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	<title>Das Journal &#124; Woltersdorf &#187; Erzählungen</title>
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	<description>Woltersdorf und die Welt</description>
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		<title>Neues aus dem Palais des Präsidenten</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 11:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundespräsident Wulff soll die Hamster seiner Kinder mit Gras aus dem Garten von Bellevue gemästet haben, obwohl er weiß, dass das Schloß nur für dienstliche Zwecke genutzt werden darf, meldet das Satiremagazin Titanic.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundespräsident Wulff soll die Hamster seiner Kinder mit Gras aus dem Garten von Bellevue gemästet haben, obwohl er weiß, dass das Schloß nur für dienstliche Zwecke genutzt werden darf, meldet das Satiremagazin Titanic. </p>
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		<title>Schmarotzi und sein Parkplatz</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 17:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor unserem Haus, da gibt‚s eine Straße, die einen Bürgersteig hat. Der Bürgersteig ist eine Sandpiste, aber besser einen Sandpisten-Bürgersteig als gar kein Bürgersteig. So ein Bürgersteig ist für die, die sich noch auf eigenen Beinen bewegen, so eine Art Schutzreservat für Fußgänger. Die Gemeinde hat die Schutzzone neben dem Asphaltband gebaut, die Gemeinde kannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor unserem Haus, da gibt‚s eine Straße, die einen Bürgersteig hat. Der Bürgersteig ist eine Sandpiste, aber besser einen Sandpisten-Bürgersteig als gar kein Bürgersteig. So ein Bürgersteig ist für die, die sich noch auf eigenen Beinen bewegen, so eine Art Schutzreservat für Fußgänger. Die Gemeinde hat die Schutzzone neben dem Asphaltband gebaut, die Gemeinde kannte aber Schmarotzi nicht. <span id="more-8003"></span>Schmarotzi und seine Familie ist ein Clan, der immer nach einer Chance sucht, seinen Nächsten zu übertölpeln und Schmarotzi wird immer fündig. Wo ein Bürgersteig ist, da braucht er keinen Platz für die eigenen Autos und die des Besuchs von seinem täglich gebügelten englischen Rasen abzuzwacken. Der Schmarotzi Clan parkt seine Autos seitdem auf dem Bürgersteig, mitten drauf und dankt täglich im Abendgebet für das Geschenk der Gemeinde.</p>
<p>So war‚s bis vor einigen Tagen, da schlängelten sich zwei Grünlinge mit Block und Bleistift durch Schmarotzis Konvoi, auf dem seinem Zweck entfremdeten Weg der Fußgänger und schrieben und schrieben. Sie müssen sich auch an Schmarotzi gewandt haben, denn der Clan der Schmarotzis meidet seitdem den kostenlosen Parkplatz auf dem Bürgersteig. Grande Katastrophe, der Clanälteste berief eine Vollversammlung seiner Schmarotzis ein. Alle Schmarotzis, junge, wie alte kamen und quälten ihr gebündeltes Hirn bis zur Weißglut, mit Erfolg. Der alte Schmarotzer und seine Nachkommen fanden einen neuen Dummen auf dessen Kosten sie ihre Karren abstellen können.</p>
<p>An unserer Straße, da gibt es ein Restaurant und der Besitzer hat für seine Gäste eine Fläche als Parkplatz gemietet. Einen Zaun drumherum gezogen, Schotter und Kies angefahren und alle Woche mäht er den Rasen und sammelt alte Flaschen und Papier auf, seine Gäste sollen einen guten Platz für ihre Autos vorfinden. Der Patz war es, den fasste Schmarotzi ins Auge, ein idealer Platz, ein anderer zahlt die Miete und hält alles in Ordnung. Die Schmarotzis gingen munter ans Werk und parken jetzt ihre Autos auf des Wirtes Parkplatz. Ist der ganze Platz voll mit den Autos der Gäste und der der Schmarotzis, fahren die Gäste, die keinen Platz fanden weiter zu einem anderen Wirt, dass aber stört Parasiten überhaupt nicht.</p>
