Die Fleddermaus ist wieder da

Die Vögel sind wieder da. Im Dezember, es war bitterkalt, machten sie sich aus dem Staub. Jetzt, wir haben Frühling, Ostern steht vor der Tür, Schnee treibt am Fenster vorbei, kommen sie gleich den Wandervögeln zurück.

Die ganze, lange Zeit haben wir nichts von dem Vogel gehört, den ich hier beschreiben möchte. War er in geheimer Mission unterwegs die Welt zu retten? Oder war er schlicht und einfach in den Winterschlaf gefallen? Ich glaube ans Zweite, obwohl, es gibt nur wenige Vogelarten, die in den Winterschlaf fallen, eine Familie der winterschlafenden Vögel sind die Fleddermäuse.

Haselmaus, Murmeltier, Igel und eben die Fleddermaus ziehen sich, wenn’s kalt wird, die Bettdecke über den Kopf. So eine Fleddermaus hat sich, wie die anderen Winterschläfer, im Sommer einen gehörigen Vorrat an Fett angefressen. Das Fettpolster braucht die Fleddermaus, um in dem langen Schlaf, bei verminderten Körperfunktionen, zu überleben.

Im Frühjahr, es wird wärmer, klingelt bei unserer Fleddermaus der Wecker, sie erwacht zum erneuten fleddern und mausen. So erklärt sich auch der Name Fleddermaus, sie fleddert und maust alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Untersuchungen der Universität Wien ergaben, der Winterschlaf hat negative Auswirkungen auf unsere Fleddermaus, insbesondere auf die Gedächtnisleistung unseres hier besprochenen Vogels. Die Wissenschaftler erklären sich das mit der niedrigen Aktivität der Fleddermaus während ihres physiologischen Schlafzustandes, den man mit einer Erstarrung oder Betäubung vergleichen kann.

Wie wird unsere Fleddermaus wohl in den Sommer starten? Wird sie sich in die Lüfte erheben, über ihr Revier kreisend nach großflächigen Grundstücken mit komfortablen Nestern spähen? Vergebens, hier ist schon alles weg, das Tafelsilber verscherbelt, unsere Fleddermaus sollte sich davonmachen, ein anderes Revier suchen, wo noch fette Beute wartet.

  1. Minerva McGonagall

    Schaun wir mal, ob das Vögelchen wieder einfliegt.
    Demnächst jährt sich sein Amtsantritt zum 5. Mal.
    Damit hat das Vöglein seinen Anspruch auf Ruhegehalt abgedient.
    Es steht noch immer meine Wette, dass der Vogel nicht wieder erscheinen wird,
    sondern sich Ende Mai in den Ruhestand verabschiedet und damit für die Gemeinde zu einem sehr teuren, aber nutzlosen Kostenfaktor wird.
    Diesen Zeitpunkt wird er ganz entspannt erreichen.
    Eine amtsärztliche Begutachtung zu einem früheren Zeitpunkt ist rechtlich nicht möglich.
    Erst nach 6 Monaten Krankschreibung.
    Ich behaupte mal ganz kühn, es war nie anders geplant von ihm.
    Das Basisruhegehalt ist eine ganz gute Absicherung für einen,
    der meist freiberuflich tätig war.
    Zumal zu dem Ruhegehalt noch die Absicherung im Krankheitsfall kommt.
    Da kann der Ort sich bedanken bei allen, die ihn einst wählten.

  2. Thomas

    Da bleibt nur zu hoffen, dass die arme Fleddermaus auch wirklich realisiert hat, dass einer seiner Nestwächter zurück ist und wieder auf die Erbsen und sonstigen Leckerein des Fleddergebietes wacht und nicht wegguckt

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