In Woltersdorf, da ist Zensur

Dienstag, Februar 2nd, 2010 von Bernd

Bei Daniel Kämpfe komme ich nicht ohne Nachträge aus, sorry!

Daniel Kämpfe studierte an der TU Chemnitz, von Oktober 2002 bis September 2009, obwohl für das Studium nur 4.5 Jahre vorgesehen sind. Jetzt lebt er zwei oder vielleicht drei Monate in Woltersdorf und will hier Bürgermeister werden.

Um sich bekannt zu machen, hat er einen Blog. Er hat, obwohl ihn kaum einer kennen kann, erstaunlich viele Kommentare, die gezielt ausgesuchte Fragen stellen, die Daniel Kämpfe, der zwei/drei monatige Neubürger, hervorragend mit Interna aus dem Rathaus beantwortet. Nachtigall, ick hör dir trapsen. Schreibt er nicht in seinem Blog, er ist durch Liebe in einer uralten Familie gelandet. Alles klar!

Solange Daniel Kämpfe dort seine Kommentare bearbeitet, werfe ich ihm vor diese zu zensieren. Löschaktionen hat er nach massiven Protesten rückgängig gemacht. Wütend streitet er jede Manipulation an seinen Kommentaren ab, kann er ja, ist sein gutes Recht. Es ist aber mein gutes Recht, hier ein Beispiel seiner Zensur zu zeigen.

Im Bild ist der Kommentar Nummer 32 von Ulla zu sehen. Der Text gefiel Daniel Kämpfe nicht und so hat er ihn gelöscht, nach dem Motto: Hier bestimme ich, was das Volk lesen darf, oder nicht.

Protest von Max, sein Protest Kommentar steht jetzt an der Stelle (Nummer 32) wo einst der von Ulla stand, siehe Bild.

Auch den Schrieb von Max vom 01.02.2010 hat er vorübergehend verschwinden lassen. Max hat aber nicht aufgegeben und sich wieder bei Daniel Kämpfe eingetragen. Da hat Daniel Kämpfe die gelöschten Kommentare von Ulla 31.01.2010 und Max 01.02.2010 wieder eingefügt. Das ist sehr schön an der Nummerierung zu sehen, Ulla steht wieder wie ursprünglich an 32ter Stelle und Max kommt an 33ter Stelle. Die Zensur ist gründlich in die Hose gegangen, freut mich.

Brauchen wir in Woltersdorf einen Bürgermeister, der vielleicht drei Monate hier wohnt. Der laut seinen Angaben drei Monate Berufserfahrung hat. Der für sein Studium fast die doppelte Zeit brauchte, als dafür vorgesehen ist. Brauchen wir einen Bürgermeister, bei dem ein ungutes Gefühl bleibt, wenn man seine Taten betrachtet?

Nachtrag:

Diskussion gefordert? Dialog erwünscht! (Orginal Daniel Kämpfe Blog)

Hier noch einige Fotos von Einträgen in Daniels Blog:
(sehr gut mit 100% Vergrößerung zu lesen)

Daniel Kämpfe fordert mich auf  ihm ehrlich und offen zu schreiben.

Meine Antwort zu seinem Aufruf

Die Aufforderung habe ich angenommen und an Daniel geschrieben

Den Text in Nr. 45 hat er sofort gelöscht und so ist mein zweiter Text auch in Nummer 45 gekommen und wurde ebenfalls sofort
gelöscht

Daniel ist der Obelix der Löschtaste, er martert sie mit Hinkelsteinen.

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6 Kommentare zu „In Woltersdorf, da ist Zensur“