<p>Lieber Schmarotzi, falls du bis hierher gelesen hast, lese doch bitte auch noch hier: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parasitismus">Parasitismus</a></p>
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		<title>TÜV Plakette und polizeiliches Adlerauge</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jun 2011 12:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Parkplatz von Toni steht ein Sprinter, dicht neben meinem Auto, auf allen vier Seiten prankt in Fettdruck das Wort „Polizei“. Was ist denn da los, frage ich mich und bleibe am Fenster stehen. Viel zu sehen ist nicht mehr, ein Polizist klettert in den Wagen und macht sich von dannen. Was der wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Parkplatz von Toni steht ein Sprinter, dicht neben meinem Auto, auf allen vier Seiten prankt in Fettdruck das Wort „Polizei“. Was ist denn da los, frage ich mich und bleibe am Fenster stehen. Viel zu sehen ist nicht mehr, ein Polizist klettert in den Wagen und macht sich von dannen. Was der wohl wollte, einige Tage später ist die Antwort da. Vom Woltersdorfer Revierpolizisten M…, <span id="more-7611"></span> einem Polizeikommissar, bekomme ich eine Anzeige. Den TÜV habe ich überschritten steht da drin und wenn ich wolle, könne ich dazu Stellung beziehen. Die spinnen die Römer, geht’s mir durch den Kopf und ich geh zu meinem Auto, will sehen, dass das, was da geschrieben stand, nicht wahr sei. Zu sehen bekam ich, der TÜV war seit acht Monaten abgelaufen. Nun frage ich mich, wie konnte der M… die winzige Plakette im Vorbeifahren aus 20 Metern Entfernung sehen? Die ist schon ab 10 Metern, selbst aus dem Stand, bei bestem Licht, nicht mehr zu erkennen. Woher hat M… seine Erkenntnisse gewonnen, hat ihm eine delphische Pythia erleuchtet? Nun ja, ich hatte allerhand zum nachdenken. </p>
<p>Tage später, ich werfe einen Blick aus dem Fenster, sehe ich, wieder steht der Polizei Sprinter mit offenen Türen auf Tonis Parkplatz und niemand ist zu sehen. Plötzlich kommen zwei Polizisten, einer mit einer Kamera bewaffnet, aus meinem Carport und wollen still und leise verschwinden. Fenster auf und sie auffordern zu bleiben wo sie waren war eins. Polizeikommissar M.. und Polizeioberkommissar P…, beide von der Revierwache Woltersdorf blieben wo sie waren. Warum die Beiden mich nun alle paar Tage neu anzeigen wollten, mochten sie nicht erklären. Meinen Einwand, dass ich auch ohne gültige TÜV Plakette fahren darf, weil ich eine Permit des TÜV habe, wischte P.., weg: das glaube ich Ihnen nicht. Nun gut nach dem Studium des Papiers, war sein Glauben gewachsen und die beiden machten sich von dannen. Dem P.. schien es egal zu sein, ob er einen anzeigen kann oder nicht, aber der M…, dem merkte ich deutlich an, es war für ihn eine schwere Enttäuschung, dass er mir keine reinwürgen konnte. </p>
<p>Unter Revierpolizisten stellte ich mir bisher immer Beamte vor, die ein gutes Verhältnis zu den in ihrem Revier wohnenden Eingeborenen knüpfen sollen, schließlich braucht die Polizei immer wieder die Hilfe der Bürger. Ein sich in seinem Revier wohlfühlender Polizist hätte eine Vergesslichkeit mit einem Hinweis aus der Welt geschafft. In Woltersdorf ist es anders, da rücken hochdotierte, mit unzähligen Sternchen dekorierte Schwerbewaffnete an, alles wegen einer TÜV Plakette. Das schafft Vertrauen zum Bürger, alle Achtung, ihr Beide seid Super!</p>
