Bauausschuss Teil 2 – Nov. 2014; Ausbau Schleusenstraße

Punkt 6: Information und Diskussion Straßen- und Gleisbau Schleusenstraße
Herr Lipok vom Planungsbüro trug vor, dass es um die marode Gleisanlage in der Schleusenstraße, zwischen Blumenstraße und Kalkseestraße ginge. In Höhe des Krankenhauses sei diese Gleisanlage besonders marode. Auch die Schleusenstraße befindet sich in einem desolaten Zustand. Es gibt Höhenunterschiede zwischen Gleisanlage und Fahrbahndecke, weil die Pflasterung teilweise nachträglich mit Asphalt überzogen wurde. Diese Asphaltdecke rutsche langsam in die Gleisanlage, so Herr Lipok. Eine vernünftige Regenentwässerung gibt es ebenfalls nicht.

Dies bedeutet, dass die Parameter von Gleisbau, Straßenbau, Beleuchtung, Zustand der Bäume und Gehwege insgesamt betrachtet werden müssen. Steckenweise sind die Gehwege bis zu 25 Zentimeter niedriger als die Gleisanlage, das müsse ausgeglichen werden. Die Bäume stehen allesamt zu nahe am Straßenrand. Der Abstand müsse mindesten 50 Zentimeter betragen. Der nächste Mangel sei die unbefestigte Bushaltestelle. So etwas sei heutzutage nicht mehr zulässig. Flankierende Maßnahmen, wie Bäume begutachten, fällen und Ableitung des Regenwassers in den Flakensee müssen von der Unteren Naturschutzbehörde genehmigt werden.

Die Schleusenstraße selber muss aufgrund der Gleisanlage auf eine Breite von 8.55 Meter ausgebaut werden. Allein die Fahrbahn braucht davon 5.50 Meter. Auf einer Seite müssten deshalb alle Bäume gefällt werden.

Nun kam Herr Lipok auf die Straßenbeleuchtung zu sprechen, wobei er feststellt, dass auf der Ostseite eine neue Beleuchtung errichtet wurde. Die Westseite werde dagegen nur vereinzelt beleuchtet. Der neue Gehweg auf der Ostseite stellt ein Problem dar. Er ist einfach zu hoch und müsste aufgenommen werden und später tiefer gelegt und angepasst werden. Das muss im Hinblick auf den Baumbestand geprüft werden.

(Anmerkung: Der östliche Gehweg, von mir als Bürgermeisters Magistrale bezeichnet wurde auf besonderes Drängen vom Ev. Krankenhaus, von Die Linke und vom Bürgermeister gebaut. Vor rund einem Jahr wurde er, gegen heftige Proteste der Anwohner, fertiggestellt. Der Weg, den auch der Bürgermeisters täglich vom Heim ins Büro nimmt und retour kostete rund 165.000 Euro. Frau Hoffmann sagte in diesem Bauausschuss, die letzten Abrechnungsbescheide werden jetzt verschickt. Und jetzt soll der 165 TE teure Weg aufgenommen werden und quasi neu gebaut werden. Das ist, muss ich sagen, eine Glanzleistung derer, die um alles in der Welt diesen Gehweg wollten, der beiden Bauamtsleiter, Joecks und Langen und des damals tätigen Planungsbüros. Jetzt ist eine Summe von rund 2 Millionen Euro für Gleisbau und Straße im Gespräch).

Dirk Hemmerling (Unser Woltersdorf) wollte wissen, ob die Straßenbahn nicht auf die andere Seite verlegt werden könne. Herr Lipok verwarf das mit den Worten, dass es dafür schon einmal Fördermittel gab. Gleichzeitig äußerte er Bedenken dagegen, weil die Straße dann zur Rennbahn werden könnte. Zudem braucht die Straßenbahn einen bestimmten Kurvenradius, damit sich die Verschleißerscheinungen an den Schienen im Rahmen halten. Das hatten schon die Erbauer der Straßenbahn erkannt und umgesetzt.

Karl-Heinz Ponsel wollte die Fahrbahn kippen, damit die Bäume auf der linken Seite weniger geschädigt würden. Herr Libok meinte dazu, dass grundsätzlich zwar vieles gehe, aber da sind ein paar private Grundstücke im Weg.

Beate Hoffmann erläuterte, dass die Schleusenstraße für Woltersdorf ein großes Bauprojekt werde und Herr Libok hier nur einmal die Problematik aufzeigen sollte und Vorschläge vorstelle.

Wer in das Suchfeld – Schleusenstraße oder Magistrale – eingibt, kann sich über die ganze unseelige Geschichte informieren.
Die Magistrale in der Schleusenstraße

Der dritte Teil kommt morgen.

