Akteneinsicht erfordert wochenlanges Warten

Anfang Februar schickte die Bürgerinitiative (BI) Schleusenstraße einen Brief an das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, Frau Ministerin Kathrin Schneider. Ich habe mich entschlossen, daraus Teile zu publizieren, weil es aufzeigt, wie die Führungsspitze im Rathaus Woltersdorf mit seinen Bürgern umspringt.

„Nach wochenlangem Bemühen ist es uns erst heute gelungen, in der Bauabteilung der Gemeinde Woltersdorf das Baugrundgutachten für die Schleusenstraße (von der Blumenstraße bis zum Haus Nr. 38) vom April 2014 einzusehen.

Im Abschnitt Blumenstraße bis zum Krankenhaus sind Straße und Gleisbett untersucht worden, hingegen im Bauabschnitt Krankenhaus bis Haus Nr. 38 nur die Straße, nicht das Gleisbett. Somit ist für diesen Abschnitt die Behauptung der Woltersdorfer Straßenbahn GmbH zur Baufälligkeit des Gleisbettes nicht erwiesen.

Wollen Sie als Ministerin tatsächlich Fördermittel für ein kostenintensives Bauvorhaben bereitstellen, das ausschließlich auf vagen Vermutungen beruht?

Wir sind der Ansicht, wenn ein Gutachten für die Gleiserneuerung nur abschnittsweise vorgenommen wurde, können auch nur abschnittsweise Planung und Bauausführung durchgeführt werden, nämlich für den begutachteten Bauabschnitt.

Wir weisen Sie nochmals darauf hin, dass der Gleisabschnitt zwischen Krankenhaus und Haus Nr. 38 – falls notwendig – repariert werden kann und keiner Grunderneuerung bedarf.“

Da fragt sich der denkende Mensch, warum müssen von einer Baumassnahme betroffene Bürger wochenlang betteln, um einen Blick in die Unterlagen zu werfen, die sie betreffen. Ist das Absicht? Will die Verwaltung die betroffenen Bürger zermürben? Oder ist es einfach nur -kein Bock- sich mit den Anwohner der Schleusenstraße zu beschäftigen?

Auf fällt auch, das die Untersuchungen des Gleisbettes in einem Abschnitt des Gleisbettes nicht erfolgt sein soll. Ist es an dem, stellt sich die Frage, wie können, ohne Wissen der Gegebenheiten, Baumassnahmen und Kosten sachgerecht evaluiert werden.