Bauausschuss April 2017 – Teil 1; Bericht der Amtsleiterin

Es sollte eine über einige Akteure zum Nachdenken anregende Sitzung werden.

Punkt 4. Bericht der Amtsleiterin und Anfragen
Kerstin Marsand eröffnete mit einer langen überschwänglichen Lobeshymne auf ihre Mitarbeiterin Frau Krause die Sitzung. Frau Krause beschäftige sich mit der Neuordnung des Archivs des Bauamtes.

Bauamtsleiterin Marsand machte sich nun daran, die im letzten Bauausschuss aufgeworfenen Fragen zu beantworten. An dem Gutachten der Versicherung zum Havarie-Schaden im Haus der kleinen Strolche werde noch gearbeitet. Die Klärung der Kostenübernahmen durch die Versicherung stehe auch noch im Raum. Ansonsten wurde noch ein Spielschiff für die ganz Kleinen durch die GWG aufgebaut und eingeweiht. Kerstin Marsand habe, zwar musste sie um das Fernrohr zu bedienen in die Knie gehen, selber mit dem Spielschiff gespielt und fand es sehr spannend.
Die Brücke im Demos-Gebiet wurde aufgrund des maroden Zustandes komplett gesperrt, ob die Reparatur noch in 2017 stattfindet, ist noch offen.

Sie sprach dann verschiedene Vorhaben an, zu denen die Bebauungspläne auslagen, wie Hospiz, Naturerlebnisgarten, und Bebauung Woltersdorfer Schleuse. Zum letzten Vorhaben soll es in der Juni-Sitzung des Bauausschusses einen umfangreichen Bericht der Arbeitsgruppe „Initiative Woltersdorfer Schleuse“ geben. Für den Bereich Stolper Weg/Kiesweg wurde laut Investor ein neues Gutachten in Auftrag gegeben. Ansonsten werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet.

Am 24. April von 12:00 bis 14:00 Uhr findet die Grundsteinlegung der Seniorenresidenz am Berliner Platz statt.

Bei dem U3-Erweiterungsbau wachse der Rohbau aus dem Boden und sie hoffen, dass der Bau Ende 2017 fertig wird. Mehr über den weiteren Baustand und die Kostenentwicklung in der nächsten Sitzung. Ebenfalls müsse über die noch zu schaffende U3-gerechte Außenanlage der Kita Weinbergkids gesprochen werden.

Bei dem Erweiterungsbau Grundschule wurden die abgegebenen Angebote in einer ersten Runde zusammen mit den Bietern ausgewertet. Die Angebote müssen noch einmal überarbeitet werden und diese Auswertung findet in einer zweiten Runde am 11. Mai statt. Das Ergebnis soll am 18. Mai dann vorliegen. Der Vertragsabschluss müsse dann spätestens am 31. Mai zustande kommen, damit der Zeitplan der Fertigstellung des Erweiterungsbaus der Grundschule bis September 2018 eingehalten werden kann.

Der Straßenbau Baltzerstraße geht zügig voran. Es gibt keinerlei negativen Anrufe oder Beschwerden der Anlieger bisher. Zur Zeit ist der Abschnitt zwischen Puschkinallee und Fasanenstraße fertiggestellt aber noch nicht abgenommen. Der Straßenbau Eichberg-/Grünstraße wurde öffentlich ausgeschrieben, den Zuschlag hat die Firma TSU (Tief-, Straßenbau und Umwelt GmbH mit Sitz in Müncheberg) erhalten. Die Straßenbeleuchtung wurde an die Firma Elektro Schmidt aus Fürstenwalde vergeben.

Sechs Planungsbüros wurden in puncto Straßenbau und Gleisbau Schleusenstraße angeschrieben. Es kam bisher nur ein Angebot zurück. Fördermittel wurden von der Gemeinde angefragt und dafür Unterlagen eingereicht, der eigentliche Antrag kann aber erst in der Planungsphase 4 gestellt werden.

Die Bankette wurden erstmalig mit einer Fräsmaschine durch die GWG gefräst, was zu vermehrten Nachfragen im Amt geführt habe. Das sei notwendig gewesen, da bei Asphaltstraßen ohne Seitenborde durch den Winterdienst die Grasnarbe am Rand immer höher wurde und damit das Wasser nicht mehr in die Mulden abfloss, sondern auf der Straße stand. Die Handarbeit der GWG mit Baggern und Hilfsgeräten war nicht mehr ausreichend.

Die Poller in der Vogelsdorfer Straße zwischen den Grundstücken sollen entfernt werden, damit der Begegnungsverkehr z.B. Bus-LKW oder LKW-LKW oder LKW-PKW, besser läuft und nicht immer die Randstreifen zerfahren werden. Die Poller werden eingelagert.

Für Straßenreparaturen im unbefestigten Bereich gab es eine beschränkte Ausschreibung und die Firma Wegebau bekam wie im letzten Jahr den Zuschlag. Diesmal sollen die Arbeiten im April/Mai durchgeführt werden, in der Hoffnung auf Restfeuchte, um die Staubwolken zu verhindern. Kosten ca. 10.500 Euro.

Der Gehweg Werderstraße wurde angegangen. Ein Planungsbüro hat eine Betrachtung durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass ca. 176 Meter repariert werden müssen. Kostenpunkt 35 TE und damit etwas weniger als ursprünglich geplant. Das zu viel eingeplante Geld werde auch an anderer Stelle dringend gebraucht.