  1. Marc sagt:

    Sehr geehrter Herr Wohlers,
    haben Sie eigentlich auch lokalpolitische Inhalte, mit denen Sie in einen vernünftigen Konkurrenzkampf zu den anderen Kandidaten treten könnten? Ich komme mir beim Verfolgen der Blogbeiträge (sowohl bei Ihnen, als auch bei Herrn Kämpfe) vor, als ob ich einen kleinen Jungen beobachten darf, der sein Spielzeug nicht bekommt.
    Natürlich ist es unschön, wenn Blogbeiträge stellenweise verschwinden und später wieder auftauchen. Gehen Sie doch einfach offen auf Ihren Konkurrenten zu und reden darüber. Jedoch mit den in dieser polemisch-populistischen Art verfassten und als Ulla oder Sebastian oder Bernd geposteten Beiträge, brauchen Sie sich nicht zu wundern, dass Sie von Herrn Kämpfe gekanzelt werden.
    Seinen Wahlkampf nur auf das “Waschen von schmutziger Wäsche” zu begrenzen ist falsch und einfältig – was ist falsch an einem jungen Bürgermeister? Die demografische Entwicklung Woltersdorfs zeigt einen positiven Trend – Anwachsen der Bevölkerung und eine steigende Geburtenrate. Eine Problematik, in die sich ein jüngerer BM gut einbringen kann. Wie sehen Ihre Visionen hinsichtlich der an die Kapazitätsgrenzen stoßenden Kinderbetreuung (KiTa, Hort; Schule) in unserer Gemeinde aus?
    Andererseits kritisieren Sie die “Verfilzung” im Gemeindeamt. Ein Außenstehender gibt hier die Möglichkeit, verkrustete Strukturen aufzbrechen, unter dem Motto: “Neue Besen kehren gut!”. Gleiches gilt auch für Sie und alle anderen Kandidaten (ausgenommen Herr Höhne natürlich).
    Also, ich bin für eine offene und konstruktive Diskussion. Es geht hier um die lokalpolitische Zukunft unserer Gemeinde für die nächsten acht Jahre. Geben Sie deshalb den Bürgern die Chance, auf der Basis von vernünftigen und sachlichen Argumentationen ihre Entscheidung zu treffen.

    Mit freundlichen Grüßen

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    Bernd Reply:

    Hallo Marc,
    ich glaube, Sie sehen hier einiges nicht richtig:
    Ich bin kein Kandidat, will keiner sein und bin auch keiner politischen Richtung zugehörig.
    Nichts, gegen einen jungen BM, er sollte aber zumindest einige Zeit in dem Ort gelebt haben, den er vertreten möchte und nicht wie hier nach zwei -drei Monaten Anwesenheit BM werden wollen.
    Von einem Kandidaten erwarte ich Lebenserfahrung, hat die ein Daniel mit seinen 27 Jahren, immer begluckt von der TU Chemnitz? Einem Jungen, der fast die doppelte Zeit zum Studium benötigte, als vorgesehen ist?
    Ist ein Mensch mit drei Monaten Berufserfahrung reif für den Posten eines BM in einem über 8000 Seelen Ort?
    Braucht Woltersdorf einen BM, der alles was ihm nicht genehm ist zensiert? Er zensiert und entfernt ja sogar nette Zuschriften.
    Braucht Woltersdorf einen BM, der unredlich schreibt, z.B. fordert er mich auf “Größe zu zeigen und unter meinem Namen zu schreiben”, gleichzeitig sperrt er mich, um mich in eine ihm genehme Ecke zu stellen. So blieb mir keine andere Wahl als unter anderem Namen zu schreiben, um seine Sperre zu durchbrechen?
    Woltersdorf musste 20 Jahre Höhne ertragen, sollen wir uns nun die nächsten acht Jahre einem unberechenbaren, zensierenden Jüngling ausliefern?
    Auch, wenn ich aus Ihrem Kommentar auf Daniels Blog ersehe, dass Sie eng mit Daniel Kämpfe sympathisieren, sollten Sie fair bleiben und an Ihre über 8000 Mitbürger denken, die das Wahlergebnis ausbaden müssen. Vielleicht sollten Sie sich auch mit Ihrem Namen outen und nicht nur als Marc, dass würde Größe zeigen, wie Herr Kämpfe zu sagen pflegt. Ich benutze keine Lösch- und Sperrfunktionen, also keine Hemmungen.
    Mit freundlichem Gruß
    Bernd Wohlers

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  2. Marc sagt:

    Sehr geehrter Herr Wohlers,
    zuerst möchte ich mich für die fälschliche Annahme, Sie seien ebenfalls BM-Kandidat, entschuldigen.
    Andererseits möchte ich jedoch zu einigen Sachverhalten, die Sie hier ins Feld führen, meine Sicht er Dinge aufzeigen – im Sinne einer FAIREN Diskussion.
    1.) Dauer des Studiums.
    Ihre Behauptung, Herr Kämpfe hätte fast doppelt solange für sein Studium gebraucht, wie vorgesehen kann ich nicht nachvollziehen. Das Diplom-/Magisterstudium hatte vor der Studienreform eine Regelstudienzeit von 9 Semestern (= 4,5 Jahre). Somit hätte Herr Kämpfe frühestens zum Ende des Sommersemesters 2007 seine Diplomarbeit abgeben können. Bei ihm kommt noch dazu, dass er ein Auslandssemester absolviert hat (Uni Barcelona), als Mitarbeiter an seinem Institut beschäftigt war und als zweites Hauptfach VWL studiert hat. Das Fach VolksWirtschaftsLehre läuft übrigens an allen Universitäten unter dem Begriff Wirtschaftwissenschaften und wird meist parallel zum Fach BWL gelesen.
    Herr Käpmpfe müßte nach Ihrer Rechnung also zum jetzigen Zeitpunkt Student sein!
    Alle diese Informationen sind im Internet innerhalb von ca. 15 Minuten frei recherchierbar – man muß es halt auch wollen. ;)
    2.) Unzufriedenheit mit aktuellem BM.
    Aus Ihren Beiträgen entnehme ich, dass Sie mit der derzeitigen politischen Situation in Wolterdorf unzufrieden sind. Ist dies richtig? Wenn ja, gebe ich Ihnen folgendes zu Bedenken: Sie haben als Bürger nicht nur Rechte (Teil I des GG – Die Grundrechte), sondern auch eine sich daraus ergebende moralische Pflicht, sich an Gesellschaftsprozessen zu beteiligen. Hier wäre z.B. die Möglichkeit, selbst als BM zu kandidieren. Schimpfen und Mißstände anprangern kann jeder, aber den Willen, AKTIV etwas zu verändern haben nicht viele. Daher ziehe ich vorm Herrn Kämpfe den Hut, dass er sich dies zutraut. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein BM, der sich aus der hiesigen politischen Schicht Woltersdorfs rekrutiert, auch schon mit in der von Ihnen gegeißelten “Verfilzung” gefangen ist.
    3.) Fairness gegenüber den Mitbürgern
    Ich sehe keine von mir ausgehende Unfairness. Ich verbiete Ihnen nicht, hier in Ihrem Blog Ihre Meinung darzustellen. Ich möchte hier die Chance nutzen, meiner Meinung Ausdruck zu verleihen und am Willensbildungsprozeß meiner Mitmenschen, genauso wie Sie, aktiv teilzunehmen. Sie sind bestrebt, hier nur eine Seiten eines BM-Kandidaten aufzuzeigen. Geben Sie mir also auch die Möglichkeit, Gegenargumente anzuführen, damit ein Jeder es schaffen kann, möglichst vorurteilsfrei seine Entscheidung zu treffen.
    4.) Blogeintrag bei Daniel Kämpfe
    Klar habe ich gewisse Symphatien für den Herrn Kämpfe, die Gründe dafür habe ich schon unter 2.) dargelegt. Mir ging es dabei jedoch vor allem um die Wahlmöglichkeit an sich. Des Weiteren habe ich mit ihm auch schon ein persönliches Gespräch geführt, völlig ungezwungen in der S-Bahn. Haben Sie dies auch schon getan? Das sollten Sie, alleinschon um die Differenzen zwischen Ihnen zu besprechen.
    Ich hoffe, Ihnen nun meinen Standpunkt ausführlich dargelegt zu haben. Bedenken Sie, dass Ihr Einschlagen in immer die selbe Kerbe auf Dauer ermüdend wirkt (Zensur & zu unerfahren). Nutzen Sie die Ihnen gebotene Möglichkeit – reden Sie mit Herrn Kämpfe in einem direkten Gespräch, von Mann zu Mann. Begegnen Sie Ihm mit SACHLICHEN Fragen zu seinen politischen Ansichten. Das zeigt auch Größe! Mehr oder weniger anonymisiert im Internet aufeinander “einzuschreiben” ist da nicht zielführend. Denken Sie darüber nach.

