Archiv für die Kategorie „Job“

Ick geh zum Arbeitsamt

Montag, Februar 16th, 2009 von Bernd

Also ich bin ohne Arbeit, brauche dringend einen Job. Das kann ja nu nich so schlimm sein, denke ich. Schließlich habe ich ja einen Beruf, bin Maler und kann meins. In der Zeitung stand nich viel drin, ist ja jetzt auch Winter. Ick hab aber einen Computer und so dauert es nich lange und ich habe die Seite vom Arbeitsamt gefunden. Die nennen sich ja nu vornehm – Agentur für Arbeit. So tippe ich denn frohgemut und voller Erwartung meinen Wunsch ein, Maler sucht Arbeit. Baff vor Freude sah ich unzählige Stellenangebote auf dem Bildschirm auftauchen. Nun denn, Kugelschreiber und Bleistift gesucht und dann kann das Aussuchen losgehen. Meine Nase wurde immer länger, da war nicht eine einzige Stelle, die von dieser komischen Agentur direkt angeboten wurde. Die vielen Angebote wurden alle von privaten Arbeitsvermittlern auf den Seiten der Agentur angeboten. Da stand’s denn Schwarz auf Weiß, bring mir einen Vermittlungsgutschein über 2500 Euro und du kannst von mir einen Job vermittelt bekommen. Komisch, denke ich noch, früher haben die Angestellten des Arbeitsamtes das alleine gemacht, die brauchten keine teuren Zwischenhändler. Naja, geht es mir durch den Kopf, alles ändert sich mit der Zeit. So machte ich mich denn auf den Weg zu meiner Agentur für Arbeit, die war auch leicht zu finden, hatten sie doch das protzigste Gebäude weit und breit. Massenhaft quirlten dort emsige Bienen durcheinander und schleppten Akten von einem Zimmer zum nächsten. Nach einer erträglichen Wartezeit wurde ich dann verarztet, anders kann man es wohl nicht nennen. Zuerst klärte man mich mal auf, die Agentur für Arbeit ist nicht dazu da, um jemanden einen Job zu vermitteln, sie sollen dem Arbeitssuchenden dabei nur behilflich sein. Das reichte mir, mehr als ihre Hilfe wollte ich ja auch nicht. Nun kam aber der Hammer, sagt der Kerl doch glatt zu mir, um einen Vermittlungsgutschein zu bekommen, muss ich erst einmal zwei Monate arbeitslos sein. Da bin ick erst mal raus und musste mich ganz schnell hinsetzen und nachdenken. (weiterlesen…)

Praktikum zu vergeben!

Dienstag, Februar 10th, 2009 von Bernd

In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Sklaverei abgeschafft. Das war eine der großen Leistungen in der Menschheitsgeschichte. In unserem schönen Ländle dagegen wurde sie wieder eingeführt. Sie hat nur einen anderen Namen erhalten, einen klangvolleren – Praktikum.

Einst haben große und kleine Betriebe Lehrlinge gesucht, ausgebildet und für die Ausbildung wurde vom ersten Tag an eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Das hat sich geändert, heutzutage verlangen fast alle Firmen zuvor ein Praktikum. In der Zeit können sie die Kandidaten für eine Lehrstelle erst einmal auf Herz und Nieren testen. “Drum prüfe, wer sich ewig bindet”, so lautet ja auch ein Sprichwort und daran halten sie sich, die Unternehmer. Natürlich kann man für eine solche Testphase kein Gehalt oder Taschengeld zahlen, aber das versteht sich ja wohl von selbst, oder? So schuften denn Landauf – Landab unzählige Praktikanten, für Firmen aus allen Branchen, für Null Euro im Monat. (weiterlesen…)

Manager sein ist schwer

Donnerstag, Februar 5th, 2009 von Bernd

Eine überwältigende Mehrheit der Vorstandschefs vermissen die notwendigen Informationen über die Risiken ihrer Geschäfte. Nur 23% finden ausreichende Informationen im eigenen Unternehmen. Nur ein Fünftel glaubt hinreichend zu wissen, was ihre Kunden wirklich von ihnen wollen. (weiterlesen…)

Studieren wir doch mal

Montag, Januar 5th, 2009 von Bernd

Wir produzieren Jahr für Jahr neue Abiturienten, die en mas keine Ausbildung bekommen. Warum? Die Ausbilder sprechen von mangelhaften Kenntnissen in Mathe und Deutsch. Die Pisa Studien bezeugen es. Was also machen? Bundeswehr, etc. oder Studium!

So zieht es junge Leute wieder vermehrt in die Hochschulen und Universitäten, ein Studium ist wieder ein Hit, ist man doch mehrere Jahre gut untergebracht. Ob es etwas bringt, dass ist die zweite Frage.

Eines ist aber sicher, die zukünftigen Absolventen können ihre Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut dann auf einem viel höheren Niveau diskutieren als die heutigen Looser.

Ist doch auch was, oder?

Suche Arbeit

Samstag, November 22nd, 2008 von Bernd

Vor mir im Dunkeln, Menschen, viele Menschen, schemenhafte Gestalten. Wir stehen im gleißenden Scheinwerferlicht erhöht, vor ihnen. Einer nach dem anderen wird aufgerufen. Der Mann, im feinen Anzug, neben dem Mikrofon plappert Namen, Daten. Händeschütteln,

Weil Google allergisch auf doppelten Content reagiert. Wer weiterlesen möchte, findet die ganze Geschichte bei: Suche Arbeit