  1. Rüdiger Pflanz

    Leider konnte ich dem Sitzungsverlauf nicht persönlich folgen. Dank für die ausführliche Schilderung an Bernd! Die Darstellungen des Herrn Libok sind das Sinnvollste, was ich jemals über die grundlegende Umgestaltung der Schleusenstraße gehört habe!
    Ich wohne in der Schleusenstraße und erlebe bzw. erleide alle „Segnungen“ dieser mittlerweile Hauptverbindungsstraße.Die täglichen Hauptverkehrszeiten mit den inzwischen unzumutbaren Lärmbelästigungen, ergänzt am Wochenende durch Parkplatzsuchende Ausflügler,Intensivtäter in Sachen „Motorsport“ bezüglich Beschleunigungstests und der zunehmenden Zahl von Groß-LKW. Darüberhinaus Radfahrer, die natürlich die Höchstgeschwindigkeit bergab erreichen wollen.
    Lärmbelästigung, die gemindert werden kann! Durch die Woltersdorfer! Bürger, Gemeindevertreter und Bürgermeister sind aufgerufen! Nicht nur gegen zukünftigen Fluglärm protestieren, sonder gegen real existierenden Lärm etwas unternehmen !!!
    Grundlagen: Verkehrszählung, Messung der Lärmemissionen sowie der Erschütterungen, denen unsere Häuser ausgesetzt sind, dazu Feinstaubmessungen und eine medizinische Bewertung hinsichtlich gesundheitlicher Beeinträchtigungen für die Anwohner.
    Die Abrollgeräusche liessen sich durch eine Asphaltdecke erheblich mindern, dazu eine Tonnagebegrenzung für die Schleusenbrücke, und schon wäre ein spürbarer Effekt mit geringsten Mitteln kurzfristig erreicht.
    BÄUME ! Sehr wichtig und schön, nur müssen die auch geschnitten werden! Baumschnitt wurde doch auch vor dem Krankenhausgelände durchgeführt, schon ein paar Jahre her, beweist aber, daß es doch geht. Schiefstehende Bäume gehören gefällt und sogenannte Kümmerlinge sollten entfernt werden!
    Das Thema Bürgersteig hat mich sprachlos gemacht! Wir Anlieger haben auf eine Generallösung verwiesen, wir haben die Reparatur aus EIGENEN Mitteln angeboten. Alle Vorschläge, bis auf die Rettung des Kleinpflasters, wurden in den Wind geschlagen, und nun erfahren wir, das das ,was geplant,gemessen und gewerkelt wurde ,falsch war!!Wir Bürger werden vor den Kopf gestossen, unsere Mitwirkung ignoriert um dann vielleicht noch als Fortschrittsgegner verleumdet zu werden.
    Es wird eine heiße Auseinandersetzung um die Zahlbescheide geben. Die Verantwortlichen für dieses Desaster müssen ermittelt, öffentlich benannt und zur Verantwortung gezogen werden! Ich fordere die Gemeindevertretung auf, eine Kommission einzusetzen, die diese Ermittlungsarbeit durchführt!
    Bei derartig kostenintensiven Bauvorhaben ist es höchst unmoralisch, eine Umlage auf die Anlieger vorzunehmen. Gerechter wäre eine Umlage auf alle Bürger Woltersdorfs, da alle Einwohner doch auch ihren Besuch gerne zur Schleuse führen und dabei die Wege benutzen.
    Das ist ein Modell auch für Baumaßnahmen in abgelegenen Straßen und Wegen in Woltersdorf. Pro Kopf wird eine Summe „X“ jährlich erhoben, dazu fliessen Spenden und Erlöse aus dem Sommerfest in diesen „Fonds“ JA ERLÖSE aus dem Sommerfest! Nutzung der Maiwiese, unsere Woltersdorfer Gastronomen sind wohl Mann`s genug, um die Versorgung hinzukriegen, und ein Zweckorientiertes Eintrittsgeld kann auch helfen. Macht euch mal ein paar Gedanken!
    Zum Schluß noch eine Bemerkung zu den Auahennes und den Krankenschwestern etc., traut euch !
    Mit offenem Visier in einer offenen Kommune, das schafft Gemeinschaft und stärkt das Wir-Gefühl!

    Rüdiger Pflanz

    1. Bernd

      Lieber Herr Pflanz,
      Ihre Worte: „Ich fordere die Gemeindevertretung auf, eine Kommission einzusetzen, die diese Ermittlungsarbeit durchführt!“
      Ich glaube, dass können Sie getrost vergessen. Die neue Gemeindevertretung wird nichts gegen diesen Bürgermeister unternehmen, niemals. Die paar Aufrechten in dem trostlosen Gremium unterliegen bei jeder Abstimmung. Dort herrscht jetzt „Unser Woltersdorf“, Bürgermeisters Grüne und „Die Linke“. Seit der Wahl werden die Sitzungen in den Ausschüssen immer flacher, inhaltsloser, wertlos für ein Weiterkommen von Woltersdorf.

