Sonder GV Teil 2 – Mai 2015; Rambazamba im Saal

Der Vorsitzende, Siegfried Bronsert erteilte Dr. Vogel das Wort. Dieser wollte eine Erklärung abgeben. Rainer Vogel ließ wissen, dass er die Versetzung in den Ruhestand beantragt und genehmigt bekam. Der Grund sei, dass es nicht abzusehen ist, wann sein Gesundheitszustand es zu lasse, seine Arbeit wieder aufzunehmen. Er scheide nicht gerne, aber er möchte aber die Stelle für einen Nachfolger freigeben. Er bedauerte weiter, dass es noch so viele offene Baustellen gebe, die er nun zurücklasse. Er werde seinen Job vermissen und dankte allen für die Zusammenarbeit und einigen Abgeordneten für die Unterstützung. Er sehe in der Neuwahl eine Chance, dass die zerstrittenen Lager aufeinander zugehen können. (Anmerkung: ich nehme an, sein Dank galt insbesondere seinem Führer des Mittelstandsvereins, der ihn dankenswerterweise allzeit wohl besonders stützte. Manchmal dachte ich, die beiden müssen eineiige Zwillinge sein).

Wilfried von Aswegen, nun wiedervereinigt mit „Unser Woltersdorf“, wollte auch eine Erklärung abgeben. Anfang 2015 habe er die Partei verlassen, da es unterschiedliche Auffassungen zum Umgang mit Menschen gab, aber keine Differenzen mit den Projekten im Ort. Am 26. Mai haben sie sich nun wiedervereinigt, da es eine unheilige Allianz zwischen Linke/Grüne, CDU/SPD und WBF gibt, die den Vorsitzenden der Gemeindevertretung abwählen wollten, um einen der ihren, nämlich Sebastian Meskes, zu installieren. Es gab auch den Versuch den Bauamtsleiter in Bedrängnis zu bringen, mit der Hoffnung, dass der dann, wie der Bürgermeister, das Handtuch werfen würde. (Anmerkung: UW ist keine Partei, sondern eine BI).

Sigrid Weber rief dazwischen, dass das nicht in den öffentlichen Teil gehören würde. Wilfried von Aswegen sah das anders und referierte ungeniert, hemmungslos weiter und rief das alles öffentlich sei. (Anmerkung: Das ehrt ihn. Transparenz ist immer gut).

Dann redete Aswegen etwas über die Kita und über die Anwohner der Schleusenstraße. (Anmerkung: Es gab einen regelrechten Tumult in dem von Aswegen mit erhobener Stimme versuchte weiter zureden. Ohne Erfolg.) Edgar Gutjahr forderte von Siegfried Bronsert, dem Abgeordneten das Rederecht zu entziehen. Wilfried von Aswegens plätschernde Rede versandete in Schweigen).
Siegfried Bronsert äußerte sich, dass er noch nie einem Abgeordneten das Wort entzog, dass tat er deshalb heute auch nicht. (Anmerkung: womit Bronsert seinen mehr als angeschlagenen Ruf erfolgreich verteidigte).

Punkt 3: Wahl der Vorsitzenden/des Vorsitzenden der Gemeindevertretung
Es wurde nun der Wahlausschuss mit Sigrid Weber und Gerd Tauschek besetzt. Dem wurde zugestimmt.

Siegfried Bronsert bat um Vorschläge. Wilhelm Diener schlug Askell Kutzke als Vorsitzenden der Gemeindevertreter vor, da „Unser Woltersdorf“ nun wieder die stärkste Partei sei. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Askell Kutzke den Finanzausschuss leitet und dies in seinen Augen einwandfrei machte. (Anmerkung: nach Bürgermeisters Ende, so sehe ich’s, taumelten „Unser Woltersdorf“ und der Führer des Mittelstandsvereins zeitweise, ohne Orientierung durch die Ortspolitik. Nun haben sie wohl endlich zueinandergefunden. Meiner Meinung nach sind sie ja auch von gleicher Kragenweite).

