Hauptausschuss Teil 2 – Sep 2015; Maiwiese soll weg

Punkt 10. Information und Diskussion zur Finanzierung der Maiwiese.
Frau Altmann erklärte, dass auf der Maiwiese nicht viele Kosten entstanden seien. Es gebe nur Strom und die GWG, dass macht rund 12 TE aus. Es gab kaum Veranstaltungen, kein Sommerfest, nur der Novemberpokal und die Schlagerpartie. Da es zur Zeit ein Überangebot von Veranstaltungen im Raum Brandenburg gibt, würden maximal fünf Veranstaltungen im Jahr möglich sein, selbst die sind nicht zu bewerkstelligen.
Ein weiteres Problem sind die Parkmöglichkeiten und die Toiletten. Dann kommt noch die Lärmbegrenzung im Schleusenbereich dazu. Dort sind insgesamt nur elf Veranstaltungen zugelassen. Wenn den Gastronomen nicht zu viele Veranstaltungen, unter denen auch das Sommerfest fällt, genommen werden soll, dann hat die Maiwiese die „A…karte“ gezogen. Sie möchte die Maiwiese an einen Veranstalter aus dem Schleusenbereich verpachten.
Das nächsten Problem aus versicherungstechnischen Gründen ist der Bauwagen der Kita. Es könne bei Veranstaltungen keine Garantie übernommen werden, dass dort nichts passiert. Frau Altmann erklärte weiter, durch den Betrieb der Kita entstehen auch Schäden an der Maiwiese. So werden z.B. Steine aus der Einfassung der Bühne gerollt, da die Kinder, entgegen dem angedachten Konzept, statt im Wald zu spielen, rund 90 Prozent ihrer Zeit auf der Maiwiese verbringen.

Frau Altmann bemängelt auch die Beleuchtung, da die Besucher einer Veranstaltung u.U. im Dunkel nach Hause gehen müssen.

Sie führte aus, dass es Kontakte mit einem Anbieter gebe, der Naturklassenfahrten durchführt, Bogenschießen usw. Es gibt in dieser Richtung Kontakte nach Bad Saarow. Nach einer Ortsbesichtigung war dieser Anbieter sehr interessiert an der Maiwiese als Standort für einen Kletterpark. Der Baumbestand sei in Ordnung.

Fraktion DieLinke/Grüne:
wollte wissen, warum der Kita die Betriebskosten für Wasser und Strom nicht in Rechnung gestellt würden, dass würde das Budget für die Maiwiese entlasten. Antwort, das wurde so, kostenfrei, in einem Vertrag zwischen der Gemeinde und der Christlichen Kita festgelegt.

Fraktion SPD/CDU
schlägt vor, auf der Maiwiese eventuell Container für etwa 50 Flüchtlinge aufzustellen. Antwort, wenn es hilft. Allerdings müsse die Infrastruktur bedacht werden, wo können die Flüchtlinge einkaufen usw.

Punkt 11. Diskussion über den Umgang mit abgesetzten/verwiesenen Tagesordnungspunkten (Antrag Fraktion UW)
Die Fraktion Unser Woltersdorf, Herr Ponsel, stellte diesen Antrag kurz vor. Er erklärte, dass zum Beispiel der Antrag zur Krokodilsbucht nicht so bearbeitet wurde wie geplant. Die Reihenfolge der Tagesordnungspunkte müsste optimiert werden. Als Beispiel führte er den Haushaltsplan an, der in drei Sitzungen am Ende stand, so etwas gehöre an den Anfang einer Sitzung. Des weiteren wies Herr Ponsel darauf hin, dass Informationstagesordnungspunkte nicht vor Beschlusstagesordnungspunkte abgehandelt werden dürfen, es müsse umgekehrt laufen und zusätzlich sollte innerhalb der Beschlusstagesordnungspunkte noch gewichtet werden. Nur so könne es gehen. Für heute wolle er allerdings nur wissen, wie es gehandhabt werden solle.
Er bemängelte die neuen Tagesordnungen, die nach demselben Schema erstellt worden. Es könne nicht angehen, dass Sachverständige, die weit angereist seien, stundenlang warten müssen.

Fraktion DieLinke/Grüne:
fand allerdings, dass die Tagesordnung im Einvernehmen mit den Abgeordneten und Vorsitzenden erstellt werde und daran sollte sich nichts ändern. Es könne also durchaus sinnvoll sein einen Informationspunkt vor einer Beschlussempfehlung zu behandeln.

Fraktion SPD/CDU
sah es auch so, dass die Tagesordnung in den Händen der Ausschussvorsitzenden bleiben solle.

Fraktion WBF
fand, dass die Abstimmung der Tagesordnung zwischen Ausschussvorsitzenden und der Verwaltung nicht geändert werden sollte. Wer an der Tagesordnung Veränderungen wünscht, könne ja einen Antrag am Anfang der Sitzung stellen.