<p>Wieder Tage später kommt Sabrina, Angelikas Tochter von der Bushaltestelle und erzählt, dass sie sah, wie ein Nachbar im Carport ihrer Mutter umher kroch und das Nummernschild ihres Wagens studierte. Nun war das Rätsel gelöst, nicht den Adleraugen der beiden Polizisten, keinen delphischen Pythias, nein der rastlosen Aufmerksamkeit eines Nachbarn hatten wir die liebevolle Betreuung durch unsere Revier Polizei zu verdanken. Dankbar sind wir ihm auch, fahren wir doch oft nach Polen und was täten die auf deutsche Autos dressierten polnischen Polizisten wohl mit uns anstellen, hätten sie die ungültige TÜV Plakette wahrgenommen.</p>
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		<title>Eine Hafengeschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 09:38:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ganz ruhig, wir hockten am Wasser, blickten auf die sich nähernde Schwanenfamilie mit ihren Jungen. Fotoapparat und ein Tool zur Tonaufnahme waren vorbereitet, wollten wir doch das Piepsen der Jungen aufnehmen. Da wurde unsere Exkursion gestört. Wie aus dem Nichts, kam ein junger Mann, baute sich wenige Zentimeter neben uns, auf dem Nachbargrundstück, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ganz ruhig, wir hockten am Wasser, blickten auf die sich nähernde Schwanenfamilie mit ihren Jungen. Fotoapparat und ein Tool zur Tonaufnahme waren vorbereitet, wollten wir doch das Piepsen der Jungen aufnehmen. Da wurde unsere Exkursion gestört. Wie aus dem Nichts, kam ein junger Mann, baute sich wenige Zentimeter neben uns, auf dem Nachbargrundstück, auf. Er war über den wackligen Steg der zerfallenden Hafenanlage meines Nachbarn Grimhold herangestürmt.</p>
<p>Mit dem Hafen ist es ein Kreuz, mein Nachbar <span id="more-7451"></span>will wohl Boot und Hafen sein Eigen nennen, bedenkt dabei nicht, dass solche Wind und Wasser ausgesetzten Anlagen im Unterhalt teuer werden und je älter, umso teurer. Für den morschen Hafen hat’s Geld bisher nicht gereicht. So kam es wie es kommen musste, durch die sich zersetzenden Holzpfähle schwemmt mein Land davon, unaufhaltsam und täglich ein bisschen mehr. Grimhold scheint’s schnuppe zu sein, was macht man da? In einem Brief bat ich ihn: Grimhold, schau zu, dass durch deinen maroden Hafen nicht weiter mein Land davonschwimmt, sonst werd ich grimmig. Zuviel, viel zuviel, der hasenherzige Grimhold, ein mutiger Krieger, wenn genug Volk vor ihm steht, baute mit einem Advokaten eine erste Verteidigungslinie für seinen abgewirtschafteten Hafen auf, der Anwalt muss billiger sein als reparieren. </p>
<p>Grimhold, versteckt hinter seinem juristischen Wortkünstler, fühlte sich nicht wohl, ihm verlangte nach noch mehr Schutz. Sein militärischer Genius gab ihn ein, Verteidigung allein reicht nicht, es braucht noch eine bewegliche Einsatztruppe. Sie erschien in Gestalt des jungen Mannes, den wir am Anfang schon kennenlernten. Es war Grimholds Filius Toffel. Toffel stand da, grobschlächtig, einen gewaltigen Vorschlaghammer in der knorrigen Hand, während sein Erzeuger mit einem kleineren Hammer bewaffnet, vorsichtig hinter ihm blieb und seinen Rückzug deckte.</p>
<p>Toffel warf sich in die Brust, zeigte uns deutlich den Vorschlaghammer und stoppelte, dümmelnd, los: wenn wir Grimhold, seinen Vater, weiter belästigen, dann wird er es uns zeigen, dann wird uns was passieren. Mit vielsagendem Blick auf seinen gewaltigen Hammer dröhnte er weiter, was wir noch so alles für Tierchen sind und was ein Toffel mit Ungeziefer machen wird, wenn ich nicht hinnehmen will, dass mein Land in seinem Hafenwasser verschwindet.</p>
<p>Als Toffel mit seinem mühsam Einstudierten am Ende war, zeigten wir ihm und Grimhold seinen Papa -Handy und Fotoapparat-, bedankten uns für die in Bild und Ton aufgezeichnete Showeinlage, die wir uns am Abend bei einem Gläschen Wein noch einmal in Ruhe mit viel Vergnügen zu Gemüte führten. Nur, gebracht hat das Ganze nichts, mein Land schwimmt immer noch davon.</p>
