Mit mir wird es keine PKW-Maut geben

so unsere der Wahrheit verpflichtete Bundeskanzlerin

Ein Blick zurück:
“An eine Gesamtprivatisierung der Autobahnen oder gar eine Pkw-Maut ist nicht gedacht.“ Er wolle zunächst die Lkw-Maut einführen, betonte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD). So die Frankfurter Allgemeine (FAZ).
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/maut-stolpe-gegen-pkw-maut-bei-autobahn-privatisierung-1142792.html

Es gebe „eine ganz klare politische Zusage: die Pkw-Maut kommt nicht“, sagte Stolpe der „Leipziger Volkszeitung“.
http://www.n-tv.de/auto/Stolpe-Mit-mir-nicht-article75144.html

Auf der anderen Seite sollten die Autofahrer durch Entlastungen bei der Mineralölsteuer einen Ausgleich erhalten. Dazu erklärte Stolpe: „Ich habe noch nie einen Finanzminister getroffen in meinem langen Leben, der Geld, das er einnimmt, wieder herausrückt.“ So am 13.10.2005 veröffentlicht.
http://www.verkehrsrundschau.de/verkehrsminister-vorerst-keine-pkw-maut-347865.html

Von 2002 bis 2005, war er Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen und hat sein Wort gehalten. In seiner Amtszeit gab es keine PKW-Maut.

Am 11.05.2017 sagte unsere Bundeskanzlerin „Mit mir wird es keine PKW-Maut geben“.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pkw-maut-die-luegen-kanzlerin-merkel-a-1033140.html

Nun ist Merkel vor der CSU zu Kreuz gekrochen. Hat vor Seehofer und Dobrindt einen Kotau gemacht. Vielleicht endet ihre Kanzlerschaft noch nicht in diesem Jahr. Mit einer Millionen Menschen bekannten Lüge lebt sie dann weiter im Bundeskanzleramt.
Es wäre gut, wenn sie die Wahl verliert, für sie und für uns. Wer will schon von einer Lügnerin regiert werden. Wie will sie als Kanzlerin noch Vorbild sein, wie will sie von ihren Ministern Wahrheit einfordern. Schwierig, schließlich wissen die, die Chefin lügt auch und fragen sich warum ich nicht.
Noch haben wir die Maut nicht, beschlossen ist sie, aber praktisch muss sie erst eingerichtet werden. Noch kann die Bundeskanzlerin zurücktreten oder alles tun, damit die CDU die Wahl verliert. Sie, Angela Merkel, bliebe aber vom Makel eine Lügenkanzlerin zu sein verschont.

Gewinnt die CDU die Bundestagswahl, dann wird die PKW-Maut, irgendwann während ihrer Kanzlerschaft praktisch verwirklicht und ihre Lüge bleibt in den Geschichtsbüchern. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, heißt es aus gutem Grund. Natürlich könnte man vorbeugend das Wort Lüge aus dem Duden streichen und durch POSTFAKTISCH ersetzen. Das heißt soviel wie: nach der Wahrheit oder alternative Wahrheit.

Wenden wir uns den Rückgratlosen der Maut-Posse zu, der SPD Mannschaft. Wir hätten gern auf den heutigen Tag verzichtet, so SPD-Verkehrspolitiker Sören Bartol, er gehöre theoretisch sogar sehr entschieden zu den Nein-Sagern. Praktisch bleibt ihm aber nichts übrig als die großen Bauchschmerzen seiner Partei zu Protokoll zu geben. Aber Koalitionsvertrag sei Vertrag und die SPD ein verlässlicher Partner, so am 24. März 2017 gesagt (Tagesspiegel 25.3.17).

Mit großer Mehrheit und unerträglichen Bauchschmerzen stimmten die Genossen der CSU-Maut zu. Sie müssen unter chronischen Bauchschmerzen leiden, die Genossen.

Der Grüne Toni Hofreiter gab den Genossen mit auf dem Weg: Es kann einen niemand dazu zwingen, den größten Unsinn mitzumachen!

Für mich interessant ist, der Postbrüssel-Kanzlerkandidat der SPD, der sich ja nun als aufgehender Stern am deutschen Polithimmel feiern lässt hat sich doch gewaltig zurückgenommen und das bei so einem die ganze Nation bewegendes Ereignis. Das war mehr als mau, von so einem Martin Schulz der bei der ersten Bewährungsprobe kneift erwarte ich nicht mehr viel außer ganz viel Show.

Nun haben wir eine Kanzlerin und Kandidatin, die Gefahr läuft nach einer für sie erfolgreichen Wahl als Lügnerin dazustehen und wir haben einen Kanzlerkandidaten, der sich aus einer die Nation bewegenden politischen Entscheidungsfindung auf leisen Katzenpfoten davongeschlichen hat.

Wo bekommen wir nun einige nicht so brenzlig riechende Kanzlerkandidaten her?

  1. Karl

    Martin Luther Worte auf Angela Merkels Zitat (Überschrift) übertragen: Hier steh ich, ich kann nicht anders.

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