2te Bauausschuss im Nov. 16 – Teil 4; Der Bauantrag Campinglatz wurde in einer rüden Form verhandelt

campingplatz
Punkt 7. Vorstellung Ersatzneubau eines Rezeptionsgebäudes auf dem Campingplatz Flakensee
Kerstin Marsand stellte das Projekt vor. Am 10. November wurde der Bauantrag für den Bau eines Rezeptionsgebäudes eingereicht. Der Neubau soll die alte marode Rezeption ersetzen. Die Gemeinde prüft derzeit das Einvernehmen dazu. Problematisch sei, dass es sich teilweise um Innen- und Außenbereiche handeln würde und damit unterschiedliche gesetzliche Vorgaben greifen würden. Es müsse die formelle, materielle und Rechtmäßigkeit des vorhandenen Gebäudes geprüft werden. Zudem inwieweit die Campingplatzverordnung an dieser Stelle Anwendung findet und die Prüfung der Vereinbarkeit mit den Zielen der Verordnung des Landschaftsschutzgebietes Müggelspree-Löcknitz-Wald und Seengebietes. Das sind die Grundlagen zur Prüfung des Bauantrages.

Jelle Kuiper erklärte, dass Herr Richter, der die Eigentümer vertritt, Rederecht bekommen sollte. Dem wurde zugestimmt.

Herr Richter führte aus, dass im Jahr 2002 die heutigen Eigentümer durch eine Ausschreibung den Campingplatz erworben hätten. Er wollte nun den Campingplatz etwas bildlicher darstellen. Er erklärte weiter, dass er sich strikt an das Redekonzept der Eigentümer halten müsste.
Dann ging es ab in die Historie. Als damals der Campingplatz zur Ausschreibung anstand, hatte der damalige Bürgermeister Höhne an die TLG bestimmte Forderungen gestellt. Die Wichtigste davon war, dass er einen Investor haben wollte, der diesen runtergewirtschafteten Campingplatz durch Investitionen wieder nach vorne bringen kann. Als dann die Gemeinde den Zuschlag für den Platz bekam, wurde an die Eigentümerfamilie Staschinski die Forderung gestellt, die Dauercamper müssten zugunsten der Kurzcamper drastisch reduziert werden. Als Begründung für diese Forderung wurde genannt, dass die Dauercamper am Wochenende einflögen und Woltersdorf am Sonntagabend wieder verlassen, dabei wird kein Pfennig Geld in der Gemeinde gelassen. Der Gemeinde schwebte vor, dass der Handel, die Gastronomie, die Straßenbahn und die Dienstleister davon profitieren sollen. Dass habe die Eigentümerfamilie bis heute beherzigt.

Im Jahr 2004 kam dann ein spezieller Brief von der Kreisverwaltung, in dem festgestellt wurde, dass die sanitären Einrichtungen absolut nicht der Campingverordnung entsprächen. Die Eigentümerfamilie hatte nun die Wahl investieren oder den Campingplatz schliessen. Es wurden nun Vorbereitungen getroffen und ein Bauantrag für ein neues Sanitärgebäude gestellt. Der Kreis hatte zusätzlich vorgegeben, dass die Stellplatzzahl von 120 auf 200 erhöht werden soll, da der Tourismus im Land anzog. Durch gravierend Pfusch am Bau und Insolvenz der Baufirma verzögerte sich die Eröffnung des Gebäudes enorm. Erst im Jahr 2009 konnte es endlich in Betrieb genommen werden.

Die Eigentümerfamilie habe bis heute weit über 500 TE in diesen Campingplatz investiert, wie z.B. für Zaunanlagen, Trinkwasserzapfstellen, Platzbeleuchtung, neue Elektroanlagen und ein Transpondersystem.

Der Platz werde zur Zeit von 2,5 Vollbeschäftigten bewirtschaftet, zu denen nach Bedarf noch 2 bis 4 Saisonkräfte kämen.