Frau Weber wies vorsorglich darauf hin, dass im Falle der Wahl, Askell Kutzke die Funktion des Stellvertretenden Vorsitzenden niederlegen müsste.

Edgar Gutjahr schlug für die Fraktion LINKE/Grüne, Sebastian Meskes vor. Er wies ebenfalls darauf hin, dass Sebastian Meskes als Leiter des Hauptausschusses diese Aufgabe sehr neutral durchführte. (Anmerkung: das stimmt ohne Wenn und Aber).

Jelle Kuiper stellte die Frage, ob die Leute im Saal überhaupt wissen, dass „Unser Woltersdorf“ wieder die stärkste Fraktion sei. Das sei ja erst vor ein, zwei Tagen passiert und er wollte wissen, wie nun die Lage für die Wahl sei.

Sigrid Weber meinte, dass die Lage einfach sei, da Siegfried Bronsert von seinem Amt zurücktrat, müsse zum 1. Juni ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Dabei wäre es völlig egal, wer es wird, das entscheiden allein die Abgeordneten.

Nach dem sich kein weiterer Kandidat meldete, wollte Michael Hauke, Abgeordneter von „Unser Woltersdorf“ und Eigner von „Kümmels Anzeiger“ eine Diskussion über die Kandidaten eröffnen. Er wurde aber belehrt, dass so eine Wahl ohne Aussprache durchzuführen sei. Das wies er weit von sich und setzte zur Rede an, da es sich hier um ein demokratisches Gremium handele, möchte er einige Informationen loswerden, die vielleicht einigen nicht passen werde. Er stellte in den Raum, dass ein ganz wichtiges Amt neu gewählt werde.

Heinz Vogel bezog sich auf die Geschäftsordnung und erklärte, dass es hier nicht um eine Diskussion über die Kandidaten und der Wahl zum Vorsitzenden ginge, sondern nur um die Wahl des Vorsitzenden ohne Diskussion. Siegfried Bronsert wollte den Dialog beenden und zur Wahl übergehen.

Michael Hauke gab keine Ruhe. Er wolle eine persönliche Erklärung abgeben. Es werde ein wichtiges Amt gewählt und dabei ginge es auch um die Integrität der Persönlichkeit.

Dann sprach er von den Gründungsmitgliedern wie z. B. Frau Kilian und vom WBF, Herrn Vogel. (Anmerkung: Was er da nun genau sagen wollte, erschloss sich unserem Geist leider nicht) Hauke wollte zweifelsfrei feststellen, ob die zur Wahl stehenden Kandidaten Demokraten sind. (Anmerkung: bei den Linken habe ich keinen Zweifel an ihrer Demokratiefähigkeit. Bei einigen Herren und Damen einer anderen Abteilung dafür um so mehr).

Ihm, Michael Hauke, peinigen persönliche gravierende Bedenken bei dem Kandidaten Sebastian Meskes. (Anmerkung: Es gab massig wütende Proteste.) Michael Hauke störte sich nicht daran und fuhr fort, dass er dazu gerne nähere Informationen geben würde. Er rief erregt, dass Sebastian Meskes Büroleiter beim Abgeordneten Thomas Lutze sei und in dieser Position mit seinem Abgeordneten eine Reise nach Nordkorea machte. Wieder brach Tumult aus. Edgar Gutjahr forderte Siegfried Bronsert erneut auf, dem Abgeordneten das Rederecht zu entziehen. Bronsert konnte oder wollte nicht eingreifen. Ein Teil der anwesenden Bürger versuchte durch lautes Klatschen, die Rede zu beenden. Michael Hauke wollte seine Rede mit kippender Stimme voranzutreiben.
Den Abgeordneten vom WBF reichte es, sie verließen geschlossen den Sitzungssaal. (Anmerkung: Stefan Grams, Jens Mehlitz und WBF-Vogel verdienen dafür aller Hochachtung. Die Abgeordneten der anderen Fraktionen blieben auf ihren Stühlen kleben. Schade, meiner Meinung nach war das eine Ermunterung an Hauke mit seinem Tun fortzufahren. Dann kam aus dem Zuschauerraum ein Zwischenruf, von einem, den ich sehr gut kenne, er rief, dass es hier zuginge wie damals 1933. Das beruhigt im gewissen Sinne die Gemüter, denn dieser Zwischenruf wirkte wie eine kalte Dusche. Schade, dass diese Sitzung unter der Leitung von Siegfried Bronsert so aus dem Ruder lief und er nicht im geringsten in der Lage war einzugreifen, die Tumulte zu bremsen. Schade, dass die Gemeindevertretung so versagte und solches Treiben nicht beenden konnte oder wollte. Schade, dass die anwesenden Bürger mehr Mumm als die Abgeordneten aufbrachten, um gegen Haukes Tun zu protestieren, ausgenommen sei ausdrücklich der WBF).

