Quo vadis Maiwiese

Maiwiese, wohin gehst Du? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, die Werksleitung der Sport- und Freizeitanlagen Woltersdorf“ (SuFA) möchte das ungeliebte Kind loswerden. Öffentlich zeichnete sich das gestörte Verhältnis der Werksleiterin zur Maiwiese erstmals im März 2015 im Hauptausschuss ab.

Die Werksleiterin, Synke Altmann, trug damals vor, dass durch den auferlegten Lärmschutz nur beschränkt Veranstaltungen auf der Maiwiese stattfinden dürfen.
Auch sei die Toiletten- und Parkplatzsituation für größere Veranstaltungen nicht ausreichend und deshalb für Veranstaltungsfirmen uninteressant.
Fünf Veranstaltungen gab es, die Nutzungsgebühren haben allerdings nicht die entstandenen Kosten gedeckt.
Die Maiwiese könne sie nicht teurer vermarkten, da die Infrastruktur nicht stimmt.

Darüber habe ich berichtet und bin bei der Werksleitung in Ungnade gefallen, wie es im politischen Woltersdorf üblich ist, wenn der Finger in eine Wunde gelegt wird.
Unsere versammelten Abgeordneten, ausgenommen Sebastian Meskes, Wilhelm Diener und Frau Weber ging es am A… vorbei.
Sebastian Meskes hatte die Idee, dass doch Tagesveranstaltungen auf der Maiwiese stattfinden könnten, da würde der Lärmschutz nicht greifen.
Wilhelm Diener vom Mittelstandsverein und FDP (der Rainer Vogel über Jahre kräftigst unterstützte die Anzahl der Feste auf der Maiwiese zu minimieren) meinte, dass in die Bühne wohl auch noch kräftig investiert werden müsse.
Amtsleiterin und stellvertretende Bürgermeisterin, Sigrid Weber widersprach. Die Summe von 30 TE die Wilhelm Diener für einen Dachdecker meint, entspreche nicht der Realität.

Jetzt, im September 2015 verfestigte die Werksleiterin, Synke Altmann ihre Ideen in den Köpfen unserer Abgeordneten, sie wiederholte das bereits Vorgetragene und baute darauf neu Argumente auf:
Die Maiwiese hat nicht den geplanten Gewinn eingebracht.
Es gab kaum Veranstaltungen, kein Sommerfest, nur der Novemberpokal und die Schlagerpartie.
Da es zurzeit ein Überangebot von Veranstaltungen im Raum Brandenburg gebe, würden maximal fünf Veranstaltungen im Jahr möglich sein, selbst die sind nicht zu bewerkstelligen.
Ein weiteres Problem sind die Parkmöglichkeiten und die Toiletten.
Dann kommt noch die Lärmbegrenzung im Schleusenbereich dazu.
Es gibt ein Überangebot von Veranstaltungen im Raum Brandenburg, da würden maximal fünf Veranstaltungen im Jahr möglich sein, selbst die sind nicht zu bewerkstelligen.
Werksleiterin Synke Altmann schlug dann vor, das Sommerfest nur noch an der Schleuse stattfinden zu lassen, bloß weg von der Maiwiese.

Ein ähnliches Klagelied wie im März dieses Jahres. Dafür die wenig grandiose Lösung, wir trennen uns von der Maiwiese, die bringt sowieso nichts ein, außer Ärger.
Die Werksleiterin, Synke Altmann möchte die Maiwiese an einen Veranstalter verpachten.
Sie hat auch schon Kontakte zu einem Anbieter, der Naturklassenfahrten durchführt, Bogenschießen usw. Die Kontakte gehen nach Bad Saarow. Nach einer Ortsbesichtigung war dieser Anbieter sehr interessiert an der Maiwiese als Standort für einen Kletterpark.

Na also, immer wenn sich die öffentliche Hand als wenig geschäftstauglich herausstellte, kamen die Kommunen auf die untauglichste aller kommunalen Ideen, abstoßen, nur abstoßen, um jeden Preis loswerden. Damit das mit dem Abstoßen auch sicher klappt, musste die Werksleitung die maue Argumentationskette verstärken. Darin scheint die Werksleiterin fitter zu sein.
Sie schob nach:
Aus versicherungstechnischen Gründen ist der Bauwagen der Kita ein Problem. Es könne bei Veranstaltungen keine Garantie übernommen werden, dass dort nichts passiert. Synke Altmann erklärte weiter, durch den Betrieb der Kita entstehen auch Schäden an der Maiwiese. So werden z.B. Steine aus der Einfassung der Bühne gerollt.
Werksleiterin Synke Altmann bemängelt auch die magere Beleuchtung, da die Besucher einiger Veranstaltungen im Dunkeln nach Hause gehen müssen.