Das Sanitärgebäude ist behindertengerecht und hat u.a. folgende Kapazitäten: 28 Waschplätze, 14 Duschenplätze, 20 Toilettenplätze, einen Baby-Wickelraum für Väter/Mütter, Waschmaschinenplätze, 4 Geschirrspülplätze usw.

Durch die Reduzierung der Dauercamper von ca. 120 auf ca. 60 Plätze und die damit verbundenen Mehrplätze für Kurzcamper, nutzen wesentlich mehr Kurzurlauber den Campingplatz. Dazu nannte Herr Richter einige Zahlen. Im Jahr 2014 gab, es unabhängig von den Dauercampern, 6340 Übernachtungen, 2016 waren es über 9500, mit einer Verweildauer von durchschnittlich 2,5 Tagen. Es wäre nicht nur die gute Lage zu Berlin, sondern auch das arteigene Flair eines Naturcampingplatzes, der zunehmend Rad- und Wassertouristen, Schüler und Jugendgruppen anzöge. Störend sei allerdings der Flugverkehr, der über den Platz geht.

Der bauliche Zustand der jetzigen Rezeptionsbaracke könne so nicht mehr akzeptiert werden. Das finge schon bei der Deckenhöhe von 2.00 Metern an. Deshalb der Bauantrag für ein Ersatzgebäude. Es wäre nur natürlich, dass die Eigentümerfamilie, die viel Geld in die Hand nimmt, Planungssicherheit möchte. Die Situation wäre allerdings so, dass der überwiegende Teil des Campingplatzes nach wie vor den Status Wald habe.
Der Flächennutzungsplan weist nur die Stelle am Badestrand als Zeltplatz nicht als Badestrand aus. Das Sanitärgebäude mit ordentlicher Baugenehmigung stünde theoretisch einsam im Walde, praktisch allerdings mitten auf dem Campingplatz. Das beweist, dass der Flächennutzungsplan, der im Jahr 1998 verabschiedet wurde, schon da nicht mehr der Realität entsprach.
Diese Widersprüche versucht nun die Eigentümerfamilie schrittweise zu beheben und habe deshalb der Bürgermeisterin Anfang des Jahres eine Informationsmappe zur weiteren Entwicklung des Campingplatzes übergeben. Darin wurde u.a. das Rezeptionsgebäude und eine Steganlage vorgestellt. Um dies zu realisieren, müsse der Flächennutzungsplan geändert werden. Die Kosten dafür würde die Eigentümerfamilie übernehmen. Die Reaktion aus der Verwaltung war gleich Null.
Die Eigentümerfamilie sei der Meinung, dass die Gemeinde sich so langsam zu dem Campingplatz bekennen sollte. Wie abwegig das Verhalten des Bauamtes derzeitig läuft, habe Herr Wohlers, dort sitzt er, offensichtlich plastisch und wahrheitsgemäß…..
Jelle Kuiper fällt Herrn Richter ins Wort und meint abwegige Handlungen des Bauamtes, das würde er nicht so gut finden, wenn Herr Richter dass so sagt. Es entsteht ein etwas lauterer leicht unverständlicher Disput zwischen Jelle Kuiper und Herrn Richter.

Bei dem sich Herr Richter mit den Worten durchsetzte:“Genau jetzt werde es interessant“.

Er fuhr fort, im Punkt 10 der letzten Bauausschusssitzung habe Herr Ponsel, wie Herr Wohlers es geschrieben hat, nach dem Sachstand gefragt. Er zitierte – Kerstin Marsand trug bei, dass das Projekt im nächsten Bauausschuss vorgestellt werden soll. Sie fuhr fort, dass der Campingplatz am Flakensee eigentlich ein Zeltplatz wäre und die geplante bauliche Errichtung nicht zulässig ist. Es wurde zwar schon ein Sanitärgebäude errichtet, aber es könne nicht bei allem ein Auge zugedrückt werden. Denn dass, was da entstehen soll, ist kein Rezeptionsgebäude mehr, sondern es geht in Richtung Gaststätte mit 20 Plätzen. Das muss mit dem Bauordnungsamt abgeklärt werden.
Jelle Kuiper unterbrach erneut, da es von Michael Schulz einen Antrag zur Geschäftsordnung gab.