Es kam nun endlich zur Wahl. Im ersten Wahlgang bekam Askell Kutzke 7 Stimmen und Sebastian Meskes 9 Stimmen. Damit wurde ein zweiter Wahlgang nötig, da keiner der Kandidaten zehn Stimmen bekam.

Das Ergebnis des zweiten Wahlganges fiel wie der Erste aus, damit ist Sebastian Meskes ab dem 1. Juni 2015 Vorsitzender der Gemeindevertretung.

Teil 2/3

  1. Jenny

    @blitzmärker und Verstärker.
    Wie recht Ihr habt. Es ist eine Schande für Woltersdorf, was sich da abgepielt hat. Es war gut, dass wenigsten ein Bürger anfing laut zu klatschen und damit andere animierte. Auch der Einwurf desselben Bürgers, dass es hier wie 1933 zugehe, brachte doch einige zur Besinnung. Muss erst zu solche drastischen Mitteln gegriffen werden? Schlecht fand ich allerdings, dass anschließend in geselliger Runde beim Griechen dieser Bürger verurteilt wurde, in dem einer feststellte, dass er den rausgeworfen hätte.
    Warum war der Vorsitzende nicht in der Lage in seiner letzten Sitzung für Ruhe und Demokratie zu sorgen? Wie soll es in Woltersdorf eigentlich weitergehen? Hoffentlich werden die Einwohner endlich wach und lassen sich nicht wieder vom süsslichen Geschwätz bestimmter Leute einlullen und machen das Kreuz wenigsten diesmal zugunsten von Woltersdorf.

  2. der Verstärker

    Moin….

    Kaum geht das bisherige Oberhaupt, vielleicht entfernt er sich auch gleich des Ortes, gehen diese Sticheleien weiter. Man wann werden die endlich erwachsen, denn das ist nicht „Unser Woltersdorf “ was wir wollen….
    Hoffentlich vertreiben die an der Sitzung teil genommenen Bürger im Ort mit brachialem Schrei, was da abgelaufen ist, damit es viele erreicht und sie kein falsches Kreuz bei der BM-wahl machen.

    Kann man denn nicht endlich mal wieder fürs Volk im Ort handeln? Man hat das Gefühl, das Politik nur auf dem Rücken der Woltersdorfer ausgetragen wird, und nicht nach bestem Wissen. Und wenn die so weiter machen, dann wirds wohl bald ne Revolution geben.

    Ein Hoch auf das WBF. Ihr macht das richtig. Und hört nie auf zu kämpfen, auch wenns manchmal ausweglos erscheint…..

  3. blitzmaerker

    hehe, Wildwest an der Spree ! Wird für die Sitzungsteilnahme schon Eintritt oder Vergnügungssteuer kassiert ? Hätte der WBF öfter mal machen sollen – einfach gehen, so einen Eiertanz kann sich ein erwachsener Mensch ( zumal in gewählter Funktion ) wirklich nicht antun.
    Sind eigentlich Filmaufnahmen in einer öffentlichen Sitzung verboten, ansonsten wäre dass ein perfekter youtube Kanal: „Woltersdorfer Realsatire“

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