Anlieger Weinbergstraße kontra Edeka Markt

17:00 Uhr, Anliegerversammlung Weinbergstraße im Rathaus. Der Bürgermeister hatte sich schon einen Tag zuvor krankgemeldet. Wie immer schrieb ich die Reden mit, später wird dann aus den seitenlangen Notizen ein kurzer Artikel. Nach reichlichem Überlegen möchte ich diesmal auf meine Notizen verzichten, nicht den Verlauf der Versammlung skizzieren, sondern kommentieren.

Es versammelten sich an die 15 Anlieger und einige Gemeindevertreter, wie Jens Mehlitz und Monika Kilian, in einer Ecke entdeckte ich Frau Wahrlich vom Planungsbüro. Die Tribüne wurde vom Vertreter der Edeka Eigentümer, Herrn Niedermeier, Herrn Kaufmann vom Planungsbüro und Hannes Langen besetzt.

Herr Niedermeier legte seine Position dar, die lautet: der Markt besteht seit rund 20 Jahren, eine Modernisierung ist notwendig und wird auch von der Edeka Genossenschaft verlangt. Innen ist der Markt bereits umgebaut, nun muss noch der Parkplatz angepasst werden. Dazu gehöre eine neue Zufahrt von der Weinbergstraße aus.

Das Stück Weinbergstraße bis zur Straße „Am Werk“ soll ausgebaut werden, der anfallende Anteil der Anlieger-Kosten von 90 Prozent übernimmt Edeka. Ein kleines Stück, direkt an der Seestraße ist Sanierungsgebiet und wird aus den dafür zur Verfügung stehenden Mitteln bezahlt, erklärte Hannes Langen.

Dann waren die Anlieger am Drücker, ich fasse es einmal in Stichpunkten zusammen. Sie wollen ihre Ruhe haben. Die vielen Fahrzeuge, die dann durch die Weinbergstraße fahren verschlechtern ihre Lebensqualität. Die Kinder, auf ihrem Weg zur Kita und Schule wären gefährdet. Nächtliches schepperndes Abladen mehr hin zur Straße „Am Werk“. Das waren die hauptsächlichen Argumente. Die Anlieger möchten aus den genannten Gründen keine Zufahrt von der Weinbergstraße auf den Parkplatz von Edeka. Die Atmosphäre war aufgeladen, die Anlieger zum Kampf bereit. Sie betonten immer wieder, dass sie ihr Heil bei Gericht suchen werden und guter Hoffnung wären die Pläne des Edeka Marktes zu durchkreuzen.

Das die Anlieger kochen, kann ich verstehen. Seit Jahren kommt die Straße nicht zur Ruhe. Der ehemalige Bauamtsleiter Joecks und Bürgermeister Vogel haben über die letzten zwei Jahre versucht die Straße auszubauen, immer wieder mit dem Argument Schulwegsicherung. Die gewaltigen Kosten wollten sie den Anliegern aufhalsen. Dann musste für die Schule eine Regenentwässerung geplant werden. Die wollte die Gemeinde Richtung Seestraße führen, um auch diese Kosten den Anliegern aufladen zu können. Zwischendurch wurden noch neue Straßenlaternen gepflanzt, natürlich auf Kosten der Anlieger. Kaum Luft geholt, kommt jetzt der Edeka Markt, da sollen zwar keine Kosten entstehen, aber Unruhe, Baulärm, Veränderungen sind angesagt.

Die Leute in der Weinbergstraße finden keine Ruhe mehr, sind nur noch auf der Hut vor irgendwelchen Fiesheiten aus dem Rathaus. Die Emotionen wurden richtig aufgeheizt, als Bürgermeister Vogel vor einiger Zeit in seiner lieblichen Art verkündetet, ob die Anwohner wollen oder nicht, das wird so gemacht. Fehdehandschuhe vor die Füße schmeißen, Unfrieden stiften, das kann unser Bürgermeister. Jedenfalls ist jetzt kein Anlieger mehr bereit Kompromisse einzugehen und verstehen kann ich die Anlieger, sie sind über Jahre schlecht behandelt worden.

Trotz allem Verständnis für die Anlieger möchte ich für den Edeka Markt plädieren und auch für die Zufahrt von der Weinbergstraße auf den Parkplatz, aber in einer abgeänderten Form. Die Versammlung war beendet, Hannes Langen, Herr Niedermeier und ich standen an der Leinwand, blickten auf die Zeichnung des Marktes und gemeinsam entstand eine andere bisher nicht vorgetragene Idee und die möchte ich hier einmal vortragen.

