Für den Vogel wird es jetzt aber auch Zeit

Der will sich sicher seine lebenslange Pension sichern – für so eine Arbeit! Macht endlich Schluss, damit wieder ordentlich gearbeitet werden kann, kommentiert Udo in einem Beitrag.

Was wäre anders, wenn Vogel geht?
Seit der Kommunalwahl im Mai hat sich die Zusammensetzung der Gemeindevertretung drastisch verändert. Als stärkste Fraktion erleben wir jetzt „Unser Woltersdorf“. Hinzu kommen noch der Führer des Mittelstandsvereins, der sich die Ortsgruppe der FPD als Steigbügel suchte, die Grünen und die traditionell mit Vogel im gleichen Takt singende Linke. Außerhalb der Parteienlandschaft schaffte Vogel sich mit dem Verein „Kulturhaus Alte Schule“, gleich von Beginn seiner Amtszeit eine ihm wohlgesonnene Szene. Im Laufe der nächsten Monate gründete er den Seniorenbeirat, eine stramm auf den Bürgermeister ausgerichtete Gruppe. Momentan driftet wohl der Verschönerungsverein in seine Richtung.

Eine ganz schöne Hausmacht, auf die sich der Bürgermeister stützen kann. So konnte und kann er alle Aufregungen in Ruhe überstehen: Grundstücksverkauf an seine Gattin, die ganzen ungeklärten Umstände beim Straßenbau Körnerstraße, den Betrieb einer illegalen Kita, mehrere Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft, nichts traf ihn bisher. Das Vogel obendrein zwei Kämmerer in vier Jahren verlor, er und seine Anhängerschaft können damit leben.

Die Gemeinde wird durch den Weggang des letzten Kämmerers auf lange Sicht keinen bestätigten Haushalt bekommen. Das heißt, nur Pflichtaufgaben und unaufschiebbare Dinge dürfen noch bezahlt werden. Wir brauchen, möglichst sofort, eine neue Schule und eine Kita, irgendwo zwischen acht bis zehn Millionen werden dafür gebraucht. Wir haben aber nur vier Millionen Euro auf dem Sparbuch.

Wenn Vogel geht, wer will dann Bürgermeister werden? Mir ist niemand bekannt, der sich freiwillig an dieser Mammutaufgabe versuchen möchte. Wer möchte sich schon mit den Gemeindevertretern von „Unser Woltersdorf“, der FDP und Die Linke, die zusammen die Mehrheit in der Gemeindevertretung besitzen, abplagen? Ich kenne niemanden, der sich das antun möchte, nicht einmal für viel Geld.

Es ist also völlig egal, ob Vogel geht oder nicht, seine von ihm aufgebauten Unterstützer bleiben und würden jedem neuen Bürgermeister das Amt verleiden.

Anders sieht es aus, wenn sich ein Bürgermeister findet, der aus Vogels Anhängerschaft kommt. Schon lange wird gemunkelt, dass da einige seiner Freunde das Messer wetzen, um im richtigen Moment ihren Mentor zu entsorgen und ihren Mann küren wollen. Nach der Kür kommt die Pflicht, heißt, der neue König muss dann seine Gnadensonne über die meuchelnde Schar leuchten lassen und das wird für die Gemeinde nicht ganz billig.

Wo wir schon beim Munkeln sind, spinnen wir doch den Faden etwas weiter. Was könnte denn der Preis sein, den ein so an die Spitze gekommener Bürgermeister zahlen müsste? Ein leckerer Preis könnte der Eigenbetrieb an den Fuchsbergen sein, jetzt mit neuer Mehrzweckhalle. Gibt die Gemeinde den Eigenbetrieb ab, könnte sich ein Berufener unter den Meuchlern finden, der den ganzen Laden für ein geringes oder größeres, einem zumindest gut auskömmlichen Endgeld weiter leitet, beaufsichtigt, abkassiert.

Reicht’s dann nicht, ja die Beauftragung mit der Ausrichtung des Sommerfestes würde einen weiteren berufenen Wendehals entschädigen. Der Anlegesteg der Gemeinde lockt bestimmt weitere Königsmörder. Ein nettes Fördersümmchen für den Feierverein eines der Berufenen würde sich auch gut machen.

Ob sich bei den zu erwartenden Kosten ein neuer Bürgermeister lohnt?

  1. Peter Müller

    Wann will man sich denn eigentlich mal um Fördermittel kümmern?
    Ach ja, sind ja alle krank die Ahnung haben!

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