Ich bin gespannt, was der Werksleitung noch so einfällt auf dem steinigen Weg, die Maiwiese abzustoßen, anstatt sich Gedanken darüber zu machen, die Maiwiese effektiver zu nutzen. Effektiver nutzen will die Werksleiterin die Maiwiese, wie ich es sehe, eigentlich nicht. Das dreitägige Sommerfest, bloß weg von der Maiwiese. Feste ausrichten, lohnt sich nicht, in Brandenburg gib t’s schon genug Unterhaltung. Da brauchen wir nichts Zusätzliches anbieten. Von – Konkurrenz belebt das Geschäft -, hat diese Werksleitung wohl noch nie etwas gehört.

Oder ist das alles nur ein langfristiger Plan?
1)Bürgermeister Rainer Vogel und Wilhelm Diener schafften das Sommerfest fort von der Maiwiese, hin zur Schleuse. Das Sommerfest sollte zum Schleusenfest mutieren.
2)Die Werksleitung veranlasste keine Reparaturen an der Bühne, so kullerten bald kleine und große Steinbrocken aus der Bühne auf der Maiwiese.
3)Über drei, vier Jahre gewöhnten sich die Woltersdorfer daran, dass auf der Maiwiese nichts los ist.
4)Die Werksleitung fängt an zu klagen, alles zu teuer, nicht bewirtschaftbar.
5)Die Werksleiterin hat einen privaten Investor gefunden.

Der Investor möchte, so denke ich, die ganze Maiwiese einheimsen, die er, denke ich, als recht rentabel ansieht. Dazu müssen nur noch die Gören von der Christlichen Kita und ihr Schei… Bauwagen verschwinden.

6) Versicherungstechnisch wird der Bauwagen der Kita zu einem Problem gestylt, obwohl es bisher über Jahre kein versicherungstechnisches Problem mit Bauwagen und Feste gab. Es musste geschaffen werden, auf dem mühevollen Pfad zur Privatisierung der Maiwiese.
7)Die Kinder kullern mit den aus der Bühne gefallenen Steinen umher, wird von der Werksleiterin in den Raum gestellt. Die Klamotten, sage ich, wären da nie heraus gefallen, wenn die Gemeinde die Bühne nicht vorsätzlich verfallen lassen hätte.

8) Es taucht wieder mal Wilhelm Diener vom Mittelstandsverein und FDP auf und findet, das Dach der Bühne müsste saniert werden. Kosten 30 Tausend muntre Euros. Die Behauptung, so wird man wohl hoffen, hilft den Abgeordneten sich ohne zu zögern von der Maiwiese zu trennen.
Dank sei Sigrid Weber, die dem heftigst widersprach.

Was passiert wohl noch, bis die Werksleitung ihr Ziel, erreicht hat, die Maiwiese einem Investor zu übergeben.

  1. Milchmädchen

    Drei Anmerkungen zum Themenkomplex Maiwiese:

    1) Die Maiwiese hat das Gewinnziel verfehlt
    Hoppla! Solche Sätze lese ich sonst in den Wirtschaftsnachrichten zu großen Konzernen, die sich auf ihre „Kernkompetenzen“ reduzieren, sprich Geschäftsfelder und Werke schließen und Mitarbeiter leichten Herzens vor die Tür setzen.
    Woltersdorf als Profitunternehmen? Was ist die Gemeinde bereit, ihren Bürgern an Infrastruktur zu bieten und zu unterhalten und in welchem Maß sollen die Kosten entlastet werden? Aus der Diskussion um die Sporthalle scheinen weder Verwaltung noch Gemeindevertretung gelernt zu haben. Erst an der Preisschraube drehen, damit der Zuschuss runter gerechnet wird, dann lautes Wehklagen, dass die Einschulungsfeier in der Halle nicht zu bezahlen ist. Und nun dasselbe Spiel auf der Maiwiese?
    Vielleicht sollte man sich mit der Grundsatzfrage beschäftigen, ob Woltersdorf einen Fest- und Veranstaltungsplatz braucht und ob dieser vielleicht auch mit den Nachbargemeinden zusammen betrieben werden kann. Sonst bricht wenige Jahre, nachdem man die Maiwiese geschlossen wurde, wieder großes Wehklagen aus.

    2) Ein Investor soll es richten
    Oh, da erscheint ein großmütiger Mensch mit Taschen voller Geld, um Woltersdorf Gutes zu tun! Nee, liebes Woltersdorf. Wer Geld in die Hand nimmt, möchte damit noch mehr Geld verdienen. Das ist das Gesetz der Wirtschaft. Bevor Entscheidungen zur Aufgabe der Maiwiese fallen, sollten auch mal die Preise eingeholt werden, Feste und Veranstaltungen auf privaten Arealen durchführen zu lassen. Vielleicht hat dann ja die Maiwiese wieder ganz gute Karten, wenn Woltersdorf meint (siehe oben), dass ihm ein Festplatz im Ort ganz gut zu Gesicht steht.
    Aber vielleicht geht es ja dem Investor gar nicht nur um Feste oder Klettergärten? Wie schnell sich Initiativen finden, die großherzig die Kostenübernahme für Planänderungen übernehmen, siehst du, liebes Woltersdorf, ja schon an anderen landschaftlich attraktiven Stellen im Ort. Dann wird wieder einmal „alternativlos“ ein Sahnestückchen zum Spottpreis weggegeben und wir sehen wenig später die Kunst der Planer, eine vorgegebene Fläche ungeachtet der Lage und Einbettung ins Ortsbild optimal mit Bauwerken fragwürdiger Anmutung zu füllen. Wie oft, liebes Woltersdorf, willst Du Dir das noch bieten lassen?