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		<title>Feuerteufelchen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 10:35:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Janus ist stolze vier Jahre alt und geht in den Kindergarten. Dort spielt er mit seinen drei Freunden. Eines Tages haben die vier eine tolle Idee. Sie sausen zu den Toiletten und stopfen eine voller Klopapier. Vorsichtig linst Janus um die Ecke, keine Erzieherin zu sehen. Nun zieht er die zu Hause geklauten Streichhölzer aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Janus ist stolze vier Jahre alt und geht in den Kindergarten. Dort spielt er mit seinen drei Freunden. Eines Tages haben die vier eine tolle Idee. Sie sausen zu den Toiletten und stopfen eine voller Klopapier. Vorsichtig linst Janus um die Ecke, keine Erzieherin zu sehen. Nun zieht er die zu Hause geklauten Streichhölzer aus der Tasche und zündet das Klopapier an. Über die züngelnden Flammen in dem Klobecken freuten sich die Knirpse. Erst als beißender Qualm dazukam, drückte Janus auf die Klospülung und Schwupps, war das Feuer gelöscht.<span id="more-6290"></span></p>
<p>Janus war von dem Geschehen so begeistert, dass er beschloss es zu Hause auch einmal auszuprobieren. Er wartete auf die passende Gelegenheit. Sie kam bald. Seine Eltern mussten abends noch einmal weg. Vorher schauten sie bei Janus ins Zimmer. Er schlief &#8220;tief und fest&#8221;. Kaum waren seine Eltern aus dem Haus, da schoss Janus aus dem Bett, holte aus dem Versteck die Streichhölzer und sauste ab zur Toilette. Klopapier ins Klo gestopft und angezündet. Als das Feuer zu hoch wurde, drückte er auf die Spülung und schwupps wars gelöscht. Es machte ihm so viel Spaß, dass er sofort wieder das Klo mit Papier voll stopfte. Heißa, wie das knisterte und loderte. Er drückte wieder auf die Spülung, oje, was war das, es kam kaum Wasser. Die Flammen versuchten sich wie gierige Schlangen aus dem Klobecken zu befreuen. Sie waren nicht zu bändigen. Janus wurde es Angst und Bange. Die Fliesen waren schon angerusst. Er sauste zwischen Waschbecken und Klo hin und her und goss aus einem Becher Wasser hinein. Irgendwie schaffte er es das Feuer zu löschen. Erschöpft saß er auf dem Boden. Warum hat das Löschen mit der Wasserspülung nicht geklappt, fragte er sich. Was Janus nicht wissen konnte, zu Hause hatten sie einen Wasserspülkasten, im Kindergarten eine Druckspülung die immer weiter Wasser von sich gab. Er schnappte sich nun einen Lappen und verwischte die Spuren seiner Tat.</p>
<p>Als seine Eltern nach Hause kamen rochen sie sofort den beißenden Brandgeruch. Sie liefen in das Kinderzimmer. Da lag ein kleiner Mohr erschöpft und tief schlafend im Bett. Kurz darauf sahen sie im Badezimmer die Bescherung. Janus hatte zwar versucht alles wegzuwischen, das war ihm aber nur bis zu der Höhe gelungen, so hoch seine Händchen reichten.</p>
<p>Sein Vater überlegte, wie er seinen Sohn von der Zündellust ein für allemal heilen konnte. Eines Tages rief er Janus in den Garten. Er hatte dort einen kleinen Stapel Brennmaterial aufgeschichtet. Den Stapel hatte er aber vorher mit Benzin präpariert. Er ließ Janus den Stapel in Brand setzen. Es gab eine riesige Stichflamme. Voller Entsetzen sprang Janus zurück. Von Stund an steckte er nichts mehr an.</p>
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		<title>Lebensweisheit</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 16:49:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Angelika</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Aufräumen meines Schreibtisches gefunden: &#8220;Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selber auf den Arm zu nehmen.&#8221; von Werner Fink (1902 &#8211; 1978)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Aufräumen meines Schreibtisches gefunden:</p>