Interlakenstraße, das sei auch so ein Problem, meinte Kerstin Marsand. Die Straße wäre in einem sehr schlechten Zustand. Aber wenn die Interlakenstraße in Angriff genommen werden soll, müsste etwas anderes wegfallen. Dieses Thema möchte Kerstin Marsand im nächsten Bauausschuss vertiefen. Es können keine zusätzlichen Ausgaben dem Budget des Straßenreparaturprogramms entnommen werden.

Der nächste Kandidat war der Fahrgastanleger. Kerstin Marsand erklärte, das die strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung für den Fahrgastanleger gebraucht wird. (Anmerkung Zitat: „Alle Aktivitäten und Baumaßnahmen an Bundeswasserstraßen benötigen in der Regel eine strom- und schifffahrtspolizeiliche Genehmigung nach § 31 des Bundeswasserstraßengesetzes (WaStrG). Zum Beispiel: Anlegestellen (z.B. Ufertreppen, Pontonanlagen, Schwimmstege, Landebrücken, Fährrampen, Anlegebrücken, Schiffsanleger“). Ebenfalls müssen die Untere Naturschutzbehörde, Untere Wasserbehörde, Fischereibehörde und die Gemeinde beteiligt werden und erst dann kann eine Genehmigung erteilt werden.

Jens Mehlitz hat an der Liebesquelle wieder den Wasserhahn aufgedreht, Kontrolle des Wassers wurde durchgeführt, damit am Grünendonnerstag die Jungfrauen wieder zur Quelle strömen können und Leitungswasser schöpfen können. Bodo Helbig wird die Quelle wieder abends verschließen und morgens öffnen, wie im letzten Jahr. Die Dixie-Klos am Badestrand sollen vom 1. Mai bis 15. September aufgestellt werden.

Wilhelm Diener wollte wissen, ob die 30ziger Schilder im Berghofer Weg eine Dauereinrichtung werden. Kerstin Marsand erwiderte, dass sie nach den Reparaturmaßnahmen wieder verschwinden werden.

Karl-Heinz Ponsel fragte warum die Poller in der Vogelsdorfer Straße entfernt wurden, konnte aber keine Antwort darauf bekommen und hofft nun auf Antwort in dem nächsten Bauausschuss. Dann fragte er nach dem Sachstand zum Bauvorhaben einer Gaststätte, zu dem das Einvernehmen der Gemeinde nötig sei, ob es erteilt wurde oder ob es einen neuen Sachstand gibt. Frau Marsand sagte, das Bauordnungsamt wurde informiert, dass die Gemeindevertretung das Einvernehmen erteilt habe.

Karl-Heinz Ponsel hatte noch etwas auf dem Herzen, für das Grundstück, Flur 860; zwischen TLG-Gelände und Badestelle, hier sollten die Pachtverträge geprüft werden, wann sie abgeschlossen wurden, wann verlängert, wie können sie gekündigt werden. Auf Nachfrage von Jelle Kuiper, ob Kerstin Marsand darauf antworten wolle, meinte diese nur lapidar, dass das eine längeren Zeitraum in Anspruch nehmen würde. Stefan Bley fragte nach, ob die von Karl-Heinz Ponsel gestellte Frage von allgemeinem oder persönlichem Interesse wäre. Karl-Heinz Ponsel erklärte, dass von einer Fraktion, nicht seiner, angeregt worden sei, dieses Grundstück, das zwischen dem Grundstück der Rüdersdorfer Straße 44-46 und dem Badestrand liegt, mit in die Planung einzubeziehen, um den Badestrand zu erweitern.

Wilhelm Diener hatte eine Frage zur teilweise abgerissenen Tauchstation, wie es dort weiterginge. Kerstin Marsand erklärte, dass das im nicht öffentlichen Teil besprochen wird, da es um strafrechtliche Dinge ginge.

Teil 1/4

  1. Jan

    Sechs Planungsbüros wurden in puncto Straßenbau und Gleisbau Schleusenstraße angeschrieben. Es kam bisher nur ein Angebot zurück.

    Wie wäre es denn damit, dass man die Planungsbüros vorher einmal anruft, ob sie überhaupt freie Kapazitäten haben ? Meine Praktikanten können das besser.

    Ein Angebot ist jedenfalls zuwenig.

  2. Simone N.-D.

    Schön, dass für den Ausbau der Grünstraße schon eine Firma den Zuschlag erhalten hat! Wir Anwohner wissen bis heute nicht, wann das alles stattfinden soll bzw. was finanziell auf uns zukommen wird!!! Eine Sauerei
    Aber kein Problem… so ein bisschen was über 10TE zählt man doch aus der Portokasse!!!!

  3. PT66

    Karl-Heinz Ponsel fragte warum die Poller in der Vogelsdorfer Straße…?
    Dem Mann kann geholfen werden.
    In einen Schreiben vom 24.10.2016 vom Bau/Planungsamt,
    wurde den betreffenden Anwohnern die Entfernung der Poller angekündigt,
    aufgrund mehrfacher Kritik…
    Für Rückfragen stehe man gerne zu Verfügung….

  4. Peter Müller

    Da erwartet man, dass am neuen Schulgebäude schon die ersten Wände stehen, dabei ist man noch mitten in der Ausschreibung – typisch Woltersdorf!
    Warum sollte man auch den schönen Winterschlaf unterbrechen?

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