil des Geländes schräg versetzt zum Hauptgebäude geplant. Der Nachteil dabei, es ginge zu viel Spielfläche verloren, da pro Kind eine Spielfläche von 3.5 qm zur Verfügung stehen muss. Auch die Abstände zu den angrenzenden Grundstücken wären problematisch.

Die Variante 2. Hier würde auf der linken Seite parallel zum Haupthaus ein Baukörper mit Walmdach errichtet werden. Im Erdgeschoss würde der Haupteingang sein. Außerdem würden dort 2 Gruppenräume, Büroräume, Nassabteilung mit Wickelmöglichkeiten sowie Nebenräumen untergebracht. Die Raumhöhe beträgt 2.85 Meter. Die Nebenräume können z. B. dafür genutzt werden, wenn ein Kind nicht schlafen kann oder krank wird. Von jedem Gruppenraum gelangt man über einen Balkon mit Außentreppe ins Außengelände. Auch die Grenzabstände zu den Nachbarn wären in Ordnung. Der Wermutstropfen bei dieser Planung sei allerdings, dass nicht alles im Erdgeschoss untergebracht werden kann. Aufgrund der Hanglage bot es sich an, ein Untergeschoss zu integrieren. Über eine Innentreppe vom Erdgeschoss aus gelangt man in den unteren Bereich. Dort befindet sich, ein Gruppenraum, ein Technikraum und Abstellfläche. Die Raumhöhe beträgt hier 2.60 Meter. Vom Untergeschoss geht es ebenerdig auf eine Terrasse, die teilweise durch den darüberliegenden Balkon überdacht wird, ins Außengelände. Der Rest des Gebäudes werde nicht unterkellert. Der Dachboden kann als Stauraum genutzt werden. Die Gesamtfläche des Erweiterungsbaus beträgt rund 200 qm.

Die Variante 3 war bis auf eine andere Dachkonstruktion, ein sogenanntes Pultdach, identisch. Bei dieser Konstruktion bestand die Möglichkeit mit Oberlichtern und ohne Decke zum Dach zu arbeiten und damit hohe Räume zu bekommen. Der Nachteil, hohe Räume sind wärmetechnisch unwirtschaftlich.

Bei der Variante 4 wurde der Erweiterungsbau parallel zur Weinbergstraße geplant. Das Problem bei dieser Variante ist der Haupteingang zur Kita. Der Eingang liegt in dem bestehenden Gebäude, sodass der Weg zum Erweiterungsbau nur durch verschiedene Räume und einem überdachten Durchgang erreicht werden könnte. Das erzeuge zu viel Unruhe, da es einen ständigen Durchgangsverkehr hervorruft.

Es schält sich die Variante 2 als optimaler Standort heraus. Der Haupteingang bleibt, wo er ist. Der Erweiterungsbau kann gut erreicht werden und es gebe keinen Durchgangsverkehr.
Karl-Heinz Ponsel interessierten die Kosten. Diese wurden von Herrn Lippert auf ca 631 TE brutto geschätzt, plus minus zehn Prozent.
Stefan Grams wollte etwas zu den Rettungswegen wissen.
Thomas Neumann erklärte, dass es in jeder Etage mindestens zwei Rettungswege geben wird. Im Erdgeschoss über den Balkon und im Haupteingang und Untergeschoss einmal über die Terrasse und durch die ebenerdigen Fenster sowie über die Innentreppe.
Stefan Bley wollte wissen, da es sich um ein relativ großes Gebäude handele, wie viel Spielfläche verloren ginge. Thomas Neumann bestätigte, dass Grünfläche wegfallen würde, aber da das Gesamtgelände sehr groß sei, könne im hinteren Teil ein Ausgleich geschaffen werden.

Monika Kilian erhielt Rederecht. Ihre Bedenken betrafen die Innentreppe, da Kleinkinder meistens getragen würden. Sie fragte, wo sich die Garderoben befinden. Antwort, im Erdgeschoss. Monika Kilian gab zu bedenken, dass es ziemlich problematisch werden würde, wenn die Erzieher mit Kindern auf den Armen mehrmals die Treppe rauf und runter müssten, wenn sie den Kindern Jacken usw. anziehen müssten, um ins Freigelände zu gehen. Es gab einen Zwischenruf aus dem Zuhörerraum, dass im UG nur Kinder von 3 Jahren untergebracht würden und die könnten sich schon alleine auf der Treppe bewegen..

Karl-Heinz Ponsel interessiert die Größe des Stauraumes unter dem Dach, Thomas Neumann meinte, dass es sich um einen Raum von maximal 3 mal 3 Metern handelt. Dann wollte Karl-Heinz Ponsel eine Wand im UG in den nicht unterkellerten Bereich verschieben, um mehr Abstellfläche zu erreichen. Er fragte nach den Mehrkosten. Die wurden von Thomas Neumann auf ca. 30 TE (Baukosten pro qm ca. 1.300 bis 1.500 Euro) Mehrkosten geschätzt.

Es wurde beschlossen, die Planungsunterlagen der Variante 2 einzureichen.