Michael Schulz erklärte, dass das, was von Herrn Richter gerade vorgetragen wurde, aus dem nicht öffentlichen Teil der letzten Sitzung wäre. Er wurde aufgeklärt, dass es nicht so war.
(Anmerkung: das heißt aber im Umkehrschluß, in dieser nichtöffentlichen Sitzung wurde Gleiches wie hier in der öffentlichen Sitzung vorgetragen).

Herr Richter setzt seinen Vortrag fort und meine, dass das was am 15. November von Frau Marsand gesagt wurde, schon rufschädigend wäre… Jelle Kuiper unterbrach wieder und meinte, dass Herr Richter nun mal langsam zum Punkt kommen sollte, sonst würde er ihm das Wort entziehen, denn er finde diese Beleidigungen nicht so gut.
Herr Richter verwahrte sich dagegen und meinte, dass das keine Beleidigungen wären. Es sind nur Feststellungen, die zu Papier gebracht worden sind. Er wies energisch darauf hin, dass in dem Bauantrag nicht ein einziges Wort von einer Gaststätte stünde. Er wollte fortfahren und wurde sehr rüde von Jelle Kuiper unterbrochen. Es gab einen Stimmentumult, in dem zum Schluss Jelle Kuiper für den Beitrag dankte.

Jelle Kuiper wollte nun von Frau Marsand wissen, wie die Gemeinde weiter handeln könne.

Kerstin Marsand erklärte, dass die Reaktion von ihr wie dargestellt richtig sei. Im Flächennutzungsplan gebe es eine Grünfläche, ein Zeltplatz wäre dargestellt. Dieser unterliege nicht der Campingplatzverordnung. Das Grundstück befände sich im Außenbereich. Das Grundstück befände sich im Landschaftsschutzgebiet, dass habe sie alles so vorhin gesagt. Das sind alles Sachen, die bei der Prüfung eines solchen Bauantrages berücksichtigt werden müssen. Sie habe im letzten Bauausschuss auch gesagt, das wurde nicht zitiert, Pressefreiheit, dass eine intensive Abstimmung mit dem Landkreis erfolgen müsse. Sie habe ebenfalls die Akten durchgesehen, dass habe auch keiner aufgeschrieben, und auch wurde gesagt, dass es ein längeres Verfahren gab in dem der Landkreis Rückbauaufforderungen wieder aufgehoben habe und das ein Feststellungsverfahren zu einem Campingplatz eingeleitet, aber nach Aktenlage nicht zu ende geführt wurde. Damit wäre es kein Campingplatz. Sollte das Vorhaben unter den Bedingungen nicht zulässig sein dann, dann wäre die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans eine Option, um dieses Projekt nicht zu gefährden.
(Anmerkung: Liebe Frau Marsand, da es sich im letzten Bauausschuss bei Punkt 10 nur um die Aufstellung der nächsten Tagesordnung gehandelt hat, waren sie nicht so ausführlich, wie sie es hier versucht haben, darzustellen).

Philipp Suhrbier wollte wissen, wer Eigentümer des Geländes ist, auf dem das Gebäude gebaut werden soll. Kerstin Marsand erklärte, dass das Gebäude sich auf dem Grundstück des Eigentümers befände. Außerdem sollen noch zwei Grundstücke dazu gekauft werden. Darüber würde es Beschlüsse geben. Der Zeltplatz soll vergrößert werden.

Carsten Utke macht eine persönliche Bemerkung an Herrn Richter, in der er betonte, dass Herrn Richter mit seinem Gerede, die Eigentümerfamilie nicht gut vertreten hätte. Das wäre seine persönliche Meinung. Er könne hier nicht die Streitigkeiten mit dem Bauamt austragen. Rein sachlich finde er das Vorhaben grundsätzlich gut. Kerstin Marsand wäre allerdings die Fachfrau, die festgestellt habe, dass im Flächennutzungsplan Zeltplatz und nicht Campingplatz stehe. Das Fazit aus allem wäre, Änderung des Flächennutzungsplans und ein Bebauungsplan und damit Planungs- und Betriebssicherheit zu bekommen.

