Kein Mensch braucht die FDP

Am Freitag wurde es quasi amtlich. Das ZDF-Politbarometer stellte fest, mehr als die Hälfte der Deutschen kann auf die FDP verzichten. Ein qualvoller, jahrzehntelanger Abstieg ging diesem Ergebnis voraus. Glanzvolle Namen, wie Theodor Heuss, Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher folgten weniger glänzende, wie Guido Westerwelle, in dessen Zeit die FDP den Namen Spaßpartei bekam. Lambsdorff, Möllemann, Rösler, Brüderle, Niebel, ob sie der FDP guttaten, ich möchte es bezweifeln. Der Name „FDP“ wurde immer öfter mit Klientelpartei und Mövenpickpartei assoziiert.

Im kleinen Brandenburg verkündete die FDP Anfang August treffend: „Keine Sau braucht die FDP“. Selbsterkenntnis, Eigentor, geschickter Wahlkampfgag. Ich persönlich glaube, das Bonmot, mir gefällt es, ist die fatale Erkenntnis, niemand braucht sie mehr, die Klientelpartei.

Stellen wir uns einmal bildlich vor, ein Gruppenleiter erkennt darin seine Chance: In einem kleinen Dorf, irgendwo zwischen Alpen und Nordsee hat der Vorsitzende einer solchen Partei-Gruppe die Zeichen der Zeit verstanden, sein Gewissen und seine Ehre an der Garderobe abgegeben und seine Partei an den Meistbietenden verscherbelt. Ob der schmuddlige Deal über EBay abgeschlossen oder in einer Pinte begossen wurde, wir wissen’s nicht, auch der Kaufpreis ist bisher nicht bekannt geworden. Der Käufer, bekannt für sein biegsames Rückgrat, wird nun in dem kleinen Dorf mitbestimmen, über wessen Haupt die hoffentlich lohnende Gnadensonne der Obrigkeit leuchtet.

Das letzte Kapitel ist eine Geschichte, eine Fabel, ein Märchen. Leider werden Geschichten, Fabeln, Märchen manchmal wahr. Hoffen wir, dass diese Geschichte, Fabel oder Märchen nicht in Deutschland, sondern nur in korrupten Bananenrepubliken mit korrupten Oberhäuptern vorkommen kann.

  1. petroschka

    Ach ja die FDP! Für mich ist es verwunderlich, das es auf dem Gebiet der ehemaligen DDR überhaupt Menschen gibt, die diesen Haufen wählen.
    Warum wird mancher verwundert fragen. Diese Partei mit Namen Kinkel war es, der den Landbesitzern aus der ehemaligen,mit adligen Anwälten den Kaufpreis für ihr ehrlich erworbenes Grundstück noch einmal auspressen lies, oder sie vertrieb.
    Ich will richtig verstanden werden, nicht enteignet oder so. Sondern der Trick war ganz einfach in der DDR gab es a- keine GVO und b – mußte erst ein Überlassungsvertrag gemacht werden um dann zu kaufen. Genau das erkannte der damalige Minister Kinkel und seine adligen Freunde führten die Proseesse und …. GEWANNEN. Wer sich dieser Partei anschließt hat selber schuldoder ist ……

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