<p>&#8220;Die schwierigste Turnübung ist immer noch, sich selber auf den Arm zu nehmen.&#8221;</p>
<p>von Werner Fink (1902 &#8211; 1978)</p>
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		<title>Gute und Böse Nachbarn</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 13:30:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gute Nachbarschaft ist nicht mit Geld zu bezahlen. Schlechte Nachbarschaft dagegen möchte ich fast als eine der sieben Plagen bezeichnen. Sofia, eine Bekannte, hat zwei Nachbarn, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Eine ist freundlich, mit dem auf der anderen Seite ist es eine Qual. Sofia hat die Bürde aufgeladen bekommen als sie ihr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gute Nachbarschaft ist nicht mit Geld zu bezahlen. Schlechte Nachbarschaft dagegen möchte ich fast als eine der sieben Plagen bezeichnen. Sofia, eine Bekannte, hat zwei Nachbarn, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der Eine ist freundlich, mit dem auf der anderen Seite ist es eine Qual. Sofia hat die Bürde aufgeladen bekommen als sie ihr Haus kaufte und den schwellenden Streit mit dazu. <span id="more-5751"></span>Jahre später sagte der erste Hausbesitzer: Hätte ich davon erzählt, sie hätten das Haus nicht gekauft. Nun gut, Sofia und ihre Familie muss zusehen, wie sie mit dem Plagegeist zurechtkommt.</p>
<p>Oskar, so heißt der rührige Troll, der an Sofias Nerven sägt, hat so allerhand drauf. Er beschäftigt gerne das Ordnungsamt, Polizei und Gerichte. Gegen seine Hobbyfeindschaft habe ich ja nichts einzuwenden, sagt Sofia, aber warum muss ich dafür meine Zeit drangeben, wenn er immer wieder mal eine Behörde als seine private Streitmacht missbraucht. Ich sehe ihm doch schon viele seiner Macken nach, seitdem seine Frau mir erzählt hat: Oskar ist einst aus großer Höhe gestürzt und dabei auf den Kopf gefallen, er ist eben krank und darauf musst du Rücksicht nehmen. </p>
<p>Jetzt war es wieder mal soweit, Oskar hatte seine Truppen, Rechtsanwalt und so etwas ähnliches wie ein Gericht in Stellung gebracht und wollte Sofia und ihren Freund wieder einmal vernichten. Das kostet dann ein paar Stunden meines Lebens, die Oskar frißt. So war es auch heute wieder, Anwalt und Oskar trieben mit ihren dürftigen Anwürfen gegen die nächste Klippe und das war&#8217;s.</p>
<p>Kann es aber sein, dass ein Querulant das Recht und die Macht hat, je nach Gusto irgendeine Behörde auf seinen Nachbarn zu hetzen, fragt sich Sofia und sucht nach gutem Rat.   </p>
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		<title>Aggressive Nachbarn</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Prenzelberg, einst trostloses Massenquartier des Proletariats, ist nach der Wende salonfähig geworden. Die Ersten, die sich nach der Wende hier niederließen, waren junge Leute, die einfach nur billig wohnen wollten. Das ist längst überholt, am Prenzlauer Berg wollen neben Alteinwohner und Bohemiens auch die Neuen wohnen. Neben, ist vielleicht nicht das richtige Wort, sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Prenzelberg, einst trostloses Massenquartier des Proletariats, ist nach der Wende salonfähig geworden. Die Ersten, die sich nach der Wende hier niederließen, waren junge Leute, die einfach nur billig wohnen wollten. Das ist längst überholt, am Prenzlauer Berg wollen neben Alteinwohner und Bohemiens auch die Neuen wohnen. Neben, ist vielleicht nicht das richtige Wort, sie wollen den Ton angeben, wollen das die armen Schlucker nach ihrer Pfeife tanzen, sich ihnen anpassen. Die Neuen, dass sind Bürgerliche mit satten Gehältern und Kapitalanleger, die ganze Straßenzüge durchsanieren und dann zu astronomischen Preisen vermieten.</p>