Margitta Decker ergänzte, dass es einfach nicht ginge, der Flächennutzungsplan kann nur durch die Gemeinde geändert werden. Sie wies darauf hin, dass das Rezeptionsgebäude zu 45 Prozent auch bewohnt werden soll. Das Gebäude läge aber im Außenbereich.

Heinz Vogel wies darauf hin, dass es hier um eine Vorstellung eines Ersatzbaues. Da wären schon diverse Voranfragen geklärt worden. Allerdings sei er dagegen, den Flächennutzungplan zu ändern.

Karl-Heinz Ponsel regte an, erst einmal einige Fragen zu klären, rechtlicher Unterschied zwischen Zelt- und Campingplatz, Wohnen im Landschaftsschutzgebiet, z.B. wenn sie im Wohnwagen oder Zelt sind, wohnen sie in diesem Augenblick dort, da gilt Hausrecht. usw. Alle Fragen aufschreiben und dann klären, damit wie nicht wie die Blinden über Farbe reden. Wir wollen Tourismus fördern, Camping gehört auch zum Tourismus. Steganlage und Grundstückzukauf sind getrennte Verfahren.

Jelle Kuiper meinte, dass man sich doch mal alles vor Ort ansehen sollte.

Kerstin Marsand sagte, sie habe nicht verstanden was Herr Ponsel von ihr wolle, Ortstermin jederzeit. Das Sanitärgebäude wäre top 1a. Der Bauantrag vom Rezeptionsgebäude liegt vor. Sie hält es für schwierig für das Gebäude Einvernehmen zu erteilen, deshalb noch einmal Rücksprache mit dem Bauordnungsamt.

Karl-Heinz Ponsel erklärte ihr, dass es lediglich darum ginge, die Fragen aufzuschreiben zu sortieren und dann dazu die Antworten zu geben, sich die rechtlichen Grundlagen eventuell auch in Beeskow besorgen, mehr nicht.

Dirk Hemmerling wollte noch wissen, wie der Bau des Sanitärgebäudes genehmigt wurde und bekam von Kerstin Marsand zur Antwort: „Dass haben wir schon immer so gemacht, sei eine typische Antwort aus Woltersdorf.“ Worauf Dirk Hemmerling meinte, dass dann die Eigentümerfamilie unter Umständen unter falschen Voraussetzungen gekauft hätte. Kerstin Marsand erklärte, dass es eine Anfrage an den Landkreis betreff des Campingplatzes gegeben habe, aber keine Stellungnahme von der Gemeinde dazu. Deshalb habe sich Kerstin Marsand noch einmal an den Landkreis gewandt, ob es da einen anderen Sachstand gebe.

Jelle Kuiper bat Kerstin Marsand einmal eine Zusammenstellung zu machen was ist ein Zeltplatz was ein Campingplatz usw.

Herr Richter erklärte, dass es für das Sanitärgebäude eine richtige Baugenehmigung gebe. Weiter gab es vom Landkreis eine Anfrage als Ersatz für das alte Rezeptionsgebäude einen Bauantrag für einen Neubau zu stellen.

