Genehmigung mit Verfallsdatum

24. September 2013

Bürgermeister Vogel und sein ihm, wie ich meine, immer freundlicher Hofberichtserstatter haben sich nun endgültig auf den Verschönerungsverein eingeschossen. Die Informationstafel ist Vogels neuer Kriegsgrund, um gegen den Verein anzustänkern. Vogels treue MOZ berichtete am 24. September: Vogel finde, der patriotische Text mache einen Kommentar notwendig. Zugleich genehmigte er nachträglich, ohne Bedingung, die Aufstellung der Tafel, so sein, im zugetanes Organ, die MOZ.

11. Oktober 2013

Bis zum 11. Oktober hatte Vogel wohl alles vergessen, was er zuvor gesagt hatte. Nun will er wieder seinen zusätzlichen Kommentar, andernfalls werde er die Tafel entfernen lassen, schreibt Vogels freundlicher Hofberichtserstatter. Hier möchte ich mir erlauben, Vogel darauf hinzuweisen, sein bevorzugtes Organ, die MOZ, schrieb am 24. September, die Gemeinde hat die Tafel nachträglich genehmigt. Frage an die Gemeinde Woltersdorf, gibt es Genehmigungen der Gemeinde Woltersdorf nur mit Verfallsdatum? Werden Entscheidungen der Gemeinde Woltersdorf nach der täglichen Stimmungslage des Bürgermeisters getroffen und widerrufen? Ja dann, dann sollte die Gemeinde für den Bürgermeister einen Hermelinmantel, Krone, Zepter und Reichsapfel bestellen, Entscheidungen nach täglicher Stimmungslage können sich nur Autokraten erlauben.

„Er sei entschlossen, den jetzigen Zustand nicht zu dulden, denn er stärke rechtes Gedankengut. Weil die Tafel auf öffentlichem Grund stehe, könne sie als Aussage der Gemeinde gewertet werden“, so Vogel weiter in der MOZ. Also am 24. September war es noch – patriotisches Gedankengut, am 11. Oktober ist es bereits mutiert zu – rechtes Gedankengut. Möchte der Bürgermeister den Verschönerungsverein und seine Mitglieder damit in die rechte Ecke stellen?

Als Aussage der Gemeinde kann der Text der Tafel auch nicht gewertet werden, eindeutig ist der Verschönerungsverein als Verantwortlicher genannt. Obendrein sind es Originaltexte von der Einweihungsfeier 1926, entnommen aus der Haselberger Chronik von 1931. Die Aussage von Vogel ist also an den Haaren herbeigezogen. Ich bin gespannt, was Vogel als nächstes einfällt, um den Verein das Leben schwer zu machen. Wer hier blättert, findet manchen Artikel der sich mit Vogel contra Verschönerungsverein beschäftigt, ob Museum, Wappen und jetzt Tafel, immer ist Vogel bereit gegen den Verein anzugehen. Es scheint, er mag ihn nicht und will ihn weg haben.

Vogels Streit um Woltersdorfer Denkmal

  1. Margarete

    Liebe Redaktion von Bernds-Journal.
    Dass zu den einseitig berichteten Artikeln die Kommentare der Leser nach Gutdünken veröffentlicht oder gar wieder gelöscht werden, liegt nach meinem Verständnis im gesetzlich garantierten Hausrecht der Betreiber einer Internetplattform. Soweit ist das ja legitim. Dennoch zeugt es nicht gerade von Demokratie, freier Meinungsäußerung oder Wahrheitsvermittlung, wenn die Redaktion einer Zeitung immer nur Partei ergreifend für eine Seite, und somit nicht mehr objektiv, berichtet.
    So auch geschehen, erst neulich zum wiederholten Male bei unserer Lokalzeitung, die immer noch kritiklos, oftmals katzbuckelnd den Regierenden zu Kreuze kriecht, mit Vergötterung der Landesfürsten und Schleichwerbung für Pharmaziekonzerne macht. Oder einfach nur die Menschen, wenn sie diese nicht immer mit Seiten füllenden Banalitäten verblödet, durch provokative Artikel gegeneinander bis zur Weißglut aufhetzt, statt ganz unparteiisch und neutral, gut recherchiert, alle Seiten beleuchtend, und wie Ihr, mutige BJ-Redakteure, wahrheitsgemäß zu berichten und vor allem über Hintergründe aufzuklären.
    Zum Beispiel äußerten sich in der MOZ mal kritische Leser über einen demagogischen, listigen / hinterhältigen Gemeindebürgermeister. Einem Philosophen, der mit den fast 100jährigen Ansichten einer Visions-Sekte und mit seiner untertänigen, Bürger schröpfenden Ortsverwaltungsleitung, sowie mit einigen inkompetenten Abgeordneten sich ja nun schon öfters ob seiner “Heldenstücke” nicht mit dem erhofften Ruhm bekleckert hatte. Wenn man einerseits die unterschiedlichen Presseartikel (MOZ und BJ) und andererseits dem Lokal überschreitenden “Buschfunk” aus Insiderwissen, Glauben schenkt.