<p>Diese neuen Bewohner machen Druck, <span id="more-5705"></span>die Alten sollen verschwinden, dazu ist ihnen jedes Mittel recht. Ordnungsämter und Polizei werden von den  Streithansels mit Anzeigen zugeschüttet, sie missbrauchen die Behörde als ihre Privatarmee. Die Beamten können sich dagegen nicht wehren, müssen sie doch allen Anzeigen nachgehen. Sie wollen ihre Opfer mit Hilfe von Gerichten weichkochen, zum Wegziehen bewegen. In den Schiedsstellen wird moderiert, geschlichtet und vermittelt. Aber das funktioniert nicht immer, es gibt Anwohner, die schleppen gleich ihre Anwälte mit. Damit rückt die gütige Einigung in weite Ferne und die Prozesshansels können sich auf ihre Nachbarn stürzen.</p>
<p>So schließt jetzt auf Gerichtsbeschluss der Knaak Club, bekannt für Rock, Punk, Metal. Ein weiteres Stück der Szene geht damit verloren. Der Klub Magnet hat schon ein neues Quartier an der Oberbaumbrücke gefunden. Häuser werden versteigert und die Mieter, zum Teil mit drastischen Methoden, verdrängt. Die Bewohner der ersten Generation verschwinden, sie ziehen nach Weißensee. Dort ist es wie einst am Prenzelberg, mal sehen wie lange.</p>
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		<title>Edelgart Sorgenreich</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 18:09:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Erbprinz des Verlagshauses DuMont hat Kommentare zu Blogbeiträgen geschrieben. Ungewöhnlich daran ist, er hat unter verschiedenen Namen einen dreistelligen Betrag von seltsamen Kommentaren gegen Konkurrenten, Freunde und den Betreiber des Blogs losgelassen. Vor einigen Monaten erlebte ich ähnliches. Da wurden in meinem Blog über einhundert ellenlange Kommentare geschrieben. Die Zahl der Kommentatoren und Kommentare [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Erbprinz des Verlagshauses DuMont hat Kommentare zu Blogbeiträgen geschrieben. Ungewöhnlich daran ist, er hat unter verschiedenen Namen einen dreistelligen Betrag von seltsamen Kommentaren gegen Konkurrenten, Freunde und den Betreiber des Blogs losgelassen.</p>
<p>Vor einigen Monaten erlebte ich ähnliches. Da wurden in meinem Blog über einhundert ellenlange Kommentare geschrieben. <span id="more-5620"></span>Die Zahl der Kommentatoren und Kommentare wuchs rasant, unterschiedliche Identitäten begannen miteinander zu diskutieren. Die teils irren Beiträge ließen mich fassungslos aus der Wäsche gucken und ich fragte mich, wer sind die, was wollen die von mir? </p>
<p>Der bizarre Wortmüll auf meinem Blog befriedigte die Verfasser nicht, den Kommentaren folgten Emails von einer Edelgart. Sie wollte mir helfen, interessantes zu Woltersdorf beisteuern und tratschte, wer mit wem, wer sich wie bereicherte, wer mit der Stasi liebäugelte. Was diese anonyme Edelgart mit dem Hokuspokus erreichen wollte, ist mir nie klar geworden. Das wüste Gezetere, täte ich es in meine Artikel einfließen lassen, es würde mir viele Feinde bescheren. Edelgart erzählte immer wieder, der von ihr gewählte Name sei Symbol für Edel, Edelmütig, eben alles hehre, nur schreibt ein edler Mensch Unrat über seine Mitbürger? Nein, Edelgart war bestimmt kein Freund.</p>
<p>Edelgart, Marlis, Alfons, Simon, Siglinde Schreiber, Waltraut, Richard und andere Avatare waren bequem, sie benutzten alle die gleiche Email-Adresse. Jetzt konnte ich mir aussuchen, waren das alles durchgeknallte Typen eines Seniorenstifts oder steckte hinter allem nur ein Schreiberling. Ein Fehler in der Rechtschreibung meines Namens brachte die Lösung des schizophrenen Theaters, nur Zwei in der ganzen Welt schrieben meinen Namen seit einem Jahrzehnt immer und immer wieder, in gleicher Manier, falsch. Ein Ehepaar aus dem Umfeld war&#8217;s, sie veranstalteten den Aberwitz, sie wollten mich in juristische Fettnäpfe stolpern lassen. Ihre skurrile Aktion ist gescheitert, die Kommentare im Blog gelöscht. Nur die Frage bleibt, was sollte das? </p>