Die Zufahrten von PKWs und LKWs werden entflechtet. Die PKWs benutzen, wie bisher, ihre Ein- und Ausfahrt von der Vogelsdorfer Straße aus. Die LKWs fahren in ihre bisherige LKW Einfahrt Vogelsdorfer Straße ein und verlassen das Gelände über die neue Ausfahrt zur Weinbergstraße. Es wird dabei Sorge getragen, dass die PKWs nicht den LKW-Bereich und die Zufahrt Weinbergstraße nutzen können.

Es gibt wöchentlich ungefähr 30 LKW Anfahrten zum Edeka Markt, das wären im Schnitt 5 bis 6 LKWs pro Tag, die die Weinbergstraße frequentieren würden, mehr nicht. Von Lärmbelästigung kann da wohl keine Rede sein.

Weiter muss der erwähnte Lärm bei nächtlicher Anlieferung und Ladetätigkeit dezimiert werden. Auch das lässt sich technisch lösen, in dem der LKW in eine Schleuse, bestehend aus Dach und lärmschluckender Seitenwand einfährt. Der Asphalt in der Schleuse könnte aus Lärm mindernden Material gegossen werden. Dann sollten auch die rollenden Paletten nicht mehr so laut zu hören sein.

Wir brauchen den Edeka Markt, denkt einmal an die vielen Menschen im Ortszentrum, die kein Fahrzeug besitzen, die nicht irgendwo auf die grüne Wiese fahren können. Geht aufeinander zu, reicht Euch die Hand, sucht nach Kompromissen. Der Edeka Markt trägt keine Schuld an den Spielen der Verwaltung, die ihr in den letzten Jahren erdulden musstet.

  1. Peter Müller

    Hallo Bernd, Rasentrimmer hast Du noch vergessen!
    Im übrigen teile ich Eure Auffassung – und warum sollte sich jemand unbedingt outen, wenn er sachlich bleibt?
    Wir haben hier mal ein Problem, das in Anbetracht der anderen Probleme kein Problem ist
    und die Herrschaften sollten endlich zu Potte kommen!

  2. Martin Gensert

    Ich habe langsam die Nase voll davon, dass hier mit ganz bösen Artikeln versucht wird, Woltersdorfer Bürger gegeneinander aufzuhetzen.
    Es nehmen sich hier im Ort alle nicht viel.
    Jeder ist gegen jeden.
    Alle meinen, die Weisheit für sich beanspruchen zu wollen.
    Wenn Frl. Minerva mal richtig lesen würde (kann sie überhaupt?) würde sie feststellen, dass sich die Mehrheit der Weinbergstraßenanwohner bereits für eine gemeinsame Lösung mit Edeka ausgesprochen hat. Das wird Grundlage der Gespräche sein, wenn dann Edeka endlich das von den Gemeindevertreter geforderte Konzept vorstellt, mit dem alle zufrieden sind.
    Aber wenn hier weiter ständig nur verunglimpft wird und Tatsachen verdreht darstellt, dann ist man nicht weit davon entfernt genau das gleiche zu tun, was dem Bürgermeister und anderen stets vorgeworfen wird.

  3. Bernd

    Oh ja, ich bin aus einem kleinen Dorf ins große Woltersdorf gekommen. Jeder hatte einen Rasenmäher und manche einen Laubsauger. Jeder benutzte die Quälgeister zu einer anderen Zeit. Ich mag keine Rasenmäher und Laubsauger mehr.