    Mit feundlichen Grüßen
    Marc Vogelgesang

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    Bernd Reply:

    Hallo Marc,
    Ihre Argumentation in Ehren, nichtsdestotrotz ist der erste Eindruck von einem Menschen der entscheidende. Auch wenn Sie mir andauerndes Wiederkäuen vorwerfen, dieser Eindruck von Herrn Kämpfe ist nicht nur bei mir gespeichert.
    Verschwommene Angaben, seine Wohndauer im Ort
    Hinterhältigkeit, fordert mich auf mich mit Namen zu outen, gleichzeitig sperrt er mich aus, so dass für Andere der Eindruck entstehen muss, ich traue mich nur aus dem Hinterhalt zu argumentieren.
    Zensieren ist das Mittel der Diktatur, solches ist für Jeden, der es macht der Gau und das Ende jeden Disputs. Die Zensur habe ich ihm mehrfach nachgewiesen.

    Herr Kämpfe hat bei mir den Eindruck eines durch und durch unehrlichen Mannes hinterlassen, eine Diskussion mit solch einem führt zu nichts. Im Gegenteil, ich muss befürchten, dass er hinterher den Inhalt des Gesprächs so eingefärbt darstellt wie es ihm in den Kram passt. Er sollte ruhig erst einmal die nächsten acht Jahre im Ort wohnen und ihn erleben, dann bei der nächsten Wahl, kann er zeigen, ob bei ihm ein Wandel zum besseren Umgang mit Menschen stattgefunden hat.

    Alle Argumente sind ausgetauscht, es war mir eine Freude mit ihnen zu diskutieren, nun möchte ich die Diskussion aber beenden, sie wird zu keinem anderen Ergebnis führen.
    Mit Gruß
    Bernd

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  3. Astrid sagt:

    Hallo Marc,
    hallo Bernd,
    nachdem ich Eure hin- und herfliegenden Argumente gelesen habe, kann ich nur folgendes dazu sagen:

    Ich hatte über Jahrzehnte ständig mit Berufspolitikern der obersten Bundesebene zu tun. Aus dieser Erfahrung heraus und dem was ich bis jetzt von Herrn Kämpfe auf seinem Blog selbst geschriebens gelesen und berichtet bekommen habe, kann ich nur sagen, da ist ein gewisses oberflächliches Grundwissen vorhanden, ohne Tiefe, keine Praxis.

    Seine praktischen Verwaltungserfahrungen sind selbst für eine kleine Gemeinde gleich Null. Er ist vielleicht, bedingt durch seine Schüler- Reportertätigkeit, in der Lage gut zu referieren, aber auch das ist nicht ausreichend für einen Bürgermeisterposten.

    Auf solch einen Posten gehört ein Mann/Frau der, wie man so schön sagt, mit beiden Beinen im Leben steht. Der schon lange in einem Beruf, z.B. in einer gehobenen Stellung, Selbständigkeit, gearbeitet und sich damit Führungsqualitäten erworben hat. Der Menschenkenntnisse durch langjährige Erfahrung erlangte. Der selber Familie, Kinder oder Enkelkinder hat, so dass er die Problematik der Familien versteht. Ich könnte diese Liste unendlich fortsetzen.

    Mein Fazit ist: Herr Kämpfe ist einfach zu jung und unerfahren, um einen solchen Posten ausfüllen zu können.
    Gruß Ingrid

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  4. Marc sagt:

    Sehr geehrter Herr Wohlers,
    gestatten Sie mir zum Abschluß unserer Diskussion noch zwei Bemerkungen:

    1.) Springen Sie über Ihren Schatten, was haben Sie zu verlieren? Reden Sie mit Herrn Kämpfe und verständigen sie sich auf eine gemeinsame Aussage. Wenn dies nicht funktionieren sollte, können Sie immer noch Ihren Blog zu Gegendarstellungen nutzen. Sie reklamieren für sich die größere Lebenserfahrung. Zeigen sie diese doch auch.
    2.) Für Ihr weiteres “Bloggerleben” noch einen Tipp: Durch ständiges wiederholen der selben Argumente werden diese nicht stärker – sie nutzen sich dadurch nur schneller ab. Denken Sie darüber nach!

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Vogelgesang

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