Hauptausschuss Teil 1 – Januar 2015

Da der Bürgermeister erkrankt ist, wurde die Sitzung von seinem Stellvertreter für den Hauptausschuss von Woltersdorf, Sebastian Meskes (DIE LINKE/Grüne) moderiert.

Punkt 4. Informationen zu verschiedenen aktuellen Themen und Anfragen
Sigrid Weber als 1. Stellvertretende Bürgermeisterin berichtet, dass Rainer Vogel, Hannes Langen ebenfalls zum stellvertretenden Bürgermeister berufen habe. Zudem soll er den Bürgermeister im Team „Bildung“ vertreten.

Dann berichtete Sie, dass der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Siegfried Bronsert, von Wilfried von Aswegen eine Email bekommen habe, in der dieser seinen Austritt aus der Bürgerinitiative „Unser Woltersdorf“ erklärt habe. Auch lege er alle Ämter, wie den Vorsitz im Finanzausschuss, nieder. Nur sein Mandat werde er weiter ausüben.

Wir kamen zum Bericht des Bürgermeisters. Sigrid Weber sagte, dass im Haus die Inventuraufnahme angefangen habe. Die Umbauarbeiten in der Kita Weinbergkids seien beendet, die Freigabe stehe noch aus. Die Arbeiten zur Renovierung der Fassaden am Haus der kleinen Strolche wurden ausgeschrieben, ebenso die Leistungen für den Umbau im Flachbau im Schulcampus. Der Nutzungsvertrag für den Verein „Kulturhaus Alte Schule“ laufe im Februar 2015 aus. Es wurde durch den Verein von einer Verlängerung bisher nicht Gebrauch gemacht. Der Erweiterungsvertrag der AWO-Kita „Kinderparadies“ in der Seestraße wurde unterschrieben.

Weiter berichtete Sigrid Weber, dass es zwei Stellenausschreibungen gab. Die erste Stelle sei der Kämmerer und die zweite die Leiterin der Kita Weinbergkids, allerdings auf eineinhalb Jahre befristet. Ebenfalls laufe noch bis zum 26. Februar die Ausschreibung einer stellvertretenden Schiedsperson für Woltersdorf. Bislang gibt es drei Woltersdorfer Interessenten. Nicht erfreulich war, dass die Kreisumlage mit 3.149.427,73 Euro um 184.500 Euro höher ausgefallen sei als eingeplant. Woltersdorf hat mit Stand 20. Januar 8588 Einwohner davon 8130 mit Hauptwohnsitz in Woltersdorf. Soweit der wohltuend kurze Bericht der stellvertretenden Bürgermeisterin.

Stefan Grams (WBF) fragte, welche Auswirkungen der Austritt Wilfried von Auswegen haben werde. Sigrid Weber meinte dazu, im Moment keine, es ist Sache der Fraktion „Unser Woltersdorf“ zu entscheiden, wie es weitergehen wird.

Punkt 5. Bericht des „Woltersdorfer Verschönerungsverein Kranichsberg e. V.“
Sebastian Meskes beantragte Rederecht für Gisela Schuldt. Dem wurde zugestimmt. Diese gab einen umfassenden Bericht über die Tätigkeit des Verschönerungsvereins, zu dem u.a. die Betreuung des Heimatmuseums, des Aussichtsturms sowie die Pflege der Außenanlage um den Turm, gehöre. Auch wurden auf dem Friedhof Tafeln an Gräbern bekannter Woltersdorfer Persönlichkeiten und eine Gesamttafel am Eingang aufgestellt. Die Pflege der Kriegsgräber der Gefallenen vom ersten und zweiten Weltkrieg wird auch durch den Verein geleistet. Ebenfalls finden im kulturellen Bereich die seit 1965 bekannten Serenadenkonzerte statt. Die musikalisch-literarischen Veranstaltung auch als „Themenbrunch“ bezeichnet werden weiter durchgeführt. Für Mitglieder und Freunde des Vereins finden jedes Jahr zwei Tagesfahrten mit dem Bus statt. Im weiteren hob Gisela Schuldt die Bemühungen zur Rettung des Kriegerdenkmals des ersten Weltkrieges, im Volksmund Fidusdenkmal genannt, hervor. Leider waren diese Bemühungen bis heute nicht so vom Erfolg gekrönt. Das Denkmal, das in der Denkmalsliste steht, zerbröselt weiter.
Gisela Schuldt erklärte, dass die Webseite des Vereins überarbeitet worden sei. (Anmerkung: Eigentlich ist es eine völlig neue Webseite, da dem Verein die alte Webseite mitsamt dem Administrator abhanden kam).

