Außerordentlich war der Bauausschuss – mehr aber nicht

Die außerordentliche Sitzung des Bauausschusses unter Leitung von Edgar Gutjahr – Die Linke war eine außerordentliche Zumutung, mehr aber nicht. Pünktlich um 18:00 Uhr begann die Versammlung, die an sich am kommenden Donnerstag stattfinden sollte. So wurde es jedenfalls im letzen Sozialausschuss verkündet und in einer Zeitung veröffentlicht. Gutjahr hat dann den Termin auf heute abgeändert, dementsprechend gelichtet waren die Reihen. Gutjahr befand, die Zeitung hat ein falsches Datum angegeben. Nun ja, irgendwer muss ja den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen.

Gelichtet ist nicht der richtige Ausdruck, ich war der einzige Besucher. Ich muss wohl von allen Fraktionen, Verwaltung, Bürgermeister und Vorsitzenden Gutjahr auch als überflüssig wahrgenommen sein. Wie wird man ungebetene Gäste los? Man schließt sie aus. Ein Abgeordneter fing an. Er lies das Mikrofon links liegen. Das war das Signal, ab sofort verzichteten alle darauf. Ungefähr 20.000 Euro für die Konferenzanlage, umsonst ausgegeben? Die von mir an Gutjahr herangetragene Bitte, die Konferenzanlage zu benutzen wurde nicht beachtet. Was sollte ich da noch bleiben, wo ich nichts mehr verstehen konnte. Also verließ ich unter lauten Protest diese Besucher ausschließende Kuschelrunde. Bürger dürfen sich dort nicht äußern, selbst wenn sie verhöhnt werden. Ich soll die Versammlung nicht stören, so Gutjahr. Nein, Herr Gutjahr, dass was Sie und ihr Bauausschuss da abgezogen haben, war das allerletzte.

Für die, die den Ratssaal nicht kennen. Der Saal ist eine allseits anerkannte akustische Katastrophe. Hinzu kommt, die Besucher sitzen immer hinter dem Rücken der Abgeordneten. Der Schall derer Worte geht zur Mitte des Raumes. Die im Rücken der Redner an den Außenwänden untergebrachten Besucher bekommen nur noch Bruchstücke ab. Da braucht sich keine Partei, keine Fraktion, kein Bürgermeister wundern, wenn das Interesse der Bürger an solcher, den Bürger missachtenden, Gemeindepolitik gering ist.

  1. Bernd

    @Martin: Es war ja auch nur der Punkt 10 Haushalt des allgemeinen Bauausschusses. Der musste extra beraten werden, weil es Gutjahr in letzter Zeit nicht mehr schaffte alle Punkte seiner Tagesordnungen abzuarbeiten. Das kann er nicht.

  2. Peter Müller

    Die „Konferenzanlage“ kotzt mich langsam auch gewaltig an, komischerweise verstehe ich die, die verstanden werden wollen! Das Wort Transparenz werde ich mal langsam aus meinem Wortschatz streichen, dass regt mich zu sehr auf.

  3. Martin Gensert

    Wie ich jetzt mittels Flurfunk mitbekommen habe, stand ein Besucher des Bauausschusses um 19.00 Uhr schon vor verschlossenen Türen.

    Lange kann diese Sitzung also nicht gedauert haben

  4. Bernd

    Sie haben alle Naselang das Wort Demokratie auf den Lippen, nur wissen sie überhaupt was gelebte Demokratie bedeutet? Ich hab da bei einigen Volksvertretern arge Bedenken. Seit gestern Abend kommt noch der Frust hinzu, haben doch alle mitgespielt.

  5. Blitzmaerker

    Tja, Bernd
    darum frei nach B.Brecht:
    „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“
    Du – bzw. die Woltersdorfer werden einfach abgewählt, so geht das.

    …oder ist Demokratie doch anders gemeint ?!

  6. Klaus-Peter Villwock

    Leider nichts Neues in Woltersdorf, keine tatsächlichen Bewegungen, sondern nur Polemik, und Schikane,wo doch wenigsten Aktionen und neue Tatsachen wichtig wären. Es zeigt mir immer wieder, wo unser Woltersdorf jetzt steht und wo es tatsächlich stehen könnte. Wir benötigen jetzt wirklich mal neue Idee und neue Köpfe. SO geht es nun wirklich nicht weiter.
    Klaus-Peter Villwock

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