Ortschonistentag 2014

Am 6. September 2014 lud Marina Aurich, Leiterin des Archivs, Lese- und Medienzentrums der Kreisverwaltung Oder-Spree zum Tag der Ortschronisten und Heimatforscher des Landkreises Oder-Spree ein. Der Woltersdorfer Verschönerungsverein stellte diesmal seinen Ort vor.

Gisela Schuldt, Vorsitzende des Vereins, hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Nach der Begrüßung der 45 Ortschronisten durch Marina Aurich und Gisela Schuldt, der Bürgermeister war wohl verhindert, war die erste Etappe das Museum. Der Film über die Schlangenfarm von Herrn Gettel, die es einmal in Woltersdorf gab, ließ die Ortschronisten nicht so schnell los, sodass Gisela Schuldt zur Eile mahnte. Weiter ging es mit dem Bus zum Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, im Volksmund auch Fidus-Denkmal genannt. Auf den dort aufgestellten Tafeln konnten die wichtigsten Daten und Namen gelesen werden. Danach, ein kurzer Fußweg weiter zur Parkstraße. Dort steht die „Weiße Villa“, auch Türmchenvilla genannt, errichtet von Karl Thielbörger. Karl Thielbörger war der Schwager von Hans Knoch, der 1896 ein Kurhaus, das heutige evangelische Krankenhaus, gründete. Frank Retzlaff, vom Heimatverein Erkner, berichtete, dass dort viele Erkneraner geboren wurden. Herr Neumann übernahm nun die Gruppe und führte Sie durch den alten und neuen Teil des Krankenhauses.

Mit dem Bus fuhren sie weiter zur Schleuse und dann ging es zu Fuß den Kranichsberg zum Aussichtsturm hinauf. Am Turm stand ein kleiner Mini-Empfang mit Sekt, Wasser, Schorle und Käsegebäck für die Gäste bereit. Erfrischt ging man nun den Aufstieg in den Turm an. Auf dem Weg nach oben wurde die Geschichte als „Woltersdorf noch Hollywood war“, durch Bilder und Programmausschnitte an den Wänden wieder lebendig.

Nach einem kleinen Mittagessen in der Liebesquelle, kehrten die Ortschronisten zum Museum zurück. Dort teilte sich die Gruppe, die eine Hälfte besuchte den evangelischen Friedhof mit den Gräbern Woltersdorfer Persönlichkeiten, wie das des ersten Schleusenmeisters Erbkamm. Der andere Teil besuchte das Straßenbahndepot. Der krönende Abschluss des Tages war eine Fahrt mit der Historischen Straßenbahn bis nach Rahnsdorf und zurück an die Schleuse. Dann hieß es Abschiednehmen. Der allgemeine Tenor war, ein herrlicher und informativer Tag.