Stefan Grams wollte wissen, warum im Museum kein Eintritt verlangt werde. Die Vorsitzende erklärte, dass der Verein es so beschlossen habe, damit Schülergruppen und auch Kinder die Möglichkeit hätten, sich mit der Geschichte von Woltersdorf zu befassen. (Anmerkung: Der hauptsächliche Grund ist aber, der Verein darf laut den Bedingungen für die Fördergelder beim Umbau der Alten Schule für das Museum keinen Eintritt erheben).

Punkt 6. Information und Diskussion zum Haushaltsplanentwurf 2015
Zum Haushalt bemerkte Sigrid Weber, da es noch keinen Kämmerer gebe, Ilona Rauch aus der Kämmerei berichtete, dass die Zahlen mit Stand vom 12. Januar in den Haushalt eingearbeitet wurden. Allerdings sind sie aufgrund der höheren Kreisumlage schon wieder überholt.

Ilona Rauch erläuterte, dass sie in Zusammenarbeit mit den Fachämter den Planentwurf erarbeitet habe und zu einem negativen Ergebnis von 475.561 Euro gekommen sei. Das Minus würde sich allerdings durch die höhere Kreisumlage um 184.500 Euro reduzieren. Dann erklärte sie noch kurz die beigefügten Listen. Es gebe eine Liste über freiwillige Aufgaben mit Bindung, das wären z.B. bestehende Verträge. Weiter eine Liste freiwillige Aufgaben ohne Bindung und eine sogenannte Wunschliste.

Ein Abgeordneter wollte wissen, wie es momentan mit den Festen der Feuerwehr gehandhabt werden könne, da die Freiwillige Feuerwehr ja frühzeitig Verträge unter Dach und Fach bringen müsse.

Ilona Rauch erklärte, dass zur Zeit keine Chance bestehe, da Woltersdorf unter vorläufiger Haushaltsführung stehe. Die Kommunalaufsicht habe eindeutig signalisiert, dass solange keine freiwilligen Leistungen genehmigt werden dürfen. (Anmerkung: Wie es scheint, stecken wir in der Malesche, weil der Bürgermeister und „Unser Wolterdorf“ dem Kämmerer einiges sagten, das dieser als unangebracht empfand und sein Arbeitsverhältnis kündigte. Wobei der Bürgermeister klarer Sieger ist, er hat nun den zweiten Kämmerer verloren und hofft auf den dritten Kämmerer. Starke Leistung, bedenkt man, das hat er locker in 4 Jahren geschafft).

  1. Minerva McGonagall

    „Unser Woltersdorf“ zerlegt sich also grade selbst.
    Auch der gute Herr Brauer hat sich schon vom Acker gemacht.
    (Das war der, der immer nicht so richtig weiß, wo Kreuzchen zu machen sind.
    Auch bei UW hat er sich wohl vertan…)
    Überraschung, Überraschung…
    die Jungs von UW scheinen doch nicht ganz so friedlich und konstruktiv unterwegs zu sein. Wer hätte das gedacht !
    Allgemein kommt in den gemeindlichen Gremien die meiste Unruhe und der meiste Zank aus des Bürgermeisters Lieblingswahlbündnis. Waren die nicht mit dem Versprechen angetreten, das „Gezänk“ zu beenden… Ts Ts Ts.
    So wie der Bürgermeister einst das Klima in Woltersdorf verbessern wollte, na da hat auch er nach Kräften gewirkt.
    Derzeit ist er also krank (oder krankgeschrieben ?), jedenfalls hat er sich aus der Affäre gezogen, ist ihm doch alles sehr auf das zarte Seelchen geschlagen.
    Obschon, mit den Mitarbeitern im Rathaus ist er ja bekanntlich auch recht uncharmant umgegangen, nun trifft es ihn selbst. Das kann passieren.
    Der arme Kerl musste viele Schicksalsschläge einstecken.
    Seine Hoffnungsträger von UW und Mittelstandsverein haben seine Erwartungen nicht erfüllt; der Dorftratsch weiß zu berichten, dass seine Frau die Koffer gepackt hat (ist da was dran ?); und dann kommt noch die Kassenärztliche Vereinigung mit einer Strafanzeige wegen Abrechnungsbetrug.
    Was ist da der Stand der Dinge ?
    Er muss doch eigentlich seinem Dienstherrn (der Gemeindevertretung) Mitteilung über den Fortgang machen, oder ?!

    M.

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