      Zitat: „Zum Schluß noch eine Bemerkung zu den Auahennes und den Krankenschwestern etc., traut euch !
      Mit offenem Visier in einer offenen Kommune, das schafft Gemeinschaft und stärkt das Wir-Gefühl!“
      Den Vorschag anzunehmen kann ich nur Leuten raten, die keine Angst vor Anfeindungen, Verleumdungen und Bedrohungen haben. Ich weiß, wovon ich spreche. Selbst der Bürgermeister schreckte nicht davor zurück, eine Vereinsvorsitzende aufzufordern alle Kontakte zu mir abzubrechen. Diese beschwerte sich bei Platzek, außer ein lala Schreiben gab es nichts. Der jetztige FDP Boss hat einen Sohn, dem passen meine Artikel nicht, schwubs wurde ich zum Sudelede abgestempelt und beim letzten Sportfest wollte er mich mitten auf dem Platz verprügeln. Ebenfalls beim Sportfest nahm meine Frau einige Bilder von tanzenden Mädchen auf. Einige Woltersdorfer Gutmenschen meinten dann: Ja, Bernd und die kleinen Mädchen. Vor zwei Jahren ermittelte der Staatsschutz, weil man mich und mein Eigentum massiv bedrohte.
      Einige Tage her, wurden Artikel und Fotos von meiner Webseite kopiert und unerlaubt auf einer Webseite, die sich Woltersdorfer Journal nannte (inzwischen verschwunden), veröffentlicht. Eine Dame aus einem Verein, in dem ich Mitglied bin, meinte: recht so, das geschieht ihm recht. Gesetz, Anstand, ein Gefühl von sozialem Zusammenleben ist ihr fremd. Gesetzlosigkeit, als Mittel gegen politischMissliebige, werden von ihr und einigen Woltersdorfern augenscheinlich als legitim betrachtet.
      So wird in Woltersdorf demokratische Meinung gebildet und durchgesetzt und keiner der schlapp 8000 Woltersdorfer sagt Stopp! Nein, wer nicht gute Nerven hat, der soll ruhig weiter anonym schreiben.

  2. Peter Müller

    Es ist schon belastend, wenn hier einige wenige ihre unausgegorenen Ideen unbedingt ins Netz stellen müssen, aber das ist ja wohl Demokratie. Zu Woltersdorf gehören nun mal unter anderem die Schleuse, die Straßenbahn, der Bauersee und der Aussichtsturm. Wenn man das nicht aushält sollte man über einen Umzug nachdenken – Tauschpartner gibt es bestimmt reichlich! Ich kann der Sigrid nur zustimmen, jeder der hierher zieht sollte vorher wissen, wo er hinzieht und den Willen mitbringen, sich einzubringen. Dann wird es auch mit uns!

  3. Sigriid Br.

    Den Vorschlag von „Auahenne“ kann man doch nicht ernst nehmen! Denken wir doch bitte an die Bewohner vom „Schleusenberg“, da leben auch ältere Bürger, die kein Auto haben. Früher, d.h. vor 1945 und während der DDR-Zeit gab es an der Schleuse immer ein Lebensmitttelgeschäft ( heute „Kosmetikstudio“). Wie sollen denn ältere Bürger m it ihren Einkaufstaschen und evtl. noch mit Rollator vom Krankenhaus bis zum Schleusenberg laufen? Das ist unzumutbar. Die Gemeindevertretung aus dem Jahre 1912/13 hat sich bei dem Beschluss Straßenbahn „Schleuse – Rahnsdorf“ etwas gedacht. Jedenfalls haben die Abgeordneten damals konstruktive und sinnvolle Beschlüsse gefasst!! Was jetzt z.T. für Unsinn beraten und beschlosssen wird, ist kaum noch zu ertragen. Hier gibt es Abgeordnete, denen ich Sachkompetenz abspreche. Neu-Woltersdorfer – lernt die Ortsgeschichte kennen!

  4. Peter Hamann

    Was ist das denn für ein Quatsch, wer kommt denn auf solch absurde Ideen?? Endhaltestelle Krankenhaus. Die Straßenbahn hält schon seit Anbeginn dort unten an der Schleuse. An der linken Fahrbahnseite mit Rangiergleis. Das ist die Attraktion noch in Woltersdorf. Zusammen mit der Schleuse. Dort unten ist schon jede Menge verschwunden oder wird nicht sinnvoll genutzt. Was soll dann noch bleiben wenn solche Vorschläge gemacht werden. Und welche Natur wird an der Schleusenstr. zerstört. Zerstört wird da nur durch die Bäume die Straße und der Gehweg bis hin zu den Grundstücksmauern.
    Wir Woltersdorfer haben uns jahrelang dafür eingesetzt das die Straßenbahn erhalten wird. von Schleuse bis Rahnsdorf.

  5. Auahenne

    Wieviel Meter sind es denn von Haltestelle Krankenhaus bis Haltestelle Schleuse ? Kann denn die Straßenbahnfirma ihre alte Endhaltestelle nicht von der Schleuse zum Krankenhaus vorverlegen ? Kann man denn diese eine Haltestelle an der Schleuse nicht gänzlich streichen ? Die paar Meter, die Schleusenstraße abwärts von Haltestelle Krankenhaus zu Fuß, werden die Leute doch noch spazieren können – oder heutzutage nicht mehr zumutbar ? Ich meine mal, dass die Woltersdorfer sich somit eine Menge Kosten, Umleitungen, Krach, Dreck, Naturzerstörung ersparen könnten und auch die Anwohner und Autofahrer würden sich mit dieser neuartigen Problemlösung gewiss nicht ärgern. 😉
    Bitte auch mal Entscheidungen zu Gunsten der Bürger treffen !

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