Bauausschuss Teil 1 – Juni 2016, Verschwendung beim Bau Stolpbrücke

Karl-Heinz Ponsel eröffnete anstelle des verhinderten Edgar Gutjahr die Sitzung.

Punkt 4. Bericht der Amtsleiterin und Anfragen
Kerstin Marsand berichtete aus ihrem Amtsbereich und beantwortete zuerst offene Fragen aus dem letzten Bauausschuss. Eine Frage bezog sich auf die steuerliche Absetzbarkeit von Erschließungskosten. Dazu gibt es zwei sich widersprechende Urteile. Die zweite offene Frage betraf den Flächenutzungsplan für das Gelände ehemalige Ertelwerft und ehemalige TLG-Gelände an der Rüdersdorfer Straße. Laut Flächennutzungsplan ist das TLG-Gelände als Sondergebiet für Freizeit und Erholung ausgewiesen. In Paragraf 1 Absatz1 Nr.4 der Baunutzungsordnung steht, was laut Flächennutzungsplan erfolgen kann. Der Investor hat bereits im Bauamt vorgesprochen und auch schon einmal seine Ideen in einer Sitzung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bei dem Nachbargrundstück (Ertelwerft) bestanden Differenzen ob das Grundstück Innen- oder Außenbereich ist. Es liegt im Außenbereich und da müsste der Flächennutzungsplan geändert werden.

Es wurde eine Arbeitsgruppe für den Bereich der Schleuse, das Sanierungsgebiet und damit förderfähig ist, gegründet, um weiteren Bauwildwuchs vorzubeugen.
Für den Erweiterungsbau für die U3-Kinder der Kita Weinbergkids, wurde am 29. April der Bauantrag gestellt. Wenn alles klappt, könnte im September der erste Spatenstich erfolgen. Über die Außenanlage müsse noch diskutiert werden, da das Ministerium dazu verschiedene Auflagen machte. Der Wasserschaden in Haus der kleinen Strolche wurde beseitigt, die Versicherung trägt die Kosten.
Die Container als Schulersatzbau für die Grundschule kamen rechtzeitig, sodass am Donnerstag, den 16. Juni mit den Lehrern die erste Besichtigungstour durchgeführt werden kann.
Bei dem beschlossenen und ausgeschriebenen Straßenbauprojekt Baltzerstraße, das mit 290 TE im Haushalt eingestellt wurde, zeichnete sich ab, dass das günstigste Angebot 26 Prozent über den eingeplanten Haushaltsmitteln liegt, die Ausschreibung wurde ausgesetzt und soll zu einem günstigeren Zeitpunkt, etwa August, neu aufgelegt werden. Das Angebot für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung war wirtschaftlich. Kerstin Marsand hofft, dass die Firma dieses Angebot über einen längeren Zeitraum als bisher angedacht aufrechterhält.
Für Straßenreparaturmaßnahmen, Schlaglöcher Berghofer Weg sowie für Gehwegreparaturen in der Fasanen- und Vogelsdorfer Straße, wurden bereist 18.400 Euro von den bereitgestellten 100 TE ausgegeben. Die aufgestellte Prioritätenliste für Reparaturen beläuft sich noch einmal auf 67.500 Euro, sodass für den Rest des Jahres noch 14.100 Euro für Havarieschäden übrig bleiben.
Auf der Maiwiese wütet zurzeit der Eichenprozessionsspinner, deshalb bleibt die Kita Waldgartenkinder für etwa ein Jahr, während der Bekämpfung, geschlossen.

Der Sommerschnitt an 350 Bäumen wird zusammen mit der GWG durchgeführt. Dieser Schnitt sei nötig, damit keine Verkehrsgefährdung durch die Bäume entstünde.

Ein Wermutstropfen gebe es, so Kerstin Marsand, es konnten nicht alle verwüsteten Bushaltestellenhäuschen repariert werden.

Für die Zuwegung Bauersee findet am 22. Juli die Submission statt, hoffentlich mit einem guten Ergebnis.

Auf Nachfrage zur Villa Farbklecks erklärte Siegfried Wendt, das sich ab 1. Juli im Obergeschoss nun die Büroräume der Kita befinden und die dort bisher untergebrachten U3-Kinder in die Kita Schatzkiste verlegt werden. Für den neu zuschaffenden Raum werde allerdings eine Baugenehmigung gebraucht.

Stefan Grams fragte anlässlich der von Rüdersdorf eingestellten 300 TE für die Erneuerung der Stolp-Brücke, ob da die Gefahr bestehe, dass Woltersdorf auch so tief in die Tasche greifen müsse. Ihm wurde erklärt, dass Woltersdorf 150 TE für den Geh- und Radweg im Haushalt eingeplant habe.
(Anmerkung: Es stellt sich eigentlich nur die Frage, wer auf die unsinnige und wahnsinnig teure Idee kam, die Brücke mit zwei Fuß- und zwei Radwegen ausstatten zu wollen. Wenn da täglich 20 Personen und sollen es ebensoviele Farräder sein, die Brücke passieren, dann ist das hochgegriffen. Hier werden Steuergelder mit dem Bagger zum Fenster hinausgeworfen).

Karl-Heinz Ponsel wollte eine Übersicht über die gemeindeeigenen Grundstücke inklusive der jetzt durch die Übernahme des Bauersee dazugekommen Grundstücke, bekommen. Eine Skizze mit Flurnummern würde genügen. Diese wurde ihm zugesagt.

Sein zweiter Vorschlag, einen Tag der offenen Tür der Schulcontainerräume im Rahmen des Sommerfestes, wurde, da zu dem Zeitpunkt die Container noch nicht geprüft und abgenommen sind, aus Sicherheitsgründen abgelehnt.
(Anmerkung: Um so mehr Respekt müssen wir dem Lehrkörper entgegenbringen, der sich schon jetzt unter Ausschlagung aller Sicherheitsbedenken durch die Container quält).

Kommentar: Herrlich endlich ist die Stelle des Bauamtsleiters mit einer Person besetzt, die klar und deutlich spricht. Zudem, so sieht es aus, scheint Kerstin Marsand auch noch zu wissen, was eine Bauamtsleiterin so alles zu machen hat. In Anbetracht der Vergangenheit ein seltener Glücksfall für Woltersdorf an der Schleuse.

Teil 1/3

  1. Friedrich

    Was soll eigentlich immer der Flächennutzungsplan geändert werden ? Freizeit und Erholung ist für die Fläche der ehemaligen Ertelwerft vorgesehen und nicht Gewerbetrieb. Das wußte der neue Eigentümer auch vor dem Kauf. Ich wünsche mir nur, dass das Gelände irgendwann einmal erholungstechnisch von allen Woltersdorfern genutzt werden kann.
    Schlimm, wie die Verwaltung und die Abgeordneten genervt werden, nur weil jemand die Regeln nicht versteht. Dasselbe hatten wir ja bei der Krokodilsbucht- jahrelanges und sinnloses Hin und Her- nur weil ein paar Leute nicht einsehen wollten, dass man in der BRD eine Baugenehmigung braucht.

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