Archiv der Kategorie: Feiertage

Ostern 2017


Wir sind in DK, die Wellen der Nordsee sind mannshoch, Ein eisig durch alle Klamotten dringender Wind läßt uns erschauern. Ab und zu blinzelt die Sonne durch trüb grau über uns wandernde Wolken. Dann und wann zieht so eine Nimbostratos an ihrem Reißverschluß und wir werden kräftig abgeduscht.

Heute, zu Ostern, hat der Wettergott gezeigt, es geht auch anders. Seit dem frühen Morgen strahlt das ganze Land im Sonnenlicht und wir konnten den obligatorischen Osterspaziergang absolvieren. Wir wünschen allen Lesern ein frohes Osterfest.

Vor dem Tor

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, Faust I)

Jahreswechsel


Neujahrsgebet des Pfarrers Hermann Kappen von St. Lamberti in Münster von 1883

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
Und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
Aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
Und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
Und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
Und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass alle in den Himmel kommen
Aber nicht sofort.

Wir wünschen allen Erdenbewohnern ein frohes und insbesondere gesundes Neues Jahr. Möge es ein besserers Jahr als das Alte werden. Mögen Krankheit und Tod nicht mehr so oft an unsere Tür klopfen.
Für Woltersdorf wünsche ich mir eine Regierung die wahrhaftig spricht, eine fleißige Verwaltung und Gemeindevertreter die ihre Meinung nicht alle Stunde vergessen.
Ich wünschte mir eine bessere Regierung, die sich nicht scheut Ross und Reiter zu nennen.
Ich wünsche mir vom Weltenlenker: Verhilf überall der Wahrheit und dem Rechte zum Siege und vergess bitte Woltersdorf nicht, denn wir leiden unter großem Mangel.

Zweimal Karfreitag

Vor knapp 2000 Jahren. Es ist noch tiefe Nacht als Jesus von den Schergen des Kaipas vor den Rat der Hohepriester geschleppt wird. Die Juden halten Gericht über ihn, sie wollen von ihm wissen, ob er der lang erwartete Messias sei. Die Frage danach bejaht er ausdrücklich. Die Priester beschließen ihn der römischen Gerichtsbarkeit zu überstellen.

Letztes Jahr; Vor uns liegt Ostern, ein verlängertes Wochenende. Die Baumärkte, Getränkeshops und Kaufläden sind wie leergefegt. Die Nacht dämmert wieder einem Karfreitag entgegen. Es ist ein Feiertag, was für einer? Egal, Hauptsache wieder ein freier Tag. Weiterlesen

Wo wohnt der Osterhase?

osterhase-WerbelinDen langohrigen Burschen trafen wir gestern in der Früh auf einem Stoppelacker nahe Werbellin. Wir wollten doch nur mit unserem Terrier Gassi gehen, da tauchte er plötzlich auf. Schwer trug Meister Langohr an einem Korb voller Eier, nein, keine Hühnereier, winzige Schokoladeneier. Jeder von uns bekam eins und dann, wir waren noch beim auswickeln, da war er plötzlich weg.

Womit eindeutig bewiesen ist, den Osterhasen gibt es wirklich, er lebt, ist fit und er wohnt im Brandenburgischen.

Kommt gut rein ins Neue Jahr

Neujahrsgebet des Pfarrers Hermann Kappen von St. Lamberti in Münster von 1883

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
Und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
Aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
Und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
Und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
Und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass alle in den Himmel kommen
Aber nicht sofort.

Neujahrsgrüße für 2015 von Querbeet