    Da kritisierte auch eine Userin “Oma Grimmig” am 11.10.2013, 20:00 die Löschaktion der MOZ mit den Worten: „An den „mutigen“ MOZ-Zensor ! Dass Sie den Kommentar 11.10.2013 18:15, von Auahenne, „Ach nee – ist’s schon wieder Jagdsaison auf den Woltersdorfer Verschönerungsverein e.V.?“ gelöscht haben, spricht auch für Ihre engstirnige Geisteshaltung !
    Wovor haben Sie Angst, vor der Wahrheit ? – Dann sollten Sie sich besser einen anderen Beruf suchen. Es gibt viele andere Berufe, wo man keine Berufung zu braucht. Werden Sie doch Märchenerzähler im Multikulti-Kindergarten. ;-)“

    Doch, wovor oder vor wem fürchtet sich die MOZ, dass sie so harmlose Kritiken schnell wieder löscht? Ich habe bei vielen anderen Presseartikeln des Internets mit ihren seitenlangen Kommentaren viel kritischere Wahrheitsäußerungen über “Personen des öffentlichen Interesses” (Machthaber, Politiker, Künstler) und unzählig viele empörte Volks-Meinungen zu Missständen, gelesen.

    Die Userin ”Auahenne” hat ihre “Insiderinfo” in Metapher gekleidet. Das ist in der Rhetorik eine gern angewandte, mehrdeutige Ausdrucksweise und Jedermann frei entscheiden kann, ob er die kratzige Jacke, die ihm nicht passe sich dennoch anziehen möchte. (Ach ja, das war auch so ein Metapherbeispiel) Ich gebe diese ironische Metapher vom 11.10.2013, 18:15 mal auszugsweise hier wieder: “Ach nee – ist’s schon wieder Jagdsaison auf den Woltersdorfer Verschönerungsverein e.V.?
    Dass Thie…, Mie… und Vogel keinen Bezug zur Woltersdorfer Heimatgeschichte haben, ist nur allzu verständlich wenn man weiß, dass diese Senioren in den Nachwende-Jahren im wald- und wasser-gesegneten Woltersdorf sich in der Ortsfremde machtergreifend eingenistet hatten. Doch nicht genug, ihre alt vertrauten Gewohnheiten, wie Imponiergehabe und Revierkämpfe haben die Platzhirsche auch gleich mitgebracht. Doch im Alter entwickelt so ein Alphatier keine patriotischen Heimatgefühle mehr in fremdem Jagdrevier. – Denn Heimat ist mehr, als nur Landschaft!!!
    Dennoch mischen sich alle drei Senioren stets und ständig in die Woltersdorfer Heimat-Vereinsangelegenheiten wichtigtuerisch mit ein, kommandieren nach Gutsherrenart die ehrenamtlichen Helfer rum, maßen sich Privilegien an und geben zu jeder freiwilligen Initiative des WVV ihre niveaulose Meinung medienerregend contra. ….“

    Ja, „Auahenne“ hat recht, wenn sie da feststellt, dass Heimat mehr, als nur eine Landschaft ist. Heimatgefühl muss wachsen. Doch gerade darin ahne ich die Kernaussage, die den Sektenordenfans einer grenzenlos durchmischten standardisierten Weltordnung bzw. den Kämpfern einer Neuen EU-Diktatur noch im Wege steht: Erhalt und Pflege von Muttersprache, Zugehörigkeitsgefühl, Individualismus, Meinungsvielfalt, Erinnerungen, Artenvielfalt, Umweltschutz, Eigentum, Familie, Heimatliebe, Pflege von Sitten und Gebräuchen, traditioneller Mahn- und Gedenkkultur, Vaterlandschutz und auch Verteidigung u.s.w., u.s.f.

    Userin „Oma Grimmig“ bringt es mit ihrem entlarvenden Kommentar (11.10.2013, 19:47) auf den Punkt, in dem sie mit Quellenangabe übermutig schreibt: „Der Feind steht sowohl rechts als auch links, Herr Dr.phil.psych. Rainer Vogel, von der GIFTgrüngefärbten Partei!

