Sommerfest 2013 – eine Rückblende

Zufällig fand ich in einem örtlichen Anzeigenblättchen einen Kommentar zum diesjährigen Sommerfest in Woltersdorf. Der Titel: „Miteinander, Füreinander…“ Woltersdorfer feierten Ihr Sommerfest. Verfasst wurde die Hymne aufs Fest vom Woltersdorfer Mittelstandsverein.

Dr. Lenk sprach die einleitenden Worte: „Miteinander, Füreinander, nicht gegeneinander….‘ ‚Das Motto der großen Woltersdorfer Gemeinschaft und das nicht nur beim Feiern….

Ich hab es anders erlebt, die feierlichen Worte galten wohl nicht für Jedermann. Denk ich an die öffentlich gegen mich gerichtete Ungezogenheit von der Bühne herab, frage ich mich, warum hat der Dr. Lenk so friedvolle, die Seele glättende Worte gesprochen, wenn sie dann sofort von einem dort Tätigen ad absurdum geführt wurden. Warum hat sich der Veranstalter so vornehm um seine Verantwortung gedrückt, er hätte doch etwas unternehmen müssen oder sehe ich das falsch?

Der Knüller des Jubelartikels findet sich aber gleich am Anfang der Schreibe: „Drei tolle Tage feierten die Woltersdorfer ihr Sommerfest: Mit großem Festumzug, Rockoldies auf der Maiwiese…..“

Da stand es schwarz auf weiß: „Auf der Maiwiese“, an welchem Fest hat der schreibende Mittelstandsverein wohl teilgenommen? Auf der Maiwiese von Woltersdorf kann es meiner Meinung nach nicht gewesen sein, da stand das Unkraut meterhoch, alles döste still und friedlich vor sich hin, wie auf dem Friedhof. Kein Mensch war zu sehen, auf der Bühne trostloseste Leere. Alles umfriedet von einem Zaun, die Tore fest verschlossen. Da will der Mittelstandsverein Rockoldies geortet haben, wie geht das?

Vier Bilder zieren den Artikel. Sie sollen, so nehme ich an, die Massen, die dort feierten, zeigen, das in dem Artikel berichtete bildlich untermauern. Dabei zeigen die Bilder, so sehe ich es, wie wenig Menschen dort waren, wie leer alles war. Nur eine Nahaufnahme, wohl direkt an der Bühne, wo sich die meisten aufhielten, zeigt Fülle.

Bilder der Leere sah ich auch in anderen Zeitungen, ein Anzeigenblatt verstieg sich sogar dazu, gesehen zu haben das der Bieranstich 2013 gemeinsam von den Bürgermeistern Schaller und Vogel durchgeführt wurde. Ich habe den Bieranstich mit Schaller 2012 und nicht 2013 gesehen. Da drängte sich mir die Erkenntnis auf, diese Zeitung war wohl 2013 erst gar nicht da, hat sich mit Archivmaterial beholfen.

Die Bilder, die ich in den Zeitungen und in diesem Anzeigenblatt sah, unterstreichen eindrucksvoll meine bereits gezeigten Bilder, die ich am Samstag und Sonntag auf dem gesamten Festareal machte.