Die neue Woltersdorfer Gemeindevertretung

Die Zusammensetzung der neuen Gemeindevertretung verspricht spannende Zeiten. Fünf Fraktionen mit überwiegend Neulingen werden ab jetzt bestimmen, wohin sich Woltersdorf entwickelt. Darüber simulieren nutzt nichts, die Mehrheit der Woltersdorfer wollte es, so ist eben Demokratie. Schauen wir uns einmal um, in der neuen Gemeindevertretung.

Die Grünen gehen mit den Linken zusammen. Haben wir doch schon gehabt. Einst, 2012, war der Grüne, Jelle Kuiper mit dem Vertreter der platonschen Urschleimtheorie Edgar Gutjahr von den Linken eine politische Ehe eingegangen. Lange hat sie nicht gehalten, der Grüne entfleuchte gen Kolumbien. Die Linke hat sich in der abgelaufenen Periode gegen Kindergärten gewandt und dabei aufs falsche Bürgermeister – Langen Pferd gesetzt, siehe U3-Kita Weinbergstraße und AWO Kita am Rathaus. Aber das wussten die Woltersdorfer schon vor der Wahl.

Den WBF bietet solide, verlässliche Gemeindepolitik und das schon seit der Wende. Schön, dass Jens Mehlitz wieder an Bord ist.

„Unser Woltersdorf“ ist quasi der Wahlsieger. Diese Kameradschaft habe ich hier schon öfters beleuchtet. Wie’s aussieht, ohne Erfolg. Das Gro der Wähler wollten die, die sich in ihrem Info-Blatt oft genug selbst sezierten. Zu denen, die sie wollten, gehören auch die Nichtwähler.

Wie Hauke, vom Hauke-Verlag, der in seinem „Kümmels Anzeiger“ verkündete, dass er demütig die Wahl annimmt, den Laden schmeißt, werden wir mikroskopisch genau betrachten.

Die CDU koaliert mit der SPD. Die CDU wird von Stefan Bley und Daniel Lohse vertreten. Mal sehen, ob sich die Gelegenheit bietet, die beiden ausführlicher vorzustellen. Die SPD schickt Monika Kilian ins Rennen. Ich hätte mir das, an ihrer Stelle, nicht angetan. Fast alles andere im Leben wird angenehmer sein.

Es bleiben noch zwei Gemeindevertreter. Der erste und neue, Wilhelm Diener von der Firma Abluft-Diener, der zugleich Führer des Mittelstandsvereins und Senator im Erkneraner Karnevalsverein ist, ist jetzt auch Führer der FDP in der Gemeindevertretung. Für den Bürgermeister richtet er seit Jahren die immer lauer werdenden Sommerfeste aus. Die Feste hat er mit dem Bürgermeister von der Maiwiese an die Schleuse verlegt, die Bühne direkt auf die Schwelle der Schleusenwirtschaft, deren Mitinhaber im Liegenschaftsbüro des Bürgermeisters schafft. Der Aufbau der Bühne kostet bestimmt Tausende, ist aber notwendig, damit die vorhandene, gemeindeeigene, kostenlose Bühne auf der Maiwiese ungenutzt bleibt. Schöner Nebeneffekt, derjenige, der die Bühne aufbaut, verdient kräftig daran. Ich glaube damit habe ich Wilhelm Diener ziemlich genau skizziert. Ungeklärt ist die Rolle von Robert Diener, Sohn von Abluft-Diener in der neuen Woltersdorfer FDP. Hat Robert mich nun im Auftrag vom lieben Papa Diener als „Sudel-Ede“ bezeichnet oder war’s sein eigener innerer Drang sich in dem Haufen zu profilieren? Papa Wilhelm Diener schweigt sich aus. Schweigen bedeutet im Allgemeinen Zustimmung.

Der Zweite, Dr. Bronsert von der CDU, viele kennen ihn, den netten älteren Herren, der überall auftaucht, wo die Presse Fotos schießt. In der letzten Wahlperiode wurde Dr. Bronsert von Bürgern gewählt, die erwarten konnten, das der CDU Abgeordnete Bronsert ihre Interessen in der Gemeindevertretung wahrt. Der CDU Abgeordnete Bronsert hat in der vergangenen Wahlperiode hauptsächlich für den Bürgermeister und seinen Koalitionär Die Linke gestimmt. Wie er das seinen düpierten Wählern erklärte, würde ich gerne wissen.

Die CDU mochte solchen Kandidaten nicht erneut aufstellen. So kandidierte Dr. Bronsert als Einzelkämpfer. Das CDU-Mitglied koaliert jetzt mit der FDP und kann nun wieder für Die Linke und den Bürgermeister stimmen. CDU-Bronsert wurde auch in den Kreistag gewählt. Welche Interessen er dort wohl vertritt? Die der FDP, mit der er koaliert oder die von den Linken, für die er gerne abstimmt oder zur Abwechslung mal für die Interessen der CDU, in der er Mitglied ist.

Liebe Woltersdorfer, da habt ihr eine explosive Mischung gebraut, mal sehen, wann sie Euch um die Ohren fliegt.

  1. Maron

    Das ist ja eine sehr „elitäre“ Gesellschaft, die sich da zusammen gefunden hat. Da kann man ja nur noch hochkarätige Beschlüsse zum Wohle von Woltersdorf erwarten. Die Wohnqualität wird sich rapide verbessern. Wahrscheinlich wird jetzt besonders auf den Naturschutz an der Krokodilsbucht und „An den Eichen“, am StolperWeg/Kiesweg und bei dem Verkauf des TLG-Geländes geachtet. Wahrscheinlich werden im Flächennutzungsplan noch mehr Flächen als Landschaftsschutzgebiet wie vorher ausgewiesen, oder irre ich mich???
    Besonders „niedlich“ ist ja der Knabe von Diener. Na ja, ob diese Unterstützung dem Papa, der Partei und der Firma hilft, bezweifle ich doch sehr. Ich glaube so mancher Kunde könnte seine Zusammenarbeit noch einmal überdenken. Dafür habe ich einen Tipp: Seht Euch doch mal diese Firma an – http://www.wundw-berlin.de -.
    Na, dann passt mal alle schön auf.

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