Kommentar: Jelle Kuiper stellt sich gerne als jovialen urdemokratischen Abgeordneten dar, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Wie kann es sein, dass sich solch ein Urdemokrat zu einer sich mehrfach wiederholenden recht undemokratischen Handlungsweise hinreißen lassen hat. Herr Richer vom Campingplatz hat nur rezitiert, was Frau Marsand öffentlich in einem früheren Ausschuss zu seinem Antrag sagte. Das Frau Marsand es so sagte, bewies indirekt Michael Schulz der Einspruch erhob, weil das Gesagte aus dem nichtöffentlichen Teil stammt. Das beweist schlüssig, Frau Marsand hat diese Äußerungen mehr als einmal in ähnlicher Form im Bauausschuss vorgetragen. Damit sind diese Äußerungen Teil des Verfahrens und müssen qualitativ gewürdigt werden.
Wie kann es da angehen, das der Vorsitzende des Bauausschusses dem Vortragenden beim Vortragen der Wahrheit das Wort verbietet, ihn beschuldigt die Bauamtsleiterin beleidigt zu haben, ihn des Saales verweisen will, falls er noch einmal wahrheitsgemäß Piep sagt.
Ist es in Deutschands Raatssälen wieder, wie schon zweimal in der Geschichte gehabt, verboten sich auf die Wahrheit zu berufen? Ist das Vortragen der reinen Wahrheit eine Beleidigung? Mögen sich unsere Abgeordneten nicht mehr mit der Wahrheit beschäftigen? Ist ihnen die Wahrheit, wenn sie nicht schmackhaft ist, unangenehm? Unterstützt wurde Jelle Kuiper bei seinem erfolgreichen Versuch die wahre Rede eines Gastes, die keineswegs beleidigend war, abzuwürgen von Carsten Utke (SPD) und Phillip Suhrbier (WBF) wobei sich der SPD Mann besonders deutlich positionierte. Ist schon tragisch, was die SPD uns da als letztes Aufgebot zumutet. Man soll eben keine Gespenster der Vergangenheit wieder beleben.

Wenn wir schon wieder soweit sind liebe Gemeindevertreter, dass wir wieder das Maul zu halten haben und nur zum Jubeln aufreißen dürfen, dann verlangt einfach nach handverlesenen Besuchern und einer linientreuen Presse. Ach ja, von euren Rednern verlangt vor ihrem Auftritt das Konzept der Rede.

Teil 4/5

  1. Alte Woltersdorferin

    „Das Fazit aus allem wäre, Änderung des Flächennutzungsplans und ein Bebauungsplan und damit Planungs- und Betriebssicherheit zu bekommen.“ ???
    Oh Gott, iIn welcher übervölkerten Großstadt-Betonwüste sollen diese ständigen Anträge auf Änderung unseres Flächennutzungsplanes nur mal enden ?

    Nicht immer, aber diesmal auch ein Danke an Herrn H. Vogel für seine Prinzipientreue. Und den jüngeren Volksvertretern sei ins Tagebuch geschrieben: Finger weg vom einstmals wohldurchdachten Flächennutzungsplan ! Das bisschen Wald was wir noch haben und die begehrten Seeufer dürfen nicht weiter vermarktet und damit die Umwelt belastet/beschädigt werden !
    Ein unkontrollierbarer Ansiedlungsplatz für familienstarke Zuwanderer in unsere sozialen Errungenschaften ? Ach, da fällt mir doch zufällig wieder ein verbotenes Kinderliedchen ein: „Lustig ist das Zigeunerleben, braucht man dem Kaiser kein Zins‘ zu geben, lustig ist es im grünen Wald …“ So in etwa, denn lang war ’s her. Wenn dann beim Lagerfeuer noch ein paar Wälder mit abgefackelt werden würden, zöge man weiter. Was käme dann als nächstes dran ? Ein Motel und/oder Hotel mit Hafen für Luxusjachten, weil Müggelsee- und Wannseehäfen den Privilegierten zu teuer geworden sind ?

