Gegen Ignoranz und Gleichgültigkeit


Gastautor: Der Sänger Peter Hendriks
Gegen Ignoranz – Gleichgültigkeit – Fremdenhass –
Mit diesem Lied möchte ich dazu beitragen, dass wir einfach mal wieder in uns hinein schauen und unsere inneren Werte betrachten. Frei von Vorurteilen gegen andere Menschen und offen für ihre Problematik zu sein, versuchen zu helfen und dabei auch noch unseren kulturellen Horizont erweitern. Unsere Großeltern und Eltern waren auch auf der Flucht und dankbar für jede Hilfe. Wir müssen nicht viel tun. Wir müssen uns nur mit unseren eigenen Stärken einbringen und dem anderen die Hand reichen. Wir geniessen das Glück, seit 70 Jahren keinen Krieg in unserem Land zu haben, also helfen wir bitte den Menschen, die dieses Glück nicht haben.

  1. petruschka

    Klasse, ich bin dabei. Gespannt bin ich auf die Gemeindevertreter, jetzt können sie die positiven Muskeln spielen lassen. Vielleicht gibt es ja hierdurch auch einen Schulterschluß unter den doch recht verfeindeten Vertretern.
    Alles Gute beim denken.

  2. Martin Gensert

    ….und da gibt es natürlich noch den Alten Krug. Sicher keine 5 Sterneunterkunft, aber für die Flüchtlinge sicher noch besser als Zelte oder Container. Man muss auch nicht gleich einen Cateringserice bzw. Essensausgabe staatlich organisieren. In der vorhandenen Küche würden die Flüchtlinge sicher mit Freude selbst ihr Essen kochen, wenn man ihnen einfach die Lebensmittel liefern würde, die sie brauchen. Auch saubermachen würden sie sicher gerne, wenn sie in Frieden und ohne Lebensgefahr mit ihren Kindern schlafen könnten. Und sie würden sicher auch nach und nach ihr Domizil selbst renovieren, wenn es notwendig ist,.
    Der neue Bürgermeister wird sich an diesen Herausforderungen messen lassen müssen und ebenso die Gemeindevertreter. Und ich hoffe sehr, dass die hier bekundeten Lippenbekenntnisse nachher auch Bestand haben und es zum Schluss nicht heißt… „wir haben ja nichts gegen Ausländer, aber muss das in unser unmittelbaren Nähe sein?“
    Wenn ich höre, dass heute kurz vor Wien fast 50 Flüchtlinge, die um ihr Leben bangten im Kühllastern erstickt sind, dann darf es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben. Ich bin gerne bereit im Alten Krug mitzuputzen, die Flüchtlinge willkommen zu heißen, ihnen zu helfen anzukommen, sie versuchen zu integrieren und auch mal in der Nacht aufzupassen, dass irgendwelche „Leichtsinnige“ nicht plötzlich ein brennendes Feuerzeug dort verlieren.
    Ich bin mir fast sicher, dass ich nicht alleine dastehe und alle die meiner Meinung sind, sollten jetzt aufstehen und etwas für diese Menschen tun, die um ihr Leben geflüchtet sind, die Familienangehörige durch den IS verloren haben und hoffen in unserem reichen Land einen kleinen Platz am Herd zu bekommen, um dort ihr Nachtlager aufzuschlagen.

  3. Martin Gensert

    Die GWG hat sehr wohl freie Kapazitäten, nur sind diese nicht vermietbar, da sie diese in den letzten Jahren einfach hat verkommen lassen. Wir wollten selbst unten an der Schleuse vor einigen Jahren etwas anmieten, die GWG teilte uns mit, dass das Objekt wegen des schlechten Zustandes nicht vermietbar sei. Am Zustand des Ladens hat sich bis heute nicht geändert.

  4. Friedrich

    Ein trauriges Thema, das hier zur Sprache kommt. Erleben kann man nur, wie die Politik komplett versagt- aber tut sie das nicht meistens?
    Gute Idee mit dem Haus am Flakensee, aber leider befinden sich dort inzwischen Wohnungen und der Rest ist an Monteure vermietet.

    Auch die GWG hat keine freien Wohnungen- alles vermietet. Woltersdorf scheint als Wohnlage recht beliebt zu sein

  5. Martin Gensert

    Dem kann ich nur zustimmen. Wenn ich höre, dass die Verwaltung auf die Nachfrage hin, inwieweit 38 Flüchtlinge in Woltersdorf aufgenommen werden könnten, nur geantwortet wird, dass es keine Möglichkeiten gibt, ist das für mich ein Armutszeugnis.
    Was ist eigentlich mit dem Haus am Flakensee, welches meines Wissens seit ganz langer Zeit leersteht. Sicher gibt es auch noch weitere Leerstände.

    Wer Flüchtlinge, die um ihr Leben gerannt sind, nicht freundlich und hilfsbereit gegenüber tritt, sollte vielleicht mal zu einem „Seminar“ im Nahen Osten motiviert werden.
    Nichts desto trotz braucht es natürlich eine gesamteuropäische Lösung mit festen Aufnahmequoten. Es kann nicht sein, dass z.B. Polen als selbsternannte Mustereuropäer sich diesem Problem völlig verschließen.

  6. Petruschka

    Eine tolle Darbietung, leider sind zu viele Menschen immer noch zu nah am braunen Gedankengut. Diese braune Brut versteckt sich überall und wird teilweise gedeckt. Dedoch muß man sagen, das sie das sehr clever machen. Viele Mitbürger haben einfach Angst, immer noch beeidruckt, wie vor 25 Jahren die “ Gäste gehegt und geflegt“ wurden. Hier wurde bei vielen in der ehemaligen DDR der Grundstein zur Ablehnung anders farbiger gelegt. Ich habe es mehrfach erleben dürfen, wie das Ganze ablief. Auch weiß ich was Flüchtlinge durch machen, aus eignem Erleben. Ich wünsche es keinem, Hunger, Durst, Kälte, Hitze, Krätze, Läuse usw. Leider hat die Politik hier geschlafen und die Zeit verpaßt.
    Wir in Woltersdorf müssen gut aufpassen, das wir in der Ortspolitik nicht auch was verschlafen. Ein anderes Mal mehr.

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