  4. Minerva McGonagall

    Leider ist es so, dass man im Leben nicht alles haben kann.
    Ein hoher Wohlstand, wie wir ihn glücklicherweise in Deutschland haben,
    bringt auf der anderen Seite auch Nachteile – oder gefühlte Nachteile – mit sich,
    es hat eben alles seinen Preis.
    Die sogenannte Infrastruktur ist in Woltersdorf in der Fläche ziemlich gut verteilt.
    Davon profitieren auch die Bewohner der Weinbergstraße.
    Sie nehmen die Infrastruktur im ganzen Ort in Anspruch, ohne im Einzelnen darüber nachzudenken,
    ob vielleicht andere sich dadurch belästigt fühlen könnten.
    Jeder könnte da irgendeinen Grund zur Klage finden.
    Die einen stört die rumpelnde Straßenbahn,
    die nächsten finden die Krankenwagen mit TaTüTaTa zum Krankenhaus nach Rüdersdorf lästig,
    wenn sie die Schleusenstr. runterdonnern – einen lärmschützenden längeren Umweg über die A10 würde mancher wohl nett finden, aber eben nur solange, wie man nicht selbst als Patient betroffen ist.
    Und wenn das nächste Krankenhaus 30 km entfernt ist, kann das über Leben und Tod entscheiden.
    Die Nächsten klagen über den Lärm der Kinder auf dem Schulhof oder in der Rathaus-Kita –
    wenn die Kinder aber irgendwann die Rente finanzieren sollen,
    tritt die Lärmbetroffenheit schnell in den Hintergrund.
    Wenn das Restaurant in der Nähe Lärm und Einschränkungen durch parkende Autos verursacht,
    ist der Mensch sauer, wenn keine Gastronomie vorhanden ist, ist der Mensch noch saurer.
    Dann gibt es welche, die sich durch die Geschäftstätigkeit des Fleischers gestört fühlen, durch die Dampfer auf dem See, durch die Feuerwehr vor der Haustür (nur, solange das eigene Haus nicht brennt).
    Und sehen Sie sich um: jeder nimmt für unsere Infrastruktur eine Einschränkung in Kauf, die auch Sie aus der Weinbergstr. ganz selbstverständlich nutzen – und auch einfordern!
    Ich glaube Ihnen sogar, dass Sie sich von dem Ladeverkehr des EDEKA gestört fühlen könnten,
    könnte sogar sein, dass Sie den Laden boykottieren – und woanders Ihre Einkäufe erledigen.
    Wodurch sich wieder andere belästigt fühlen werden. (Die umgekehrt dann bei Ihrem EDEKA einkaufen?)
    Aber Sie bekommen auch etwas dafür, nämlich eine Straße, die Sie keinen Pfennig kosten wird.
    Darum beneidet Sie manch anderer im Ort, z.B. andere Anwohner der Weinbergstr., die nicht in den Genuss einer kostenlosen Straße kommen.
    Fakt ist doch: der Parkplatz von EDEKA gehört dem EDEKA-Betreiber – und der hat relativ freie Hand,
    wie er seine Grundstückszufahrt und seinen Ladeverkehr gestaltet.
    Und es wird für Sie nicht lustiger werden, wenn die Fahrzeuge dauerhaft über eine unbefestigte Straße rollen: bei Regen, Matsch, Schnee, staubiger Sommerhitze…
    Dann werden Sie in Kürze weder zu Fuß, noch mit Ihrem Auto Ihr Grundstück erreichen können.
    Als Alternative schlug ich ein Leben im Ostbrandenburgischen vor.
    Aber auch da wären Sie nicht rund um die Uhr vor Lärm geschützt.
    Da sind große und laute landwirtschaftliche Maschinen unterwegs,
    während der Ernte sogar Tag und Nacht, 24 Stunden,
    weil der Maschineneinsatz stark von den Wetterverhältnissen abhängt.
    Das kann man auch nur vermeiden, wenn man selbst mit der Sense loszieht und den Weizen mäht
    oder mit der Hand Kartoffeln und Rüben erntet.
    Allerdings müssten dann 80% aller Einwohner Deutschlands in der Landwirtschaft arbeiten,
    wie noch im 19.Jhdt. – eine Bereitschaft dazu kann ich nicht erkennen. Heute arbeiten ca. 2% der Bevölkerung in der Landwirtschaft, nur mal so zum Vergleich.

    Ich bin bestimmt kein Unterstützer des Bürgermeisters.

    Minerva

  5. Klaus-Peter Villwock

    Polemik, geehrte Minerva bringt uns nicht weiter genauso wenig wie die von Ihnen ausgesendeten Hasstiraden. Zeigen Sie doch erst Mal Mut und enttarnen Sie sich, das gehört zu dem Demokratieverständnis, was Sie ja nicht akzeptieren, den andere Meinungen können Sie nicht und wollen Sie nicht zulassen.
    Ich denke der Vorschlag von Herrn Wohlers die Ausfahrt von Edeka-Parkplatz in die Weinbergstrasse als Einbahn-Ausfahrt, die durch Poller für die LKW-Ausfahrt geöffnet werden können, und die Weinbergstrasse als Einbahnstrasse in Richtung Seestrasse ein für alle Mal auszuweisen, wäre doch für alle akzeptabel. Hinzu käme dann noch die Ladezone, die schallberuhigt werden muss.
    Klaus-Peter Villwock, Weinbergstrasse 3

