Bürgermeister, Mitteilungsblatt, Unser Woltersdorf

Der Bürgermeister, Gemeindevertreter Michael Hauke und Gemeindevertreter Karl-Heinz Ponsel haben in dem Infoblatt bzw. in der „MOZ“ mit Erfolg das Falsche als das Richtige verkauft und Woltersdorfs Bürger haben es ihnen gerne geglaubt. Darf der Bürger das Lüge nennen?

Die erste Beschlussvorlage von „Unser Woltersdorf“
Zitat 1 aus der Beschlussvorlage vom 6. Juni 2014: „Die Gemeindevertretung der Gemeinde Woltersdorf beschließt in ihrer Sitzung am 19.06.2014, dass der Bürgermeister mit sofortiger Wirkung gestattet wird, persönliche Kommentare im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.“

Bisher haben einige Spezies von „Unser Woltersdorf“ in ihrem Infoblatt und der „MOZ“ freiweg behauptet, die Gemeindevertretung hat dem armen Bürgermeister verboten, dort seine Sprüche zu kloppen. Der Bürgermeister, der es besser wusste, hat dem nie widersprochen, sondern ist dankbar auf den Zug aufgesprungen und mitgefahren. Die „MOZ“ hat’s ebenfalls, ich nehme mal an, ungeprüft verbreitet. Zuletzt durfte in der „MOZ“ vom 10/11 Mai 2014 auf Seite 13, der neue Gemeindevertreter Ponsel das Falsche als das Richtige verkaufen.

Zitat Gemeindevertreter Ponsel in der MOZ: „Dass dem Bürgermeister verboten wurde, im Mitteilungsblatt der Gemeinde seine Sicht der Dinge darzustellen, darf es zukünftig nicht mehr geben.“

Zitate aus dem Infoblatt von „Unser Woltersdorf“
Ausgabe 01/12 vom Bürgermeister:
„Ich wende mich auf diesem Wege an Sie, weil der Hauptausschuss in den Sitzungen vom 18. 9. und 25.10.– jeweils mit den Stimmen von SPD, CDU/FDP und WBF – beschlossen hat, dem Bürgermeister die Veröffentlichung seines Leitartikels im Mitteilungsblatt vorläufig zu untersagen.“

„Nach dem Willen der Gemeindevertreter von CDU, SPD und WBF darf es nur noch ohne Vorwort des Bürgermeisters Dr. Rainer Vogel erscheinen. Das ist der Grund, warum Sie heute dieses Informationsblatt in der Hand haben. Es wird solange erscheinen, wie der Bürgermeister nicht im Mitteilungsblatt der Gemeinde informieren darf.“

Ausgabe 01/13
„aber Bürgermeister Dr. Rainer Vogel verboten, darin seine Worte an die Bürger zu richten“
„Als dann dem Bürgermeister die Möglichkeit genommen wurde, im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen, mussten wir aktiv werden.“

Ausgabe 02/13
„Mit der Mehrheit von CDU, WBF und SPD wurde endgültig beschlossen, dass der Bürgermeister keinen Kommentar im Mitteilungsblatt schreiben darf.“

„dass zwar das Mitteilungsblatt wieder erscheinen darf, aber der gewählte Bürgermeister darin nicht mehr veröffentlichen darf.“

Ausgabe 03/13
vom Bürgermeister
„Das Verbot, die Sichtweise des Bürgermeisters zur aktuellen Gemeindepolitik im Mitteilungsblatt zu drukken, kann und will ich nicht akzeptieren.“

Ausgabe 04/13
vom neuen Gemeindevertreter Michael Hauke vom Hauke-Verlag mit Kümmels Anzeiger
„dass Bürgermeister Dr. Rainer Vogel von der Gemeindevertretung verboten wurde, im offiziellen Mitteilungsblatt der Gemeinde seine Kolumne zu veröffentlichen.“

Ausgabe 05/13
vom neuen Gemeindevertreter Michael Hauke vom Hauke-Verlag mit Kümmels Anzeiger
„das Verbot der Kolumne des gewählten Bürgermeisters im offiziellen Mitteilungsblatt – darüber haben wir Sie in diesem Blatt regelmäßig informiert.“

Ausgabe 01/14
vom neuen Gemeindevertreter Michael Hauke vom Hauke-Verlag mit Kümmels Anzeiger
„Gemeindevertreter dem Bürgermeister verboten, in dem gemeindeeigenen „Mitteilungsblatt“, für das der BM verantwortlich zeichnet, seine Kolumne zu schreiben, wurden wir konkret.“

Ausgabe 02/14
vom neuen Gemeindevertreter Michael Hauke vom Hauke-Verlag mit Kümmels Anzeiger
„Ihm im gemeindeeigenen Mitteilungsblatt den Mund zu verbieten, halte ich nach wie vor für untragbar.“

Ab und zu versuchte ich es richtigzustellen, wie es scheint erfolglos. Die Lüge, wenn sie einen Kern Wahrheit enthält, etwas weggelassen wird, etwas zugefügt wird, klingt im Ohr angenehmer, wahrer, echter, erst recht, wenn sie ständig wiederholt wird.

Jetzt, frisch gewählt stellen die neuen Gemeindevertreter von „Unser Woltersdorf“ die lang gepflegte Lüge ad absurdum. In ihrer ersten Beschlussvorlage (Zitat 2) geben die Neuen zu, dass es keinen Maulkorb für den Bürgermeister gab.

Zitat 2 aus der Beschlussvorlage von „Unser Woltersdorf“ vom 6. Juni 2014: „In der Sitzung des Hauptausschusses am 25.10.2012 wurde der Beschluss gefasst, dass das Woltersdorfer Mitteilungsblatt ohne Leitartikel bzw. persönliche Kommentare des Bürgermeisters zu erscheinen hat, bis ein Redaktionsstatut verabschiedet wird.“

Ein Redaktionsstatut hat er Bürgermeister nie vorgelegt, so konnte auch keines verabschiedet werden. Es lag also ausschließlich an der Verweigerung des Bürgermeisters den bekommenen Auftrag auszuführen, dass das Mitteilungsblatt ohne seinen Senf erschien.

Der Bürgermeister, Michael Hauke und Karl-Heinz Ponsel haben in dem Infoblatt bzw. der „MOZ“ mit Erfolg das Falsche als das Richtige verkauft und Woltersdorfs Bürger haben es ihnen gerne geglaubt. Sie kennen jetzt die ganze Geschichte, ich frage Sie, darf der Bürger das Lüge nennen?

  1. Anton

    Als regelmäßiger Besucher der Gemeindevertretungssitzungen muss ich feststellen, dass der tatsächliche Verlauf der Sitzungen zumeist nicht zutreffend im Mitteilungsblatt von „Unser Woltersdorf“ wiedergegeben wurden. Da wurden Tatsachen nicht erwähnt, ein wenig verdreht und alles so dargestellt, als hätte sich die Gemeindevertretung komplett gegen den Bürgermeister Vogel verschworen.
    Tatsache ist aber, dass ich wiederholt erlebte, wie der Bürgermeister Vogel nicht auskunftsfähig war, öffentlich der Arbeitsverweigerung überführt wurde, die Gemeindevertretung falsch oder unvollständig informierte.
    Nur schade, dass die meisten Wähler von „Unser Woltersdorf“ die Sitzungen niemals besuchten, sondern stattdessen lieber den Halbwahrheiten des Mitteilungsblattes von „Unser Woltersdorf“ Glauben schenken.
    Aus meiner Sicht wurde hier die komplette Gemeinde systematisch getäuscht.

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