    Und lieber, guter Herr Ponsel, so sehr ich Ihr emsiges Engagement für die Interessen der Woltersdorfer und Ihre anerkennenswerten Aufmerksamkeiten, Aktivitäten, gründlichen Sitzungsvorbereitungen, kritischen Hinterfragungen und mutigen Widerreden von denen wir hier in „Bernds Journal“ immer dankenswerter Weise gerne lesen können, achte und schätze – so wenig habe ich Verständnis jetzt dafür, wenn Sie behaupten „Wir wollen Tourismus fördern …“ Bitte, wieviel Woltersdorfer Bürger sind alles „wir“ ? Und in wessen profitorientiertem Interesse wollen Sie den Tourismus fördern ? Ich bin nämlich der Meinung, dass ein Abgeordneter bei allen Problemen immer bedenken solle, dass er die Interessen aller Woltersdorfer Bürger vertreten sollte, weil diese Bürger ja letztendlich auch die Belastungen, Kosten und Beeinträchtigungen ihrer Lebensqualität mittragen müssen. Und das sind nicht nur die belasteten Anwohner, sondern wir Bewohner alle, die wir u. a. auch durch Wachsamkeit unseren Lebensraum, unsere Heimat für uns und unsere Kinder/Enkel/eigenen Nachfahren erhalten wollen.
    Wir und unsere später erwachsenen Kinder können sich noch gut an Zeiten erinnern, wo wir Woltersdorfer mit Decke und Picknickkorb an den unseren freien Badestrand die herrliche Natur in Wald und Wasser g e n i e ß e n konnten. Wir brauchten dazu keinen eingezäunten, lärmumfluteten Campingplatz. Der benachbarte kleine Zeltplatz einiger Umwelterhalter und Naturliebhaber hatte damals, zu DDR-Zeiten, niemanden gestört.

    Vielleicht glaube ich aber einen Zusammenhang Ihrer Bemühungen um den expandierenden Zeltplatz zu erkennen, mit eventuellen Parallelen zu den Ansiedlungen der teilweise zu Unrecht baugenehmigten Wohnhäusern und auch Schwarzbauten und somit Festansiedlungen einiger Neuwoltersdorfer im Landschaftsschutzgebiet am Kalksee ? Wenngleich dort für einige Bewohner Übergangslösungen mit lebenslänglichem Wohnrecht in Ausnahmefällen sozialverträglich geregelt werden könne, ohne den Flächennutzungsplan ändern zu müssen – ist in diesem Falle einer Betriebsmodernisierung und Vergrößerung nichts mehr zu rechtfertigen, die zu Unrecht seitens des damaligen Bauamtes erteilten „Rechte“ zu verteidigen.
    Unsere neue Bauamtsleiterin Frau Marsand muss nun leider die verbalen Prügel der unrechtmäßigen Amtsausübungen ihrer Vorgänger Winkler, Joecks, Lange und Hoffmann abwehren und halbwegs Gesetz, Recht und Ordnung herstellen. – Doch bitte die Änderungsfinger weg von unserem Flächennutzungsplan und wehret den Anfängen !

  2. der Verstärker

    Hallo Gemeinde

    Meines Wissens nach, gab es beim Bau des Sanitärgebäudes auch mehrfache positive Kontrollen
    durch den Zoll. Weiterhin gab es Probleme mit einem nichtgenehmigten Imbissstandes.
    Es parken nicht alle Kurzcamper auf den dafür vorgesehenen Parkflächen, sondern auf dem
    Seitenstreifen der Strasse.
    (Anmerkung: Die Verkehrssituation vom Bereich Schleuse bis hoch zum Campingplatz ist eh eine totale Zumutung in der Saison!!!!)
    Die Streitigkeiten mit den Nachbarn, naja das soll auch vorkommen…..

    Seitdem 50% der zahlenden Dauercamper auf eine nicht schöne Art des Platzes „verwiesen“ wurden,
    hatte die benachbarte Gastronomie auch erhebliche Einbußen. Danach fragte nur keiner….

    Davon abgesehen, welcher Kurzcamper läuft abends, bzw in der Nacht durch diese dunkle Fangschleusenstrasse hoch zum Griechen, um noch den Hunger zu stillen? Andere Lokalitäten haben doch bereits um 20.00Uhr den Borstein hoch geklappt…
    (Anmerkung: Oder soll hier wieder eine „Wirtschaft“ an der Schleuse bevorzugt werden, die an den Wochenenden bis teif in die Morgenstunden Feiern ausrichtet, so daß sich Anwohner aufs tiefste genervt fühlen???)

    Bis dato…….

    1. Schäfer

      …und ich hatte seit Tagen auf einen Beitrag zu Punkt 6 “ Hospizneubau“gehofft.Schade.

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