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		<title>Unser Nachbar</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 17:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bernd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erzählungen]]></category>

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		<description><![CDATA[ist ein aufmerksamer Nachbar. Kein Schritt, kein Werkeln, kein Husten, nichts entgeht ihm. Wo wir gehen oder in der Erde wühlen ist er nicht weit, geschäftig, immer eine Harke, eine Gießkanne oder sonst etwas in der Hand. Nach acht Jahren allgegenwärtiger Aufmerksamkeit, begann uns seine Nähe zu nerven und wir überlegten: Wie werden wir den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ist ein aufmerksamer Nachbar. Kein Schritt, kein Werkeln, kein Husten, nichts entgeht ihm. Wo wir gehen oder in der Erde wühlen ist er nicht weit, geschäftig, immer eine Harke, eine Gießkanne oder sonst etwas in der Hand. Nach acht Jahren allgegenwärtiger Aufmerksamkeit, begann uns seine Nähe zu nerven und wir überlegten: Wie werden wir den Kerl und seine nicht bessere Gemahlin los, wie verschaffen wir uns Ruhe vor der erdrückenden Aufmerksamkeit, die ein unbeschwertes Leben stört.</p>
<p>Ziemlich schnell kam uns die Erkenntnis,<span id="more-3536"></span> hier hilft nur ein zwei Meter hoher Bretterzaun. Bei einer Länge der Grenze von rund 20 Metern eine teure Lösung, die wir bezahlen müssten, um nicht mehr im Fokus unseres, nach dem Rechten sehenden, Nachbarn zu sein. Hier setzte die Suche nach einer Lösung an, deren Ziel es war, unseren Betreuern zu suggerieren, dass sie eine Sichtblende gegen uns brauchen würden.</p>
<p>Wie macht man das, wie bringt man die Neugierigen dazu sich abzuschotten? Nach langem Suchen fanden wir die Antwort: Nichts fürchtet ein aufmerksamer Nachbar so sehr, wie die Aufmerksamkeit seines Opfers. So begann vor zwei Jahren die Operation Zaun, ich, Bernd, übernahm die Rolle des sehr, sehr aufmerksamen Nachbarn. Morgens, Mittags und Abends, Winter und Sommer stand ich am Zaun und richtete meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf meine von Nebenan.</p>
<p>Es dauerte nicht lange, da merkten wir,  es wirkt, sie wurden nervös, reagierten gereizt. Irgendwann begannen sie ihre Rollos zu schließen, mieden ihren einsehbaren Wintergarten. Er, der Nachbar, begann an seinem Zaun zu messen, Glückshormone rasten durch meinem Körper, es ist soweit, er baut einen Zaun. Gemessen hat er fast ein Jahr lang, immer wieder. Vor einigen Wochen hielt ein Sprinter vor seiner Tür und zwei Mann schleppten zwei Meter hohe Zaunteile, Bodenhülsen und Pfosten in seinen Garten.</p>
<p>Wir haben jetzt eine 20 Meter lange Bretterwand an der Grenze zum Nachbarn stehen und sie hat uns keinen Pfennig gekostet. Zu spät haben die lieben Nachbarn bemerkt, wenn ich nicht mehr auf ihren Tisch gucken kann, können sie es umgekehrt auch nicht. Wir sind glücklich, ihrer Aufmerksamkeit entronnen zu sein, und jetzt können wir ein Leben ohne neugierigen Nachbarn beginnen.</p>
<p>Der einzige Wermutstropfen ist: Ein Stück von sechs Metern ließ er offen, hier wollte und konnte er uns weiter beobachten, wir hingegen nicht. Eine alte sechs Meter breite und zwei Meter hohe Teichplane an ein paar Dachlatten genagelt und an seinen Zaun gestellt, läutete das Ende seiner Karriere als Späher ein.</p>
<p><img class="aligncenter" src="/img/nietzold-garten.jpg" alt="" width="402" height="200" /></p>
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