Bauausschuss Teil 4 – Oktober 2013

Die am 16. Oktober abgebrochene Sitzung wurde gestern, am 5. November mit den noch ausstehenden Punkten fortgesetzt. Gerd Tauschek und Hannes Langen eilten, gleich dem Spiel – Reise nach Rom – um die Tische, an denen bald die Vertreter der Gemeinde sitzen würden und verteilten Unmengen an Tischvorlagen. Man stelle sich vor, die Punkte sollten am 16. Oktober abgearbeitet werden und erst am 5. November war das Rathaus mit den Vorlagen, in letzter Sekunde, fertig. Der Bürgermeister einiger Woltersdorfer wird immer besser, Respekt!

Punkt 11. Information und Diskussion zum Bericht Instandsetzung / Instandhaltungsprogramm der kommunalen Hochbauten 2010. Siegfried Wendt trug seinen Bericht über das Instandhaltungsprogramm für die kommunalen Bauten vor.

In der Kita „Haus der kleinen Strolche“ wurde die Dachfläche und der Balken (Riegel) instand gesetzt. Durch die Verdichtung des Bodens im Außenbereich (Pflasterung etc.) gibt es Probleme mit der Regenentwässerung, das wird sehr teuer. Fäulnisschäden sowie laufende Reparaturen an den Glasfenstern und Fassadenarbeiten stehen ebenfalls im nächsten Jahr an.

In der AWO-Kita Fantasia wurden alle Schäden behoben. Die Fäulnisstellen an den Fenstern sind allerdings eine Dauerbaustelle, teilweise sind ganze Fenster weggefault.

Bei der Christlichen Kita ist man gut vorangekommen. Der Reparaturstau ist gering.

Kita Weinbergskids, die Fassadensanierung ist noch nicht geklärt, die Außentreppe wurde durch eine Betontreppe ersetzt.

Beim alten Schulgebäude (FAW) sind im Sockelbereich Feuchtschäden festgestellt worden. Da wurde ausgegraben und nach der Regenentwässerung des Schulhofes, besteht die Hoffnung, das damit der Schaden behoben sei. Wenn nicht, müsse in Richtung Vogelsdorfer Straße weiter gegraben werden. Die Hausmeister beseitigen ständig im laufenden Betrieb die Schäden an Fenster und Türen. In allen Schulgebäuden herrscht in den Schülertoiletten Vandalismus.

Am Flachbau Schule wurde das Dach repariert, die Fassade weist immer noch Feuchtschäden auf. Die Sanitärbereiche sind das nächste Sanierungsobjekt, die Anlagen stammen noch aus DDR Zeiten. Das soll beim Rückbau des Essenraums in Klassenräume passieren. Ebenfalls steht die Heizung an, sie stammt noch aus den 60ziger Jahren.

Bei den bunten Häusern der Grundschule ist die Durchfeuchtung beseitigt. Bis auf eine Stelle, da fällt der Putz ab, da muss saniert und neu gestrichen werden und dabei sollen die Risse im Mauerwerk abgedichtet werden.

Der ungefähr 17 Jahre alte Tartanbelag des Basketballfeldes auf dem Schulhof löst sich teilweise ab und müsste saniert werden. Die offenen Fahrradstellplätze sind ohne Beleuchtung. Es gibt noch Schäden an der Treppe.

An dem Feuerwehrgebäude sind die Tore eine ständige Baustelle. Auch bei der Entwässerung Richtung Grünstraße müsse etwas unternommen werden.

Die Maiwiese und der Aussichtsturm wurden elektrisch getrennt, sodass nun beides wieder voll in Betrieb genommen werden kann.

Das sei im Moment der Stand der Dinge, so Siegfried Wendt. Er verwies allerdings darauf, dass der Bericht aus dem Jahr 2009 stammt. Auf die Nachfrage von Edgar Gutjahr, wo denn der dringendste Handlungsbedarf besteht, antwortete Siegfried Wendt, die Außenfassade der Kita „Haus der kleinen Strolche“ hat eine höhere Priorität als der Spielberg, auch Rodelberg genannt. In den 16 Jahren, die die Kita besteht, gab es nur einen Anstrich. Es muss mit der Wetterseite begonnen werden, dann wäre man im Laufe von drei Jahren rum und könnte wieder von vorne anfangen.

Jens Mehlitz hätte die vorliegende Liste noch schöner gefunden, wenn sie ein paar Zahlen enthielt, wann wurde was abgearbeitet und was hat zum Beispiel der Austausch des Balkens (Riegel) gekostet. Laut der Schätzung müssten für die ganzen anstehenden Instandsetzungsaufgaben 500 TE bereitgestellt werden.

Edgar Gutjahr bemerkte an, dass die Kostenschätzung aus dem Jahr 2009 stammt. Siegfried Wendt warf ein, dass er Mittel schon für 2014 und 2015 angemeldet habe. Der Bürgermeister hielt dagegen, dass die Mittelanmeldungen von Siegfried Wendt immer wieder gestrichen wurden. Er braucht ein ausreichendes Budget, um arbeiten zu können. (Anmerkung: Richtig, der Gebäudemanager benötigt ein ausreichendes Budget um die öffentlichen Gebäude instand zu halten. Da wären momentan 350 TE pro Jahr ein Betrag, der dem Bedarf recht nahe kommt).

Michael Schulz hätte gerne gewusst, was denn in den Jahren 2009 und folgende erledigt wurde. Edgar Gutjahr antwortete, dass in den vier Jahren gar nichts gemacht wurde. Jens Mehlitz und Monika Kilian fanden diese Aussage unerhört, dass nichts gemacht worden sei. Monika Kilian plädierte dafür, die 20 TE, die für den Spielberg gedacht waren, für die Außenfassade zu nehmen. (Anmerkung: Die 20 TE reichen nicht, auch das „Kinderrestaurant“ muss zurückgestellt werden und die 39.700 Euro für dringende Reparaturen verwendet werden. Es geht nicht an, immer Neues zu bauen und dann bei den Instandhaltungskosten den Kopf in den Sand zu stecken).

Hannes Langen bemerkte dazu, dass die Gemeindevertreter die Prioritäten setzen, wie das Geld ausgegeben werden soll.

Bauausschuss Teil 5 – Oktober 2013
Bauausschuss Teil 3 – Oktober 2013
Bauausschuss Teil 2 – Oktober 2013
Bauausschuss Teil 1 – Oktober 2013