    3) Der Kitawagen der Waldgruppe
    Bürde oder Chance für die Maiwiese? Da steht ein Wagen am Waldrand. Der steht da, weil Woltersdorf mit dem Bauen von Kitas seit Jahren nicht den Anmeldezahlen hinterherkommt. Der steht da, weil es eine steigende Zahl von Eltern gibt, die ihre Kinder naturverbunden aufwachsen sehen möchten. Der steht da, weil der damalige (ja so verhasste) Amtsleiter Pieper und seine Mitarbeiterinnen im Rathaus ihre Befugnisse, Kompetenzen und Verhandlungsgeschick so eingesetzt haben, dass tatsächlich aus einer Not eine Tugend geworden ist. Mit hoher Attraktivität und weiter Strahlkraft für den Ort. Und nun werden wegen der Energiekostenabrechnung und baulicher Mängel auf der Maiwiese Haare gespalten?
    Um die Dinge in Relation zu setzen: Ich lese von stetig steigenden Kostenschätzungen, was den Neubau von Schulen und Kitas betrifft. Wie lange Woltersdorf diese Gebäude benötigt, wird nicht gesagt. Haben wir hier in 10 Jahren Leerstand, aber ungetilgte Hypotheken?
    Die Anmietung von Räumlichkeiten hat auch zu extremen Widerständen etlicher Abgeordneter geführt. Man dürfe nicht Steuergelder privaten Investoren hinterherwerfen (siehe 2.) Die Betriebskosten muss so wie so die Gemeinde tragen. Wo ist dann das Problem auf der Maiwiese? Vielleicht tut es da ja auch ein eigener Zähler, um Kostentransparenz zu schaffen, statt alles niederzureißen?
    Eine Zahl stimmgewaltiger Abgeordneter machte sich unlängst für eine Containerlösung für eine Kita an anderer Stelle im Ort stark. Auch hier ist Infrastruktur erforderlich. Strom, Wasser, Abwasser, Wärme für die kalte Jahreszeit. Warum soll das auf der Maiwiese nicht gehen?
    Liebes Woltersdorf. Wenn ich das alles einmal zusammendenke – haben wir dann auf der Maiwiese nicht einen idealen Standort für naturnahe Bildung für Kitakinder, Schüler, Erwachsene? Mit einem Teilbetrag des Geldes für die Containerlösung kann die Infrastruktur auf der Maiwiese sicher ausreichend ertüchtigt werden und im Dialog mit den Bildungsträgern die Zahl der Bildungsangebote noch vergrößert werden. Die Maiwiese bietet doch gute Voraussetzungen für solche Gedanken. Warum also alles schlecht reden und über Schließung und Verkauf räsonieren? Es liegt in der Entscheidung der Abgeordneten, um die Maiwiese aus dem Vermögen des „SuF“ herauszulösen und als Bildungscampus weiter zu entwickeln. Mit einer engagierten und kreativen Verwaltung im Rathaus gepaart mit engagierten Trägern und Initiativen am Ort.

    Bis bald auf einer lebendigen Maiwiese!
    Dein Milchmädchen.

  2. Kubi

    Ich frage mich wie das früher so funktioniert hat mit der Maiwiese?, Parkplätze Toiletten und die Mangelnde Beleuchtung waren vorher genau so wie jetzt auch! Vor 7 Jahren habe ICH den weg zum Sommerfest auf der Maiwiese auch gefunden (und das sehr gern, BIS ES DANN DAS SCHLEUSENFEST GAB), da gibt es wohl in Woltersdorf dank der Veralteten Beleuchtungsanlagen wohl schlimmere Ecken wo es auch niemanden interessiert!

  3. Petruschka

    Höre ich Parkplatzprobleme an der Maiwiese? so ein Quatsch. Die Lösung ist ganz einfach, damals war es, als noch findige Woltersdorfer die Maiwiese mit Leben erfüllten. Der ganze Bereich hinter der Maiwiese( Fangschl und Friedensstr und und wurden Einbahnstr. Eine Seite wurde geparkt und der Verkehr rollte langsam aaber stetig, Bis ans Strandbad und weiter wurde geparkt( dafür gibt es Sondergenehmigungen). Also das Parken löst sich alleine auf. Die anderen Probleme lassen sich genau so leicht lösen, Wenn man will!!!! Den Diener mehrer Herren darf man nicht ernst nehmen, der hört doch nur auf seine Frau.
    Also Woltersdorfer hört die Signale, auf zur Maiwiese

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