  6. PT66

    Ich verfolge die ganze Angelegenheit hier mit großen Interesse, obwohl ich nicht so direkt betroffen bin.
    Ich kann die Anwohner gut verstehen, denn auch hier, in der Vogelsdorfer Str. ist es schon lange nicht mehr witzig, wenn die LKW hier lang donnern, und das sind immer mehr geworden, dank Netto, LIDL und wie sie alle heißen. Dank der Kopfstein-Verbreiterung auf einem Abschnitt, hat man das Gefühl, man wohnt neben einer Teststrecke. Man muß sich aber bloß fragen, was war das für eine Entscheidung, den EDEKA Markt an dieser Stelle zu errichten, dann war doch die Planung von Anfang an nichts wert! Es gab und gibt doch im Ort immer noch Flächen, die sich viel besser dafür geeignet hätten…

  7. Thomas Schoelzel

    Schade das nur jeder das hört, was er hören will! Aber das ist ja natürlich. Es geht nicht darum ob, sondern wie. Das hat der Bauausschuss ja gestern nocheinmal eindeutig bekräftigt. Die aktuelle Aufgabe liegt kurzum darin, ein Nutzungskonzept aller Einfahrten seitens Investor vorzulegen. Sie, Herr Wohlers und i.Ü. auch wir, die Anwohner haben interessante Vorschläge unterbreitet, die der Investor jetzt klären/prüfen muß, wo ist das Problem? Gestern jedenfalls gab es keine verbindlichen Zusagen, weder Einbahnregelung noch Schallschutz, wie es am Di.-abend andiskutiert wurde, kann ja auch nicht, so quasi über Nacht! Wieso also etwas beschließen, was nicht bekannt und verbindlich ist. Ich denke die Abgeordneten haben das erkannt und entsprechend wurde abgestimmt.
    Mal abgesehen vom für und wieder, gilt es insbesondere auch die rechtliche Lage zu prüfen. Auch wenn uns Herr Langen mit seinem hervorragenden Verkaufstalent die Richtigkeit suggeriert, es ist schlicht weg nicht geprüft. Und über den Umgang mit Recht und Ordnung, sowie einseitigen Verträgen in unserem Rathaus, muss ja wohl an dieser Stelle nichts mehr gesagt werden. Wer das hören wollte, hat gestern, wie auch in den vorangehenden Sitzungen, hoffentlich gut aufgepasst, war ja nicht so schwer.
    I.Ü. fahren schon heute LKW´s regelmäßig über unsere Piste, wir wissen also wovon wir reden! Alles andere ist Polemik und tut so wohl nichts zur Sache.

  8. Peter Müller

    Hätte hier auch mal 2 Szenarien von vielen im Angebot:
    Szenario 1: EDEKA verhandelt nicht mehr, baut sein Umfeld mit Zu- und Abfahrt wie geplant und lässt den Verkehr, bei Wind und Wetter über die unbefestigte Weinbergstr. fahren. Kann mir nicht vorstellen, dass das die großen LKWs sehr belasten würde, aber die Anwohner möchte ich sehen!
    Szenario 2: EDEKA hat auf Deutsch gesagt die Faxen dicke und zieht sich vom Standort Woltersdorf zurück! Wir haben eine wunderschöne Ruine im Ortszentrum, aber was noch besser ist, einen wunderschönen Platz zum Abhängen und das bis spät in die Nacht! Die Skaterbahn muss man auch nicht unbedingt ins Freizeitzentrum verlegen, nein hier mitten im Ort ist der ideale Platz und alle werden sich bei den Helden der Weinbergstr. bedanken!
    P.S. bin kein Kämpfer für Herrn Vogel!

  9. Thomas Schoelzel

    zu Minerva McGonagall
    wenn Sie uns betroffene Anwohner schon beschimpfen und Sie sich als Sprachrohr von nachweislich nicht vollumfänglich informierten Entscheidungsträgern outen, dann sein Sie doch bitte ehrlich und mutig genug, uns Ihrem „natürlichen“ Namen anzusprechen. Vielleicht entstehen ja kreative Vorschläge und Lösungen, wenn wir in gelebter „Echtzeit“ mit einander kommunizieren.

