Archiv für die Kategorie „Zeitungen“

Einmal SED-Blatt, immer SED-Blatt?

Dienstag, Juni 28th, 2011 von Bernd

Einmal DDR-Blatt, immer DDR-Blatt?

In der MOZ fand ich einen Kommentar „Wenn ein Gutachten in die Schieflage gerät“ Der Kommentator und stellvertretende Chefredakteur Peter Philipps, setzt sich darin mit einem Gutachten für die Enquete-Kommission des Landtags auseinander. Die Verfasserin, die Journalistin Ariane Mohl, kommt grob gesagt zu dem Schluss, die einstige SED Presse hat sich die heutige ostdeutsche Presselandschaft einverleibt. Weiter findet sie, alle DDR-Journalisten seien als DDR-Sprachrohre ausgebildet und einmal SED – Zeitung, immer SED – Zeitung. Peter Phillips schreibt: „Das entwertet den Willen, die Lernfähigkeit und die Lebensleistung einer ganzen Generation.

Die MOZ ist aus einer SED (weiterlesen…)

MOZ Superlativ

Montag, März 14th, 2011 von Bernd

Die MOZ ist unschlagbar, dass beweist sie auf Seite 3 der heutigen Ausgabe.
Zitat: “GAU und Super-GAU
Unter dem Begriff GAU versteht man den “größten anzunehmenden Unfall” in einem Atomkraftwerk…. Ein Super-GAU dagegen ist es, wenn der Störfall nicht mehr beherrschbar ist….”(Zitat Ende)

Liebe MOZ Redakteure, wie ihr schon heraus bekommen habt, ein GAU ist der größtmögliche anzunehmende Unfall. Wie man den Superlativ “Größtmöglich” noch einmal mit “Super” toppen kann, wird wohl für immer euer Geheimnis bleiben. Da seit ihr wohl einem Spezi der Generation DOOOOF auf den Leim gegangen. Auch bezieht sich GAU nicht explizit auf Atomkraftwerke, sondern auf Unfälle allgemein, so wie es der Begriff auch eindeutig aussagt.

Nach der Defination ist es auch dann nur ein GAU, wenn euch verdientermaßen der Himmel auf den Kopf fällt. Leider entfällt auch da der Super-Super-Größtmögliche Unfall.

Spiegel kontra Bild

Sonntag, März 6th, 2011 von Bernd

Der Spiegel ging in seiner Ausgabe 9/28.2.11 der Bildzeitung an den Kragen. Die Bild hat schon jeder erwachsene Deutsche angeguckt, den Spiegel gelesen, bestimmt reichlich weniger. Ebenso unterschiedlich wie die Publikationen sind die Meinungen dazu. Selbst lese ich den Spiegel, für das bunte Bilder Blatt mit seinen reißerischen Überschriften mag ich keinen Cent ausgeben. Mit dem gut geschriebenen Artikel wäre‘s genug des Guten gewesen, dem Spiegel hat‘s nicht gereicht, er setzte noch eins drauf. (weiterlesen…)

MOZ-Statur, Größe oder kleines Karo

Sonntag, Februar 20th, 2011 von Bernd

In der Samstagsausgabe der MOZ fand ich einen Kommentar, geschrieben vom stellvertretenden Chefredakteur Peter Philipps. Der Titel lautete: „Statt Größe zeigt sich nur kleines Karo“ und befasst sich mit Herrn zu Guttenberg, seinem Doktortitel und einer etwas verunglückten Pressekonferenz.

Die MOZ erkennt bei Guttenberg nicht einmal den Ansatz echten (weiterlesen…)

Schlapphüte in Ost und West

Sonntag, Januar 23rd, 2011 von Bernd

Da hat die Polizei in Heidelberg einen verdeckten Ermittler losgeschickt, um Studenten auszuforschen. Ein Schlapphut in ganz Deutschland, auf 81 Millionen Landeskinder, zeigt wie selten sie eingesetzt werden. Die Gesetzeslage macht es der Polizei schwer als Geheime ihr Nase in’s Privatleben der Bürger zu stecken.