Frau Weber erklärte, dass die Krokodilsbucht alle fünf Minuten auf der Tagesordnung stand. Während der Dienstzeit des ehemaligen Bürgermeisters stand sie nicht einmal auf der Tagesordnung. Sie wies auch daraufhin, dass ein Tagesordnungspunkt nur dann wieder auf die Tagesordnung käme, wenn sich gravierende Änderungen ergeben haben.
Frau Hoffmann ergänzte, dass die kommende Tagesordnung des Bauausschusses im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden erstellt wurde. Auch wurde dabei auf eventuelle Gastredner Rücksicht genommen.

  1. Friedrich

    @ Blitzmärker

    Die Schleusenregion ist doch schon im Ar…..
    Die Baugenehmigung für die Seniorenresidenz war der Todesstoß.

    Und die Maiwiese ?? Durch die zuständige Mitarbeiterin in der Gemeinde wurden nur unbedeutende Einnahmen erzielt.
    Was bleibt ist ein werthaltiges Filetgrundstück in Gemeindebesitz und Einsparungspotential bei der Mitarbeiterin, die den Umsatz nicht bringt. Manchmal sollte man auch kaufmännisch denken.

  2. petruschka

    Maiwiese? bei fast allen Komentatoren wird über andere Dinge geschrieben.
    Die Maiwiese war und ist eines der letzten Symbole der Schleuse. Die Maiwiese hatte immer einen Stellenwert. Auch glaube ich nicht, das die Maiwiese nicht in den VA boom von Berlin/Brandenburg paßt.
    Das sin alles nur vorgeschobene Argumente , die vom eigendlichen Problem ablenken.
    Der Niedergang der Maiwiese begann zur Zeit von Pieper, der unglauliche Mieten für die Wiese wollte. Ich glaube das es zwischen 6- 7000Dm pro Jahr waren. Dazu sollten ihm genehme VA frei durchgeführt werden können, obwohl ein Pächter da war?!?
    Bei einer einigermaßen vernünftigen Planung sollte dort wieder Leben möglich sein.
    Unser Problem ist, das ein Großteil der Abgeordneten und Verwaltungsangestellten nicht mehr die Zeit der “ alten Maiwiese “ kennt. Leider fehlt diesen Menschen da ein gewisses Gefühl, das kann man ihnen aber nicht vorhalten.
    Manchmal hilft es auch mal einen oder eine Alte/n zu fragen.
    Zur sogenannten Woltersdorferin, leider habe ich diesen Artikel nicht komplett gelesen, dieser würde mich schon interessieren, wie hat ein GESINNUNGSGENOSSE im Berliner Rundfunk so „schön“ geschrieben:
    Irgendwann haben wir alle eine braune Masse im Gehirn mit einem IQ von 90. Ich glaube es fängt schon an.
    Einen schönen Tag den Lesern.

  3. blitzmaerker

    „Ich bin der Meinung, wir haben schon zuviele Sachen nach der Wende in Woltersdorf verloren,
    die den Ort eigentlich ausmachen, soll das so weiter gehen…?“

    @PT66: genau, Der Kern um’s Rathaus ist schön geworden. Leider ist es versäumt worden mehr kleineren Geschäften die Ansiedlung zu ermöglichen/erleichtern ( ja, O.K. das ist wirtschaftlich oft nicht möglich)
    Wenn die Maiwiese endgültig fällt ist der Schleusenbereich m.M.n. ziemlich im A…. – Liebesquelle sprudelt nicht mehr, Schiffahrt ist unterrepräsentiert und vor allem machen die neuen Wohnklötze an der Schleuse das ganze Areal sowas von kaputt. Für mich eine städtebauliche Sünde wie 70er Jahre Beton. Wenn das mein Grundstück gewesen wäre, ich hätte einen bewirtschafteten Parkplatz draus gemacht – auf dem dann auch z.B. mal ein Trödelmarkt oder andere Festivitäten rund um die Schleuse ihren Platz gefunden hätten.
    Und bei Festen auf der Maiwiese hätte man die Parkplätze gut gebraucht.

  4. PT66

    …wie ich in meiner letzten Antwort schon schrieb…am Rande bemerkt…
    Das Hauptthema ist immer noch die Maiwiese, die es eines Tages so nicht mehr geben soll…
    Ich bin der Meinung, wir haben schon zuviele Sachen nach der Wende in Woltersdorf verloren,
    die den Ort eigentlich ausmachen, soll das so weiter gehen…?