    Und in der Sowjetunion hätte – nach den Erfahrungen des Stalinismus, mit deutlich mehr Toten – der Feind dann ja eigentlich links stehen müssen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus
    Kurz gesagt: IMMER wenn es dogmatisch, antidemokratisch, diktatorisch wird, Herr Dr.phil.psych. Rainer Vogel, kann es nur VOLKSFEINDLICH sein. Das war mit „Rechts“ und „Links“ so. Das ist jetzt mit „Grün“ und einer angestrebten „Europa-Diktatur“ nicht besser.“

    Sie mag sich m. E. bei ihrer Meinungsäußerung auf das gestellte „Ultimatum“ und die Trigger des Psychotherapeuten und der beiden hinter ihm stehenden Ex-Vereinsmitglieder an den WVV, im MOZ-Artikel bezogen haben. Dort steht: „… Er sei entschlossen, den jetzigen Zustand nicht zu dulden, denn er stärke rechtes Gedankengut….“

    Aber bilde sich nun jeder Leser seine eigene, freiheitliche Meinung.
    Und das taten auch die MOZ-User „max“ und „Buchhalter“. Letzterer schrieb im Kommentar vom 27.09.2013, 01:41 folgendes: „Gegensätze – nicht vereinbar
    Der Redakteur zitiert die angeblichen Worte des Woltersdorfer Künstlers Fidus, („Auf deutschem Acker bricht der deutsche Krieger, von fünf Pfeilen getroffen, die heimtückisch von allen Seiten nach ihm geschleudert werden, zusammen, während er nur in der Hand das kurze Schwert hält, das Abwehr andeutet.“) ohne deren tiefer Symbolik richtig interpretiert zu haben. Sonst hätte er nicht stattdessen die folgenden ironisch verstandenen Sätze „Auch sonst ist in den zitierten Zeitzeugnissen viel von tapferen deutschen Opfern die Rede, aber nicht einmal davon, dass im Krieg auch Angehörige anderer Nationen starben.“, mit angeführt.
    Ist das nur eine unsachliche Meinung ? Oder eine Solidarität mit den regierenden Volksfeinden und Kriegstreibern, die uns mit viel Verwirrung einzutrichtern versuchten: “der Text von 1926 sei „im vereinten Europa nicht mehr zeitgemäß.“ ” ???
    Oder gibt er nur die Gedankengänge eines derzeitigen Bürgerverwalters einer Blüten-Partei wieder, der sich wieder mal persönlich in seiner Eitelkeit gekränkt fühlt, weil er sich da nicht mit seiner gutmenschlichen Multikulti-Ideologie mit verewigen könne ? – Hallooh, oh oh oh, es ist nicht irgend ein Idolverehrungs-Denkmal ! Es ist das Antikriegs-Mahnmahl der überlebenden Nachfahren eines kleinen, ländlich-bürgerlichen, fast unpolitischen Dorfes. Es war das Mindeste, was der damalige Staat (hier der Dt. Kaiser) den Hinterbliebenen zur „Entschädigung“ teilweise finanzierte. Den Erhalt und die Pflege sogar alle nachfolgenden Regierungen (über die 20-jährige Totenruhepflicht auf deutschen Friedhöfen hinaus) auch weiterhin im Osten gestatteten, im Westen unterstützten. Dafür, dass sie UNFREIWILLIG ihr junges Leben für eine herrschende Klasse im Eroberungskrieg UND im Landesverteidigungskrieg OPFERN MUSSTEN. Doch der Verfasser dieser Zeilen (Ortschronist und Lehrer Max Haselberger) ging mit seinen lehrenden Worten für die Nachwelt, noch einen Schritt weiter, und beklagte den Soldaten-Tod der „deutschen Krieger“: „Auf deutschem Acker… nur in der Hand das kurze Schwert … Abwehr …“ – Ja, militärische Landesverteidigung war das legitime Recht eines JEDEN souveränen Staates.
    Der zugeflogene Vertreter einer 68-er Flower-Partei will nun seine sowjetisch-amerikanische Großmacht-Freiheits-Ideologie eines zerstrittenen, uneinigen “vereinten Europas” auf einer Infotafel eines kleinen ländlichen Heimatvereines für die Nachwelt „einmeißeln“ ? – Och neee, Herr Vogel, die Woltersdorfer bedanken sich für den neuartigen Höhenflug ! Ihren eigenartigen Possen werden noch genug Zeilen in einer anderen Ortschronik gewidmet sein, keine Bange vor der Sterblichkeit.“

  2. Claudia

    Hallo Bernd, dass ist aber keine normale Jagd die du da kreierst, sondern du jagst einen zugezogenen Sekten – Raubvogel. Aber wie du weist, kommt ein Vogel selten allein. In seinem Vogelkäfig gibt es noch mehr zugezogene Sekten – Vögel. Auch die sollte man nicht aus den Augen lassen.

  3. Theo Mütze

    Leute entspannt Euch doch mal, ihr habt Urlaub !

    Den Verschönerungsverein wird es in 100 Jahren noch geben, aber von einem Bürgermeister Vogel wird man dann nicht einmal wissen, dass es ihn überhaupt gab.

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