Eine Zeitung in Brandenburg zieht eine Linie vom aufgestöberten Schlapphut zu den IMs der einstigen DDR. “Von Mielke lernen, heißt Siegen lernen, ist hoffentlich nicht das Motto gewesen”, fragt der Autor.

Warum wirft eine Zeitung solche Frage auf, ohne Antwort zu geben. (weiterlesen…)

Kurioses Deutsch

Donnerstag, Januar 6th, 2011 von Bernd

Die dapd hat’s geliefert und die Moz unbesehen, am 4. Januar gedruckt. Zitat: “Mutmaßliche Piraten kapern Schiff
Im Indischen Ozean haben mutmaßliche Piraten aus Somalia ein algerisches Schiff mit 27 Besatzungsmitgliedern gekapert”

Wenn die Piraten das Schiff gekapert haben, dann sind es doch keine mutmaßlichen Piraten mehr, sondern echte Piraten. Warum diese verquastete Sprache der Rückversicherer, selbst bei einem eindeutigen Tatbestand?

Die MOZ und Goebbels Biografie

Dienstag, Dezember 7th, 2010 von Bernd

Größenwahnsinniger Narziss titelte die Märkische Oderzeitung am Montag auf Seite 21 und der Verfasser, Harald Loch, versuchte sich an einem Buch, “Goebbels Biographie”, geschrieben von Peter Longerich. Das interessierte mich und ich begann den Artikel zu lesen. Gleich beim ersten Absatz zeigte der Autor, wie flach er das Thema anging, schreibt er doch: Sie (die Kinder) und seine Frau hat er (Joseph Goebbels) umgebracht. Joseph Goebbels hat seine Kinder nicht umgebracht, das tat seine Magda allein, oder mit Hilfe eines Arztes. Es war ein guter Punkt mit dem Lesen des Zeitungsartikels aufzuhören.

Immer nur olle Kamellen

Samstag, Dezember 4th, 2010 von Bernd

Da dachte ich Wiederholungen sind die Domäne der Fernsehsender

2009, was sich alles ändert, fragt die “TV Hören und Sehen” in der Ausgabe 48 vom 29. Nov. 2008. Wie man in der Ausgabe 48 vom 28. Nov. 2009 sieht, nichts Neues, oder wird bei den Titelseiten gespart?
Immer nur olle Kamellen
Jetzt haben wir 2010 und nichts hat sich geändert, keine Ideen bei der Ausgabe 48 “TV Hören und Sehen”

Fortsetzungen, Altes, Ungenaues

Samstag, November 13th, 2010 von Bernd

“Drogensüchtige werden immer älter”, lautete die Überschrift in Fettdruck, nehme ich Drogen, kann ich uralt werden, dachte ich. Schön, wenn es so wäre, ist es aber nicht, nach dem falschen Titel ging es recht bescheiden weiter. Älter werden die Drogensüchtigen nicht, sie hören nur später im Leben mit dem Konsum auf als noch vor einigen Jahren.
MOZ, 11.11. Seite 4 (weiterlesen…)

Die MOZ und der langsame Container

Donnerstag, Oktober 14th, 2010 von Bernd

Es war einmal, vor langer Zeit, am 30. September, da beschloss die Gemeindevertretung die Umsetzung eines Containers an der Vogelsdorfer Straße. Das war ein einzelner Punkt der umfangreichen Tagesordnung an diesem Tag. Jetzt 14 Tage später berichtet die MOZ darüber, macht aus einem winzigen Punkt der Tagesordnung einen kompletten Artikel. Die an diesem Tag anstehende Tagesordnung umfasste 14 Punkte, macht die MOZ jetzt aus der Gemeindevertreterversammlung einen Fortsetzungsroman?