  5. Martin Gensert

    @ Woltersdorferin
    Bitte beachten Sie folgenden Hinweis:
    Zitat aus http://www.recht-gegen-rechts.de
    „Wer zu Hass und Gewalt gegen Bevölkerungsgruppen aufruft, macht sich strafbar. Man bezeichnet dies als „Volksverhetzung“. Dabei ist es egal, ob durch öffentliche Reden, in Zeitschriften, auf Flugblättern oder Internetseiten Hass gegen eine religiöse oder ethnische Gruppe geschürt wird. Richter bestrafen auch denjenigen, der Teilen der Bevölkerung ihre Menschenwürde abspricht, sie beschimpft oder Falsches über sie behauptet.“

  6. Woltersdorferin

    …die Woltersdorfer Kinder von der christlichen Kita sollten uns verantwortungsbewussten Woltersdorfern aber näher stehen,…

    DER GESAMTE REST DES KOMMENTARS WURDE GELÖSCHT.
    Es wurde darin Fremdenfeindlichkeit usw. gesehen. Ich bin kein Jurist, ich kann nicht bis aufs I-Tüpfelchen sagen, stimmts oder stimmts nicht. Um jeden Ärger, auch von dem Kommentator abzuwenden, wurde gelöscht.
    Bernds-Journal

  7. Woltersdorferin

    Tja, …., dreist wenn Sie auch der Freund und Anwalt von Bernd W. sind, so könne man Sie ja gar nicht mit gutem Gewissen weiterempfehlen, wenn man mal einen Einbruch, Diebstahl oder tätlichen Übergriff ….

    Ebenfalls gelöscht. Gründe siehe oben.
    Bernds-Journal

  8. Martin Gensert

    An dieser Stelle ein Kommentar Stefan Kuzmany aus dem Spiegel, der die Situation genau beschreibt:
    „Es ist unerheblich, ob wir freudig oder furchtsam auf die Flüchtlinge reagieren. Es spielt keine Rolle, ob diese Menschen unseren Vorstellungen entsprechen oder nicht. Es zählt nur eins: Sie mussten ihr Land verlassen, weil dort Krieg herrscht, sie mussten fliehen, weil ihr Leben in Gefahr war. Und wir müssen ihnen Schutz gewähren, denn Moral und Gesetz verlangen es.“

  9. PT66

    …schwieriges Thema…man sollte sich aber ein realistisches Bild von den Flüchtlingen machen und nicht nur die Berichte im TV sehen, in den sozialen Netzwerken gibt es genug Berichte, die das reale Leben zeigen und beschreiben…nur mal am Rand bemerkt

    1. Bernds Journal

      Hi PT,
      bestimmt ist es ein schwieriges Thema, dass jetzt so kontrovers diskutiert wird. Jeder soll dabei zu seinem Recht auf freie Meinungsäußerung kommen. Es bringt nichts, nur die zu Worte kommen zu lassen, die jeden Flüchtlingszug bejubeln, auch die sich um die Zukunft sorgen und ihre Bedenken und Ängste äußern möchten, sollen dies getrost tun dürfen. Denn, wenn der Jubel verpflogen sein wird, wird Deutschland und Europa sich mit Unmengen von Problemen aller Art beschäftigen müssen.

      Nur, eine Meinung möchte ich mir doch aus anderen Quellen, als den sozialen Netzwerken, bilden, da wird zuviel – zu flaches – geplärrt.

      Schönen Sonntag wünscht
      Bernd

  10. Woltersdorferin

    Verstehe ich das hier richtig: Die Kitakinder der christlichen Kita sollen nun wegen der 12.000,- € Stromkosten wie „Hänsel und Gretel“ in den Winterwald umziehen ?
    Stattdessen wollen die christlichen Abgeordneten von SPD und sozialen von CDU lieber Container für etwa 50 Flüchtlinge aufstellen, wo noch nicht mal sicher ist, ob die alle berechtigt sind,

    Ebenfalls gelöscht. Gründe, siehe oben.
    Bernds-Journal

    1. Martin Gensert

      Da musste ich erst mal ganz tief Luft holen, nach dem ich den Artikel der Woltersdorferin gelesen hatte.
      Der Artikel erinnerte mich ein wenig an ganz alte Artikel der Zeitung Bild vor 20 – 30 Jahren.
      Und mir wird auch etwas Angst und Bange, um die Werte, auf die wir uns in Deutschland einiges einbilden, wie Toleranz und Achtung der Menschenrechte. Sind wir so viel besser, als die Flüchtlinge die jetzt zu uns kommen?
      Was bilden wir uns eigentlich ein, uns über andere Menschen erheben zu können.

      Wie hier im Vorfeld in einer Art und Weise Menschen, die bei uns Zuflucht suchen werden, vorverurteilt werden, ist nach Meinung nach unterste Schublade.
      Da wird von Verkeimung der Unterkünfte gesprochen und es wird in höchstem Maße abfällig besprochen, „das wo die herkommen, müssen die ja auch kilometerweit wandern“.
      Dass diese Menschen uns bereichern können, daran hat die Schreiberin wohl nicht gedacht, dass entsprechend dem Grundsatz von Angebot und Nachfrage sich nun kleine Lebensmittelangebote auch wieder an der Schleuse ansiedeln könnten, wird nicht mal in Betracht gezogen.
      Vielleicht muss ich ja zukünftig nicht mehr in die ehemaligen Westbezirke von Berlin fahren, um ganz frisches Obst, tolles Lammfleisch oder leckeren Schafskäse oder schmackhafte Oliven zu bekommen.

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