Seltsame Praktiken um Wahlplakate in Woltersdorf

Es ist wieder soweit: Landauf, landab buhlen die Parteien auf Wahlplakaten um die Gunst der Wähler. An allen Laternen hängen die auf Pappe geklebten Konterfeis milde lächelnder Damen und Herren.

So auch in Woltersdorf. Insbesondere fielen mir Plakate von „Die Linke“ und von der NPD auf, die entlang der Rüdersdorfer Straße (L30) an den Laternen baumeln. Schaue ich aus dem Fenster, blicke ich auf Gregor Gysi. Die Pappen von der NPD konnte ich nach einigen Tagen nicht mehr sehen, die liegen zerfetzt am Boden. Nur die Pappkameraden von „Die Linke“ grinsen unverdrossen entlang der Rüdersdorfer Straße.

Verwundert war ich, dass keine Plakate von SPD und CDU an der Rüdersdorfer Straße baumeln. Kaum vorstellbar, das die Zwei freiwillig auf Wahlwerbung an dieser Hauptverkehrsader der Gemeinde verzichten und alles NPD und „Die Linke“ überlassen.

Von freiwillig kann auch keine Rede sein. Hat hier Bürgermeister Rainer Vogel mitgespielt und für die Plakate seines Koalitionspartners an der Rüdersdorfer Straße Konkurrenzschutz geschaffen? Mit Schreiben vom 7. August teilte die Gemeinde zumindest einer Partei mit, dass sie vom 8. August bis 29. September Wahlplakate anbringen darf. Ausgenommen von der Sondernutzungserlaubnis ist die Rüdersdorfer Straße.

Wie kann es sein, das der SPD und CDU Wahlwerbung an der Rüdersdorfer Straße verboten wird, aber „Die Linke“, Vogels Koalitionspartner, die Erlaubnis erhielt oder plakatierte die „Die Linke“ dort wild? Die gleiche Frage stellt sich bei der NPD, die dort auch Plakate anklebte, hatten die eine Erlaubnis?

  1. Dorit Stagge

    Die Beeskower Kommunalausicht möchte ich mit einem sehr alten Menschen vergleichen: Athrose behindert ihren Gang, Gicht in den Händen verhindert festen Griff, Taubheit schafft Abgeschiedenheit, Sehschwäche läßt alles im Nebel versinken, ohne Zähne kein fester Biss, Demenz glättet logisches Denken. Auf das LOS Pflegeheim würde ich mich nicht unbedingt.

  2. Friedrich

    Unverbesserlich und uneinsichtig dieser Bürgermeister Vogel. Demokratie heisst doch auch, gleiche Chancen und Voraussetzungen für alle. Die ewig Gestrigen sollten sich nicht zu früh freuen- Waterloo ist nicht fern.
    Einmal wieder ein Fall für die Kommunalaufsicht.

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