  10. Thomas Schoelzel

    Zum Kompromissangebot von Herrn Wohlers:
    wie schon mehrfach betont, sind wir, die Anwohner, offen für Diskussionen rund um Lösungen. Allerdings vermissen wir, wie auch gestern, die Bereitschaft des Investors und von Dr.Vogel, i.Ü. wiedermal vertreten von Herrn Langen, überhaupt über Lösungen nachzudenken und zu diskutieren. Nicht umsonst habe ich den Investor gestern mehrfach befragt, welche Alternativlösungen denn aus seiner Sicht denkbar sind. Spätestens seit Mai weiß er um die Sicht der Anwohner und hatte demnach genügend Zeit Alternativen aswl „Verhandlungsmasse“ vorzubereiten. Auch die Gemeindevertreter bekamen keine Antwort zu Alternativen. Es waren Gemeindevertreter und die Anwohner welche wiedermal diskussionswürdige Ansätze zu Alternativvorschlägen genannt haben, welche doch bitte vom Investor geprüft werden sollen. Dieses Ergebnis ist nunmit ganz klar ausstehend und den Zeitfaktor zur Einigung haben wir zu Ende der Veranstaltung ja eindeutig herausgearbeitet.

  11. Martin Gensert

    Zum Kompromissangebot von Herrn Wohlers:
    Sofern Edeka dies als dauerhafte Lösung so festschreibt und nicht plötzlich die Ausfahrt als Einfahrt nutzt, wenn sich alles beruhigt hat, wäre das sicher ein zu überlegender Vorschlag, den man noch mit einer Einbahnstraßenbeschilderung in Richtung Seestraße verknüpfen sollte.
    Wenn dann zusätzlich die Aufforstung von den schon abgeholzten Bäumen erfolgt, könnte man sicher auf einen Rechtsstreit verzichten. Allerdings müsste hier das Angebot von Edeka in den nächsten 2 Wochen kommen oder heute in der Bauausschusssitzung besprochen und von den Gemeindevertretern im Zusammenhang mit dem Finanzierungsvertrag als Vorgabe beschlossen werden.

  12. Martin Gensert

    Meine verehrteste Minerva Mc Gonagall,
    Sie hätten in Hogwarts bleiben sollen.
    Eine derartige Verunglimpfung der Anwohner passt zu den Tiraden des Bürgermeisters, der nun anscheinend Ihr Lieblingszauberschüler geworden ist.
    Aber aufgepasst:
    Lord Voldemort ist gefährlich

  13. Minerva McGonagall

    Nunja, auch für die PKWs muss eine Veränderung her, da sie genau im Bereich von Ein- und Ausgang auf den Parkplatz rollen und sämtliche Fußgänger, Kinder, Eltern mit Kinderwagen, alte Leute mit und ohne Rollator sich den Weg mit den Autos (die auch noch in beide Richtungen fahren) teilen.
    Muss da erst ein schwerer Unfall passieren, bevor Fußgänger- und Fahrzeugstrom getrennt werden ?
    Laut Beschluss ist die Vogelsdorfer Str. jetzt der Hauptein/ausgang beider Schulen.
    D.h. eigentlich sollten kaum noch Schulkinder die Weinbergstr. frequentieren. Auch die kleinen können auf der Vogelsdorfer Str. Richtung Hort / Kita / Straßenbahn laufen oder mit dem Rad unterwegs sein.
    Wenn die EDEKA Lieferfahrzeuge nur noch über die Weinbergstr. rollen, sind die Kids auf der Vogelsdorfer besser aufgehoben. Wo also ist das Problem ?
    Die Weinbergstr.-Anlieger haben sich schon immer über den Markt vor ihrer Haustür aufgeregt.
    Aber sie würden sich auch aufregen, wenn sie zum Einkauf erst 5 km fahren müssten und zu Fuß gar nicht mehr hinkämen. Die Leute im Schleusenviertel regen sich auf, weil alle Einkaufsmöglichkeiten so weit weg sind. Andere regen sich auf, weil sie meinen es gäbe überhaupt zu viele Märkte im Ort. Naja.
    Wollen alle die DDR wieder haben, wo es nur kleine Lebensmittelgeschäfte gab und die mit äußerst magerem Angebot ???
    Angebot an die Weinbergstr.-Anlieger: zieht einfach in ein kleines Ostbrandenburgisches Dorf, max. 500 Einwohner, der nächste Supermarkt ist dann garantiert 15 km entfernt. Da habt ihr keinen Lärm, aber auch keine Straßenbahn, zwei mal an Wochentagen Busverkehr (Sa./ So. bleibt euch auch der Busverkehr erspart) , keinen Friseur, keine Apotheke, keinen Arzt, keine Schule, keinen Kindergarten, keinen Bäcker….. (Aufzählung beliebig fortsetzen…).

    Minerva

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