Herbst – wohin mit dem teuren Laub?

In den nächsten Wald karren, einen Container besorgen oder Laubsäcke von der Gemeinde holen. Im Rathaus von Woltersdorf kann jeder Bürger Laubsäcke kaufen, für 1.90 Euro das Stück. Ganz schön teuer, denn in so einem Laubsack passt nicht viel hinein. Den hohen Preis begründet unser Amtsleiter Hannes so:

Auschnitt aus dem Sozialausschuss Oktober 2013: Siegfried Bronsert (CDU) machte Hannes Langen gegenüber seinem Ärger über die Preise von Laubsäcken Luft. Er fand es unzumutbar, dass die Leute noch mit den hohen Preisen bestraft werden, die das Laub vor ihrer Tür zusammenharken und in die Säcke befördern. Hannes Langen schob den Schwarzen Peter auf die GWG, die mache die Preise, nicht die Gemeinde. Außerdem bestehe für den Bürger eine Reinigungspflicht. Diese wurde ihm von der Gemeinde übertragen, er macht dieses Laubharken also nicht freiwillig.

Auf der Webseite der Gemeinde Woltersdorf wird von Hannes Langen anders argumentiert: Aufgrund der gestiegenen Produktions- und Entsorgungskosten hat sich der Preis auf 1,90 Euro pro Laubsack erhöht.

Stimmt das, was der Amtsleiter von Woltersdorf als Gründe über teuren Laubsäcke verkündet? Das wissen wir nicht, wir wissen aber, dass andere Gemeinden ihre Laubsäcke zu deutlich niedrigeren Preisen abgeben, obwohl sie ja auch von den angeblich gestiegenen Produktions- und Entsorgungskosten, die Hannes Langen verkündete, betroffen sind.

Ein Beispiel, bei unserer Nachbargemeinde Erkner werden 5 Laubsäcke pro Ausgabe und Grundstück kostenlos abgegeben. An 6 Tagen können sich die Erkneraner insgesamt 30 Laubsäcke kostenlos abholen.

In Woltersdorf zahlen Bürger für 30 Laubsäcke sage und schreibe 57 Euro. In Erkner 0 Euro. Ich meine, das ist ein übler Schildbürgerstreich von Bürgermeister Vogel und Amtsleiter Langen. Erkner hat eben Kirsch zum Bürgermeister, wir haben Vogel.

  1. PT66

    Ich war in den Jahren davor eigentlich überzeugter Säckekäufer, leider hat man schon in der Vergangenheit keine Logik im Verkauf festgestellt, denn es wird ja Anzahl und Grundstück notiert. So kam es in den vergangenen Jahren vor, das man das Laub zusammen harkte und sammelte, bis alles runter war, kam aber dann im Endergebnis nicht dazu die Säcke zu nutzen, da die GWG die Haufen selbst aufnahm. Das ist zwar nett, aber man hat das Geld umsonst ausgegeben. Vielleicht sollte man die Truppe mit einer Liste ausstatten, wo die Anlieger eingetragen sind, die sich selbst die Mühe machen.
    Dieses Jahr habe ich auf den Kauf völlig verzichtet, und den Rest an Laub mit Hilfe der KWU Säcke entsorgt…

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