Geiz ist geil – Lebensmittel aus China

Geiz ist geil ist die Devise, zumindest hierzulande, wenn’s um Lebensmittel geht. Ganz billig kann aber nur der verkaufen, der ganz, ganz billig einkauft. Ganz billig kaufen Händler in China. Über eine Million Tonnen, eine gigantische Menge, werden ganz billig in China geordert.

China ist berüchtigt für seine Umweltsünden. Chinesen wissen das und wer es sich leisten kann, kauft Erzeugnisse aus biologischem Anbau. Diejenigen, die es sich nicht leisten können, bekommen eine weniger gute Qualität. Chinas Böden sind zu 70 Prozent verseucht. Schwermetalle, Giftstoffe, Industrieabgase, Massen von Pflanzen- und Schädlingsbekämpfungsmittel machen dem Boden den Garaus.

3600 Tonnen Äpfel, 80 Millionen Liter Apfelsaft, 130.000 Tonnen Fisch, 8000 Tonnen Fleisch, 280 Millionen Rohlinge für Schrippen, 860 Tonnen Milchprodukte und über 10.000 Tonnen Gemüse werden jährlich, meist in Hamburg, angelandet. Allgemein werden nur die Einfuhrdokumente abgecheckt.

Melamin, eine Chemikalie zur Herstellung von Plastik, wurde im Milchpulver gefunden. In chinesischem Reis wurde Kadmium und Blei entdeckt, Schweinefleisch wird zu Rindfleisch umgefärbt, in Hähnchen finden sich Antibiotika. In China sind Pestizide erlaubt, die hier verboten sind.

Vielleich sollte jeder seinen Discounter ab und zu danach fragen, woher er dies und das, insbesondere seine Lebensmittel bezieht.

Ja, dann – Geiz ist geil – guten Appetit.

  1. Bernd

    In unserer Gegend ist mir solch ein Laden nicht bekannt. Herzlichen Gruß an den Ammersee und alle seine Anrainer, liebe Renate.

  2. Renate

    Ja, das sollten die Discounter, aber das tun sie nicht, lieber Bernd! Wobei ich hier im Ort einen habe, der sogar Biotüten verschenkt – es gibt also auch Ausnahmen.

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